Ich gehe aus dem Gebäude und finde mich plötzlich in meiner alten Straße wieder. Nicht darüber nachdenkend, laufe ich nach oben zur Hauptstraße. Es fängt an zu regnen und während ich mir darüber den Kopf zerbreche, was mit Julian los ist, und letztendlich zu weinen anfange, bemerke ich auf der anderen Straßenseite Paul. Er rennt, sieht zur Seite und entdeckt mich ebenfalls und verlangsamt sein Tempo. Wir beobachten uns gegenseitig, bis wir beim Zebrastreifen ankommen. Paul sprintet zu mir und strahlt mich an. "Valle!", ruft er erfreut aus und steht jetzt ganz dicht vor mir. "Es ist so lang her, dass wir uns gesehen haben...", flüstert er und hebt seine Hand an meine Wange, um sie sanft zu streicheln. Ich höre in dem Moment auf zu weinen und lächle ihn an. "Ja..." Wir schauen uns lange in die Augen, bis er mich dann schließlich fest an sich drückt.
Ich reiße erschrocken meine Augen auf, doch alles, was ich sehe, ist Dunkelheit. Benommen setze ich mich auf und stelle fest, dass es schon wieder nur ein Traum war. Seit Wochen träume ich von ihm. Nicht jede Nacht, aber immer wieder schleicht sich einer ein. Jedenfalls einer, an den ich mich beim Aufwachen noch erinnere. Meine Hand greift unter mein Kissen nach dem Handy. Verwirrt stelle ich fest, dass mir 9 Whatsapp-Nachrichten geschrieben wurden, während ich geschlafen habe, da ich die Pop-Up-Benachrichtigungen an habe. Schnell überfliege ich diese, sie sind von Julian, Nico und Joel. Da mir ein Blick auf die Uhr jedoch sagt, dass es halb 5 ist, schiebe ich das Handy wieder unter das Kissen und lege mich hin, komme jedoch nicht zur Ruhe, um einzuschlafen. Mein Traum lässt mich nicht los. Er hat sich so echt angefühlt, als hätte es wirklich geregnet, als wäre ich wirklich gelaufen, als stände Paul wirklich vor mir und diese Berührung von ihm. Ich kann sie noch immer fühlen und ich weiß, dass es sich so anfühlen muss, denn ich habe schon mal seine Hände berührt und kann mir gut vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn sie über meine Wange streichen.
Frustriert drehe ich mich zur Seite. Mein Gehirn sollte mich wenigstens im Schlaf mit ihm in Ruhe lassen.
Und wieder kann ich nur sagen: Ich kenne die Situation und das Gefühl. Wenn ich in jemanden verknallt/verliebt (oder wie du es sonst nennen willst) bin, dann träume ich ständig von der Person. Wenn man aufwacht, will man einfach nur wieder zurück in den Traum. Es ist einfach nur schrecklich danach alleine in seinem Bett zu liegen und zu wissen, dass der Traum nicht war wird.
AntwortenLöschenFühl dich ganz ganz lieb gedrückt <3