"Da bist du ja!", begrüßt Paul mich erfreut und ich grinse breit. "Jaa, wir haben noch mit unserer Lehrerin über unsere Zukunft geredet", erkläre ich und stelle meine Tasche neben ihm ab. Es ist die zweite große Pause und gerade hatte ich Latein. Unsere Lehrerin mag total verpeilt sein, etwas zu oft neben sich, aber sie ist trotzdem nett und ich glaube, sie mag unseren Kurs sehr. Sie hat uns ans Herz gelegt, bei ihrem Unterricht oft mitzumachen, um ihr die Chance zu geben, uns gute mündliche Noten zu geben, da es manchmal passiert, dass man kurz vor seinem Abi weiß, was man machen will - und dann feststellt, dass der NC dafür viel zu hoch ist. Aus Neugier hatte sie uns dann gefragt, was wir tun wollen und tja, so war ich in dem Gespräch einfach hängen geblieben.
"Find ich nicht gut", murmelt Paul und zieht mich zu sich, während er sein Gesicht in meinen Haaren vergräbt. Lächelnd lege ich meine Arme um ihn und atme seinen Geruch ein. "Das heißt, sie hat über dich geredet", kommentiert Tim in einem spöttischen Ton. "Das wiederum finde ich gut", lacht Paul und sein Griff um mich wird fester, während wir uns verliebt angrinsen. Ich kann ihm da nur zustimmen.
Dienstag, 25. November 2014
Dienstag, 11. November 2014
Blogaward 2 + 3
Die liebe Liesl und Novelist haben mir je einen Blogaward verliehen. Vielen Dank dafür, das freut mich unheimlich! :)
Die Regeln
- Verlinke die Person, die dich nominiert hat
- Beantworte die 11 Fragen
- Verleihe den Award an bis zu 11 Blogger und gib ihnen Bescheid
- Stelle selbst 11 Fragen
Liesls Fragen
1. Wie würdest du deine zukünftige Tochter nennen? - Ehm. Spontan würde ich sofort "Caitlin" sagen, weil ich den Namen schön finde. Aber das würde ich mir im Ernstfall natürlich genaustens überlegen. Aber gegen Caitlin spricht an sich nichts. Man kann einen niedlichen Spitznamen daraus machen, aber es ist so'n Name, der mit 30 nicht total blöd kommt, weil er so kindlich klingt... :D
2. Auf was freust du dich in der nächsten Woche? - Hm. Nächste Woche fiele mir nichts ein. Also nichts besonderes. Ich muss glaub ich keine Klausuren schreiben und hab vier Freistunden oder so, das ist ganz nett. Aber wenn ich das Wochenende noch mitzählen darf: Ich hab am Samstag ein Date mit Paul und wir gehen ins Theater! :3 (Ich musste es loswerden, sorry. :D)
3. Hast du die letzten 3 Küsse von der gleichen Person bekommen? - Ja. :)
5. Vermisst du die Zeit, wie sie vor 6 Monaten war? - Nöö. Da war ich noch so aufgeregt und unwissend, was Paul angeht. Wobei es vor 6 Monaten nicht mehr lange hin war. :p
6. Versteckst du deine wahren Gefühle? - Situationsabhängig.
7. Hast du jemals vorgegeben jemanden zu mögen, obwohl dies nicht der fall war? - Jap.
8. Was bedeutet für dich Glück? - Eine günstige Begebenheit und eine zufriedenstellende Situation.
9. Hast du es jemals bereut, jemanden deine Gefühle gezeigt zu haben? - Ich beneide die Menschen, die das nicht getan haben.
10. Denkst du das es für jede Person nur die eine wahre Liebe gibt, oder das es mehrere Personen gibt? - Hm. Dazu hab ich sogar mal n Text geschrieben. Ich glaube nicht an die wahre Liebe in Form einer Person, sondern in Form des Gefühls. Und das Gefühl kannst du meiner Meinung nach bei vielen Personen haben. Wenn einfach "die Chemie stimmt". Wahre Liebe muss nichts Romantisches sein, es kann auch eine tiefe Freundschaft sein. Finde ich. Aber die Frage ist ja auf das Romantische ausgelegt, also: die wahre Liebe kann ich durchaus bei mehreren Personen spüren, es gibt nicht nur eine. (Nebenbei finde ich den Gedanken zu gruselig. Einfach die Möglichkeit, dass man sich nie trifft oder der eine dem anderen zu früh wegstirbt...)
11. Bist du jetzt gerade glücklich? - In diesem Moment nicht wirklich. Zu stressig alles. Aber allgemein bin ich mit meiner aktuellen Lebenssituation glücklich, ja. Auch wenn mir das mit Julian zu schaffen macht, zugegeben.
Novelists Fragen
1. Bist du Rechts- oder Linkshänder? - Rechts. :) (aber meine Linkshänderschrift hat sich vom Kindergartenkind zum 4. Klässler hochgearbeitet! Ja, manchmal übe ich das aus Spaß. Außerdem musste ich das in der 8 ein paar Wochen lang machen, da meine rechte Hand nicht dazu fähig war.)
2. Wonach bist du süchtig? - Musik. Büchern. Paul. :3
3. Reich und unglücklich oder arm und glücklich? Und warum? - Davon ausgehend, dass das ein Zustand wäre, der sich dann nicht mehr ändern ließe...ich tendiere zu "arm und glücklich", weil mein "arm" sein mir wohl dann nichts mehr ausmacht. "Reich und unglücklich" bedeutet ja, dass ich trotz meines Reichtums nicht zufrieden bin.
4. Was war das romantischste was dir bisher passiert ist? - Oh eh. Weiß ich nicht. Ehrlich nicht... :D Ich hätte sonst darüber gebloggt :'D
5. Welcher Spruch bewegt dich? (Auch gerne mehrere Beispiele :) )
6. Was ist wichtiger: Lieben oder geliebt werden? Und warum? - Lieben, finde ich. Weil man die Liebe dann...naja, am eigenen Leib spürt. Man weiß genau, was Liebe ist, weil man es aus den eigenen Erfahrungen zieht. Außerdem finde ich persönlich die Vorstellung, unglücklich verliebt zu sein/jemanden zu lieben angenehmer, als die Vorstellung, dass jemand unglücklich in mich verliebt ist/mich liebt.
7. Dein Flugzeug stürzt ab: Wem schreibst du die letzte SMS? - Ich habe lange darüber nachgedacht. Meine Antwort ist folgende: Ich kann keine SMS schreiben, weil mein Handy auf Flugmodus ist. (Aber sollte ich es in der Absturzzeit schaffen dies zu ändern und doch noch smsen können, dann zuerst meiner Cousine und dann Paul. JA ich würde das schaffen an beide zu schreiben!)
8. Die beste nächtliche Aktion die dir je passiert ist? - Oh, das ist leicht zu beantworten, aber schwer zu erzählen. Naja, gut. Es ist ohne Zweifel eine Nacht, die ich mit meiner exbesten Freundin in einer Jugendherbergendusche verbracht habe. Es war Streitschlichterausbildung, wofür eine kleine Gruppe von Menschen, zu der wir gehörten, in eine Jugendherberge ging. Die letzte Nacht waren wir beide aufgedreht und wollten nicht schlafen, konnten es gar nicht. Zuerst haben wir auf meinem Bett UNO gespielt, bis unsere Mitbewohnerinnen genervt waren. Also zogen wir in die Dusche, die gerade groß genug war, dass wir drei Hocker hinstellen konnten, um zu sitzen und zu spielen. Nach einigen Stunden beschlossen wir, da zu übernachten. Mit einer Decke und zwei Kissen zogen wir also da ein. Es kam, wie es kommen musste: Sie stand auf, betätigte beim Aufschütteln des Kissens den Wasserhahn und bekam eine Ladung ab. Und tja, dann sind wir zu zweit in mein Bett gegangen, weil die eine Decke, ihre, ja nass war. Joa. Stumpf erzählt, aber egal.
9. Wenn du dein ganzes Leben nur noch ein Lied hören könntest, welches wäre es? - Ehm, gute Frage, nächste Frage. Ich hab keine Antwort dafür. Spontan hätte ich "Saying Goodbye" von Every Avenue genannt, einfach weil es eines der Lieder ist, die ich NIEEE überspringe, wenn es kommt...xD
10. Was würdest du an der Gesellschaft ändern wenn du könntest? - Die Intoleranz ^^
11. Glaubst du an Wunder? - Hm...ich weiß, dass ich gerne an Wunder glauben möchte, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es tue, weswegen ich mal vermute, dass ich eher zu "nein" tendiere.
Meine Fragen
Die Regeln
- Verlinke die Person, die dich nominiert hat
- Beantworte die 11 Fragen
- Verleihe den Award an bis zu 11 Blogger und gib ihnen Bescheid
- Stelle selbst 11 Fragen
Liesls Fragen
1. Wie würdest du deine zukünftige Tochter nennen? - Ehm. Spontan würde ich sofort "Caitlin" sagen, weil ich den Namen schön finde. Aber das würde ich mir im Ernstfall natürlich genaustens überlegen. Aber gegen Caitlin spricht an sich nichts. Man kann einen niedlichen Spitznamen daraus machen, aber es ist so'n Name, der mit 30 nicht total blöd kommt, weil er so kindlich klingt... :D
2. Auf was freust du dich in der nächsten Woche? - Hm. Nächste Woche fiele mir nichts ein. Also nichts besonderes. Ich muss glaub ich keine Klausuren schreiben und hab vier Freistunden oder so, das ist ganz nett. Aber wenn ich das Wochenende noch mitzählen darf: Ich hab am Samstag ein Date mit Paul und wir gehen ins Theater! :3 (Ich musste es loswerden, sorry. :D)
3. Hast du die letzten 3 Küsse von der gleichen Person bekommen? - Ja. :)
5. Vermisst du die Zeit, wie sie vor 6 Monaten war? - Nöö. Da war ich noch so aufgeregt und unwissend, was Paul angeht. Wobei es vor 6 Monaten nicht mehr lange hin war. :p
6. Versteckst du deine wahren Gefühle? - Situationsabhängig.
7. Hast du jemals vorgegeben jemanden zu mögen, obwohl dies nicht der fall war? - Jap.
8. Was bedeutet für dich Glück? - Eine günstige Begebenheit und eine zufriedenstellende Situation.
9. Hast du es jemals bereut, jemanden deine Gefühle gezeigt zu haben? - Ich beneide die Menschen, die das nicht getan haben.
10. Denkst du das es für jede Person nur die eine wahre Liebe gibt, oder das es mehrere Personen gibt? - Hm. Dazu hab ich sogar mal n Text geschrieben. Ich glaube nicht an die wahre Liebe in Form einer Person, sondern in Form des Gefühls. Und das Gefühl kannst du meiner Meinung nach bei vielen Personen haben. Wenn einfach "die Chemie stimmt". Wahre Liebe muss nichts Romantisches sein, es kann auch eine tiefe Freundschaft sein. Finde ich. Aber die Frage ist ja auf das Romantische ausgelegt, also: die wahre Liebe kann ich durchaus bei mehreren Personen spüren, es gibt nicht nur eine. (Nebenbei finde ich den Gedanken zu gruselig. Einfach die Möglichkeit, dass man sich nie trifft oder der eine dem anderen zu früh wegstirbt...)
11. Bist du jetzt gerade glücklich? - In diesem Moment nicht wirklich. Zu stressig alles. Aber allgemein bin ich mit meiner aktuellen Lebenssituation glücklich, ja. Auch wenn mir das mit Julian zu schaffen macht, zugegeben.
Novelists Fragen
1. Bist du Rechts- oder Linkshänder? - Rechts. :) (aber meine Linkshänderschrift hat sich vom Kindergartenkind zum 4. Klässler hochgearbeitet! Ja, manchmal übe ich das aus Spaß. Außerdem musste ich das in der 8 ein paar Wochen lang machen, da meine rechte Hand nicht dazu fähig war.)
2. Wonach bist du süchtig? - Musik. Büchern. Paul. :3
3. Reich und unglücklich oder arm und glücklich? Und warum? - Davon ausgehend, dass das ein Zustand wäre, der sich dann nicht mehr ändern ließe...ich tendiere zu "arm und glücklich", weil mein "arm" sein mir wohl dann nichts mehr ausmacht. "Reich und unglücklich" bedeutet ja, dass ich trotz meines Reichtums nicht zufrieden bin.
4. Was war das romantischste was dir bisher passiert ist? - Oh eh. Weiß ich nicht. Ehrlich nicht... :D Ich hätte sonst darüber gebloggt :'D
5. Welcher Spruch bewegt dich? (Auch gerne mehrere Beispiele :) )
- "You know you've read a good book when you turn the last page and feel a little as if you have lost a friend." (mir unbekannt, ist aus Tumblr)
- "Wir sind jederzeit in der Lage, uns zu verändern und unserem besseren Ich näherzukommen." (Cassandra Clare: Clockwork Princess)
- "If you want to learn what someone fears losing, watch what they photograph." (anonym, meine ich)
- "Du glaubst, alle deine guten Taten seien nur Selbstbetrug." (Derek Landy: Skulduggery Pleasant - Duell der Dimensionen)
- "Airports see more sincere kisses than wedding halls. The walls of hospitals have heard more prayers than the walls of churches." (anonym, meine ich... :D)
- "Dieses Argument fand ich schon immer total daneben - dass wir Leute brauchen, die arm sind, damit wir anderen nicht vergessen, dankbar zu sein. Das bedeutet doch im Grunde nur, dass irgendwer leiden muss, damit sich die anderen Leute besser fühlen. Was für eine selbstsüchtige Art, die Welt zu betrachten." (Josephine Angelini: Göttlich verliebt)
6. Was ist wichtiger: Lieben oder geliebt werden? Und warum? - Lieben, finde ich. Weil man die Liebe dann...naja, am eigenen Leib spürt. Man weiß genau, was Liebe ist, weil man es aus den eigenen Erfahrungen zieht. Außerdem finde ich persönlich die Vorstellung, unglücklich verliebt zu sein/jemanden zu lieben angenehmer, als die Vorstellung, dass jemand unglücklich in mich verliebt ist/mich liebt.
7. Dein Flugzeug stürzt ab: Wem schreibst du die letzte SMS? - Ich habe lange darüber nachgedacht. Meine Antwort ist folgende: Ich kann keine SMS schreiben, weil mein Handy auf Flugmodus ist. (Aber sollte ich es in der Absturzzeit schaffen dies zu ändern und doch noch smsen können, dann zuerst meiner Cousine und dann Paul. JA ich würde das schaffen an beide zu schreiben!)
8. Die beste nächtliche Aktion die dir je passiert ist? - Oh, das ist leicht zu beantworten, aber schwer zu erzählen. Naja, gut. Es ist ohne Zweifel eine Nacht, die ich mit meiner exbesten Freundin in einer Jugendherbergendusche verbracht habe. Es war Streitschlichterausbildung, wofür eine kleine Gruppe von Menschen, zu der wir gehörten, in eine Jugendherberge ging. Die letzte Nacht waren wir beide aufgedreht und wollten nicht schlafen, konnten es gar nicht. Zuerst haben wir auf meinem Bett UNO gespielt, bis unsere Mitbewohnerinnen genervt waren. Also zogen wir in die Dusche, die gerade groß genug war, dass wir drei Hocker hinstellen konnten, um zu sitzen und zu spielen. Nach einigen Stunden beschlossen wir, da zu übernachten. Mit einer Decke und zwei Kissen zogen wir also da ein. Es kam, wie es kommen musste: Sie stand auf, betätigte beim Aufschütteln des Kissens den Wasserhahn und bekam eine Ladung ab. Und tja, dann sind wir zu zweit in mein Bett gegangen, weil die eine Decke, ihre, ja nass war. Joa. Stumpf erzählt, aber egal.
9. Wenn du dein ganzes Leben nur noch ein Lied hören könntest, welches wäre es? - Ehm, gute Frage, nächste Frage. Ich hab keine Antwort dafür. Spontan hätte ich "Saying Goodbye" von Every Avenue genannt, einfach weil es eines der Lieder ist, die ich NIEEE überspringe, wenn es kommt...xD
10. Was würdest du an der Gesellschaft ändern wenn du könntest? - Die Intoleranz ^^
11. Glaubst du an Wunder? - Hm...ich weiß, dass ich gerne an Wunder glauben möchte, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es tue, weswegen ich mal vermute, dass ich eher zu "nein" tendiere.
Meine Fragen
- Was ist dein größter Traum und warum?
- Mit wem bist du am längsten befreundet und was, glaubst du, hat euch so lange zusammengehalten bzw. euch nicht auseinander gerissen?
- Wofür wärst du gerne berühmt? Oder willst du es gar nicht sein? Warum?
- Würdest du gerne anders heißen? Warum? Wie?
- Wie flüchtest du vor der Realität?
- Was bedeutet Musik für dich?
- Schenkst du lieber oder bekommst du lieber Geschenke?
- Welcher ist dein Lieblingstag im Jahr und wieso?
- Wie ist dein Verhältnis zu deiner Familie?
- Wie stehst du zu Schule?
- Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
Montag, 3. November 2014
#50
Ich biege in die vertraute Straße ein und lächle über die Erinnerungen, die dadurch in mir wachgerufen werden. Zielstrebig folge ich ihr und stehe schließlich vor der Haustür. Vage kann ich mich daran erinnern, dass sein Nachname recht weit unten steht und meine Augen suchen danach. Als ich den Knopf entdecke, betätige ich ihn und warte. Eigentlich bin ich mir fast sicher, dass seine Eltern erstmal über die Sprechanlage fragen werden, wer da sei, aber stattdessen ertönt nur der Summer und ich drücke erstaunt die Tür auf. Ich folge dem Flur und dann sehe ich Nico schon in der Tür stehen. Sein Blick ist überrascht, als er mich sieht, doch dann wandelt er sich in einen skeptischen um. Ich kann es ihm vom Gesicht ablesen, dass er denkt "Was will sie schon wieder hier?". Ein breites Grinsen ziert meine Lippen, als ich fröhlich auf ihn zugehe und meine: "Wie schön, dass du mir direkt aufmachst!"
Als ich vor ihm stehe, lächle ich ihn an. "Ich bin hier, weil ich dir was vorbei bringen wollte."
"Was denn?", fragt er und schaut mich interessiert an. Ich krame in meiner Tasche, bis meine Hände eine rote Karte finden, die ich ihm entgegen strecke. "Hier, für dich, die ist übrig geblieben."
Erstaunt nimmt er es entgegen und begutachtet es. Es ist eine Freikarte für eine frei zu wählende Attraktion der Kirmes, die momentan in seinem Stadtteil stattfindet und von der ich gerade gekommen bin. "Wo kriegt man denn sowas her?", fragt er neugierig. "Ach, eine Freundin von mir hat die von einer Freundin ihrer Mutter bekommen. Aber die eine Freundin, für die die Karte war, ist dann doch nicht gekommen und wir wollten die nicht benutzen, weil das ja unfair wäre, also hab ich gesagt, ich hätte einen Freund, dem ich sie schenken könnte", erkläre ich ihm und lächle ihn an. Bei dem letzten Teil des Satzes, breitet sich auf einmal ein riesiges Lächeln auf seinem Gesicht aus, was unwillkürlich Freude in mir hervorruft. "Danke!", grinst er. "Kein Problem", erwidere ich. "Ich geh dann mal. Tschüss!" Schnell umarme ich ihn noch fest und dann drehe ich mich um und verlasse das Gebäude. Dabei muss ich wieder zurückdenken. Es ist auf den Tag 3 Jahre her, dass ich mit ihm auf der besagten Kirmes war und er mir vom Riesenrad aus zeigte, wo sein Haus sei. Damals haben meine Cousine und ich es dazu missbraucht, um ihn ein bisschen zu ärgern und zuhause aufzusuchen. Heute habe ich es genutzt, um ihm eine kleine Freude zu machen und ein Geschenk vorbeizubringen. Ich kann nicht anders, als über diesen Wandel zu lächeln, denn unsere Freundschaft ist in den 3 Jahren so viel besser und wichtiger geworden. Wie die Zeiten sich doch ändern.
Als ich vor ihm stehe, lächle ich ihn an. "Ich bin hier, weil ich dir was vorbei bringen wollte."
"Was denn?", fragt er und schaut mich interessiert an. Ich krame in meiner Tasche, bis meine Hände eine rote Karte finden, die ich ihm entgegen strecke. "Hier, für dich, die ist übrig geblieben."
Erstaunt nimmt er es entgegen und begutachtet es. Es ist eine Freikarte für eine frei zu wählende Attraktion der Kirmes, die momentan in seinem Stadtteil stattfindet und von der ich gerade gekommen bin. "Wo kriegt man denn sowas her?", fragt er neugierig. "Ach, eine Freundin von mir hat die von einer Freundin ihrer Mutter bekommen. Aber die eine Freundin, für die die Karte war, ist dann doch nicht gekommen und wir wollten die nicht benutzen, weil das ja unfair wäre, also hab ich gesagt, ich hätte einen Freund, dem ich sie schenken könnte", erkläre ich ihm und lächle ihn an. Bei dem letzten Teil des Satzes, breitet sich auf einmal ein riesiges Lächeln auf seinem Gesicht aus, was unwillkürlich Freude in mir hervorruft. "Danke!", grinst er. "Kein Problem", erwidere ich. "Ich geh dann mal. Tschüss!" Schnell umarme ich ihn noch fest und dann drehe ich mich um und verlasse das Gebäude. Dabei muss ich wieder zurückdenken. Es ist auf den Tag 3 Jahre her, dass ich mit ihm auf der besagten Kirmes war und er mir vom Riesenrad aus zeigte, wo sein Haus sei. Damals haben meine Cousine und ich es dazu missbraucht, um ihn ein bisschen zu ärgern und zuhause aufzusuchen. Heute habe ich es genutzt, um ihm eine kleine Freude zu machen und ein Geschenk vorbeizubringen. Ich kann nicht anders, als über diesen Wandel zu lächeln, denn unsere Freundschaft ist in den 3 Jahren so viel besser und wichtiger geworden. Wie die Zeiten sich doch ändern.
Sonntag, 2. November 2014
#49
Es ist Sportunterricht und unser Thema ist Hochsprung. Gerade ist der Kurs dabei, zwei Anlagen aufzubauen. Jemand tippt mich an der Schulter an und ich drehe mich fragend um. Plötzlich finde ich mich in einer vertrauten Umarmung wieder. "Was soll das, Julian?", frage ich kühl und schaue ihn abschätzend an. "Ich umarme dich, weil heute Halloween ist!" Ich runzle die Stirn und drücke ihn von mir weg, während ich "Geh weg" knurre. Neben mir erkenne ich Paul, aber ich drehe mich von den beiden weg und gehe. Was bildet er sich ein? Er kann nicht tagelang nicht mit mir reden und mich ignorieren, nachdem wir uns heftig gestritten haben, um mich jetzt zu umarmen, als ob nie etwas passiert wäre. Als ob er nie gesagt hätte, dass ich eine furchtbare beste Freundin wäre. Als ob wir uns nie gesagt hätten, dass wir genug haben.
"Hey, was wollte Julian von dir?", fragt Verena mich und eilt mir hinterher. "Er hat mich umarmt, weil Halloween ist", antworte ich, immer noch aufgebracht über sein Verhalten. Ich hasse es, wenn Leute das tun. War es denn zu viel verlangt, dass er sich entschuldigt? Oder wenigstens sagt, dass er keinen Streit will? Er ist schließlich Schuld daran.
Sie zieht eine Augenbraue hoch und erwidert: "Nicht wirklich?" Ich rege mich nur noch mehr über ihn auf und Verena stimmt mir dabei zu, sie findet, dass es in Ordnung ist, wie ich mich verhalten habe. Ich rede mir ein, dass ich es lieber so habe, weil ich ihn nicht brauche. Aber eine kleine Stimme in mir wünscht sich, dass ich die Umarmung wenigstens ein paar Sekunden länger zugelassen hätte. Und ich kann nicht anders, als ihr irgendwie Recht zu geben.
"Hey, was wollte Julian von dir?", fragt Verena mich und eilt mir hinterher. "Er hat mich umarmt, weil Halloween ist", antworte ich, immer noch aufgebracht über sein Verhalten. Ich hasse es, wenn Leute das tun. War es denn zu viel verlangt, dass er sich entschuldigt? Oder wenigstens sagt, dass er keinen Streit will? Er ist schließlich Schuld daran.
Sie zieht eine Augenbraue hoch und erwidert: "Nicht wirklich?" Ich rege mich nur noch mehr über ihn auf und Verena stimmt mir dabei zu, sie findet, dass es in Ordnung ist, wie ich mich verhalten habe. Ich rede mir ein, dass ich es lieber so habe, weil ich ihn nicht brauche. Aber eine kleine Stimme in mir wünscht sich, dass ich die Umarmung wenigstens ein paar Sekunden länger zugelassen hätte. Und ich kann nicht anders, als ihr irgendwie Recht zu geben.
Mittwoch, 29. Oktober 2014
#48
"Peter kannste fragen, Paul hab ich natürlich nix dagegen, aber er meint, der geht eh nicht wirklich auf irgendwas, da macht das keinen Unterschied und Julian könnt IHR fragen, ICH mach das sicher nicht", sage ich zu Maike. Mir ist bewusst, dass er nur ein paar Meter weiter entfernt steht, aber es ist mir egal.
"Was ist denn los mit euch?", fragt sie mich und schaut mich besorgt an. "Doch nicht immer noch die gleiche Sache?", will Verena wissen. Ich werfe einen schnellen Blick zur Seite und sehe dann wieder die beiden an. "Doch. Immer noch wegen seiner neuen Freundin", erwidere ich dann knapp.
Zehn Minuten später verschwinden Paul, Julian und Danny schließlich, um sich etwas zu essen zu kaufen. Kaum, als sie weg sind, platze ich heraus: "Er ist ein solcher Idiot."
"Was ist denn passiert?"
"Naja, es ist wegen seiner neuen Freundin. Er hat mir vorgeworfen, ich wäre eine schlechte beste Freundin, weil ich keine Anstalten mache, sie kennenzulernen."
Verena zieht skeptisch eine Augenbraue hoch, während Maike mich aufmerksam ansieht.
"Dabei ist das Schwachsinn! Als das Date war, habe ich ihn total ausgefragt. Mit wem er da war, was sie gemacht haben, wie es lief...ihr wisst schon, wie man das halt so tut", erzähle ich und mit jedem Wort, das aus mir rausfließt, kommt meine Wut von letzter Nacht zurück. "Aber er hat mich angeschnauzt, dass ich total unaufmerksam bin, weil es ja so offensichtlich ist!" Nur mit Mühe halte ich mich davon ab, in der Gegend herumzuschreien und balle meine Hände zu Fäusten. Ich habe mich noch nie so ungerecht behandelt gefühlt.
"Und wisst ihr noch, wie ich vor ein paar Tagen da zu denen gegangen bin? Ich hab ja gefragt, wer das alles so ist. Er hat sie vorgestellt. Aber die haben mir nicht mal "Hallo" gesagt."
"Ja, ich erinnere mich, das ist echt so", meint Verena und schaut mich schon stirnrunzelnd an.
"Und dann am Montag! Das habt ihr ja mitbekommen. Ich bin da wieder hingegangen. Aber die haben mich einfach nur angestarrt, als wäre ich ein Alien oder so! Man, warum muss denn alles von mir ausgehen?!" Ich werfe meine Arme nach oben und starre einen Moment lang fuchsteufelswild die Decke an. "Sie hätte auch hallo sagen können! Oder er hätte uns einander vorstellen können, wenn wir da schon stehen! Aber neeein, natürlich muss es von mir ausgehen und wenn nicht, dann bin ich die behinderte!"
Maike und Verena schütteln nur den Kopf und stimmen mir zu, auch sie finden, dass ich völlig im Recht bin und es tut so gut, dass sie der gleichen Meinung sind. Denn dieses eine Mal bin ich das wirklich. Es mag sein, dass ich bei seiner Ex nie im Recht war und mich unfairerweise quergestellt habe, das habe ich immer gewusst, aber genau deswegen wollte ich es doch jetzt besser machen. Es tut nur weh zu wissen, dass er das nicht so sieht. Ich bin ja ein dreistes Mädchen, das immer alle Leute, die nicht in meinem Freundeskreis sind, herablassend behandelt statt nett und freundlich zu sein. Letzte Nacht haben wir uns so heftig deswegen gestritten und natürlich hat er nicht nachgegeben, aber dieses Mal war auch ich nicht dazu bereit. Paul sagt, wegen einem Streit muss man nicht gleich die ganze Freundschaft aufgeben. Aber ich glaube - und Julian auch, wie ich vermute - nicht daran, dass sich das hier wieder einrenkt. Mein Gefühl sagt mir das. Und vielleicht stimmt es ja, dass man keine beste Freundin oder einen besten Freund braucht. Nach so vielen Jahren glaube ich, diese Erkenntnis auch gewonnen zu haben.
"Was ist denn los mit euch?", fragt sie mich und schaut mich besorgt an. "Doch nicht immer noch die gleiche Sache?", will Verena wissen. Ich werfe einen schnellen Blick zur Seite und sehe dann wieder die beiden an. "Doch. Immer noch wegen seiner neuen Freundin", erwidere ich dann knapp.
Zehn Minuten später verschwinden Paul, Julian und Danny schließlich, um sich etwas zu essen zu kaufen. Kaum, als sie weg sind, platze ich heraus: "Er ist ein solcher Idiot."
"Was ist denn passiert?"
"Naja, es ist wegen seiner neuen Freundin. Er hat mir vorgeworfen, ich wäre eine schlechte beste Freundin, weil ich keine Anstalten mache, sie kennenzulernen."
Verena zieht skeptisch eine Augenbraue hoch, während Maike mich aufmerksam ansieht.
"Dabei ist das Schwachsinn! Als das Date war, habe ich ihn total ausgefragt. Mit wem er da war, was sie gemacht haben, wie es lief...ihr wisst schon, wie man das halt so tut", erzähle ich und mit jedem Wort, das aus mir rausfließt, kommt meine Wut von letzter Nacht zurück. "Aber er hat mich angeschnauzt, dass ich total unaufmerksam bin, weil es ja so offensichtlich ist!" Nur mit Mühe halte ich mich davon ab, in der Gegend herumzuschreien und balle meine Hände zu Fäusten. Ich habe mich noch nie so ungerecht behandelt gefühlt.
"Und wisst ihr noch, wie ich vor ein paar Tagen da zu denen gegangen bin? Ich hab ja gefragt, wer das alles so ist. Er hat sie vorgestellt. Aber die haben mir nicht mal "Hallo" gesagt."
"Ja, ich erinnere mich, das ist echt so", meint Verena und schaut mich schon stirnrunzelnd an.
"Und dann am Montag! Das habt ihr ja mitbekommen. Ich bin da wieder hingegangen. Aber die haben mich einfach nur angestarrt, als wäre ich ein Alien oder so! Man, warum muss denn alles von mir ausgehen?!" Ich werfe meine Arme nach oben und starre einen Moment lang fuchsteufelswild die Decke an. "Sie hätte auch hallo sagen können! Oder er hätte uns einander vorstellen können, wenn wir da schon stehen! Aber neeein, natürlich muss es von mir ausgehen und wenn nicht, dann bin ich die behinderte!"
Maike und Verena schütteln nur den Kopf und stimmen mir zu, auch sie finden, dass ich völlig im Recht bin und es tut so gut, dass sie der gleichen Meinung sind. Denn dieses eine Mal bin ich das wirklich. Es mag sein, dass ich bei seiner Ex nie im Recht war und mich unfairerweise quergestellt habe, das habe ich immer gewusst, aber genau deswegen wollte ich es doch jetzt besser machen. Es tut nur weh zu wissen, dass er das nicht so sieht. Ich bin ja ein dreistes Mädchen, das immer alle Leute, die nicht in meinem Freundeskreis sind, herablassend behandelt statt nett und freundlich zu sein. Letzte Nacht haben wir uns so heftig deswegen gestritten und natürlich hat er nicht nachgegeben, aber dieses Mal war auch ich nicht dazu bereit. Paul sagt, wegen einem Streit muss man nicht gleich die ganze Freundschaft aufgeben. Aber ich glaube - und Julian auch, wie ich vermute - nicht daran, dass sich das hier wieder einrenkt. Mein Gefühl sagt mir das. Und vielleicht stimmt es ja, dass man keine beste Freundin oder einen besten Freund braucht. Nach so vielen Jahren glaube ich, diese Erkenntnis auch gewonnen zu haben.
Sonntag, 19. Oktober 2014
#47
"Mich hat mal so ein komischer Mensch angeschrieben, der hatte so ein richtig eigenartiges Profilbild und hat so seltsame Sachen geschrieben", erzählt Laura und wir schauen sie besorgt an. "Ich hab ihn dann aber einfach geblockt." "Na dann ist ja gut", grinse ich. "Mich hat noch nie jemand Komisches angeschrieben. Der komischste Mensch, der mich angeschrieben hat, war Nico." Lachen erfüllt unsere kleine Gruppe und Nico, der bis gerade eben etwas hinten gegangen ist und jemandem geschrieben hat, meint empört: "Hey! Ich bin noch da!" Ich drehe mich zu ihm um und zwinkere ihm grinsend zu.
Wir stehen bei Nico im Flur und die anderen ziehen sich gerade an. Ich stehe an der Wand und betrachte die Kinderfotos von ihm. "Du warst ja ein so süßes Kind", ziehe ich ihn auf und er verdreht die Augen. "Warte nur, wenn ich das nächste Mal bei dir bin, ärger ich dich auch mit deinen Kinderfotos!" "Wer sagt, dass ich dich in mein Haus lasse?", erwidere ich nur frech. "Raus", antwortet Nico nur und zeigt auf die Tür. Wir lachen. Lächelnd lasse ich meinen Blick über ihn, Daan, Yana und Laura gleiten. Mein Gott, ich kenne diese Menschen schon vier Jahre lang und es ist so schön, sie endlich mal getroffen zu haben. Und Nico mal wieder getroffen zu haben. Ist es zu fassen, dass wir uns vier Jahre kennen, seit zwei Jahren in der gleichen Stadt leben und uns trotzdem so selten sehen? Erst gestern meinte ich zu ihm, dass wir das ändern müssten. Es war schon unglaublich, aber ich schätze, man gewöhnt sich bei Internetfreunden einfach daran, eine Freundschaft durch das Internet aufrechtzuerhalten. Trotz meines Umzugs, der nun schon über zwei Jahre zurücklag, hatte ich mich nie so wirklich an die Tatsache gewöhnt, dass wir so nah beieinander wohnen.
Wir verabschieden uns voneinander, als letztes stehe ich noch in der Tür, die anderen müssen ihre Bahn erwischen. "Tschüss", meine ich dann, lächle ihn glücklich an und umarme ihn fest. Er scheint etwas überrascht zu sein, drückt mich aber ebenfalls. "Tschüss." Während wir kurz so verharren, blitzt der Tag nochmal vor mir auf und mein Lächeln wird breiter. Wie sehr ich diese Menschen doch liebe. "Und wir müssen uns wirklich öfter treffen, okay?", sage ich noch zum Abschied und schaue ihm ernst ins Gesicht. "Jaja", antwortet er nur, lächelt aber. "Bis bald!", rufe ich fröhlich und drehe mich dann auch um, um zu gehen.
Wir stehen bei Nico im Flur und die anderen ziehen sich gerade an. Ich stehe an der Wand und betrachte die Kinderfotos von ihm. "Du warst ja ein so süßes Kind", ziehe ich ihn auf und er verdreht die Augen. "Warte nur, wenn ich das nächste Mal bei dir bin, ärger ich dich auch mit deinen Kinderfotos!" "Wer sagt, dass ich dich in mein Haus lasse?", erwidere ich nur frech. "Raus", antwortet Nico nur und zeigt auf die Tür. Wir lachen. Lächelnd lasse ich meinen Blick über ihn, Daan, Yana und Laura gleiten. Mein Gott, ich kenne diese Menschen schon vier Jahre lang und es ist so schön, sie endlich mal getroffen zu haben. Und Nico mal wieder getroffen zu haben. Ist es zu fassen, dass wir uns vier Jahre kennen, seit zwei Jahren in der gleichen Stadt leben und uns trotzdem so selten sehen? Erst gestern meinte ich zu ihm, dass wir das ändern müssten. Es war schon unglaublich, aber ich schätze, man gewöhnt sich bei Internetfreunden einfach daran, eine Freundschaft durch das Internet aufrechtzuerhalten. Trotz meines Umzugs, der nun schon über zwei Jahre zurücklag, hatte ich mich nie so wirklich an die Tatsache gewöhnt, dass wir so nah beieinander wohnen.
Wir verabschieden uns voneinander, als letztes stehe ich noch in der Tür, die anderen müssen ihre Bahn erwischen. "Tschüss", meine ich dann, lächle ihn glücklich an und umarme ihn fest. Er scheint etwas überrascht zu sein, drückt mich aber ebenfalls. "Tschüss." Während wir kurz so verharren, blitzt der Tag nochmal vor mir auf und mein Lächeln wird breiter. Wie sehr ich diese Menschen doch liebe. "Und wir müssen uns wirklich öfter treffen, okay?", sage ich noch zum Abschied und schaue ihm ernst ins Gesicht. "Jaja", antwortet er nur, lächelt aber. "Bis bald!", rufe ich fröhlich und drehe mich dann auch um, um zu gehen.
Dienstag, 23. September 2014
- 3 -
Ich bin gut im Schreiben, aber kann mich schlecht ausdrücken. Es fällt
mir leicht, meine Gefühle in Worte zu fassen, aber es ist schwer, sie zu
offenbaren. In den letzten Monaten hab ich gelernt, dir "Ich liebe
dich" zu sagen und zum ersten Mal wirklich zu fühlen, was das eigentlich
bedeutet. Ich dachte immer, ich hätte eine gute Vorstellung davon, aber
du hast mir beigebracht, was Liebe eigentlich ist. Und eigentlich ist
das die einzige Art, dir zu sagen, wie es mir geht, wenn ich in deiner
Nähe bin. Ich bringe es nicht übers Herz, mein Herz auf meine Zunge zu
legen und dir zu sagen, dass es jedes Mal schneller klopft, wenn ich
dich seh. Oder dass es ganz warm wird, wenn du dann vor mir stehst und
ich deine Lippen auf meinen spüre und deine Arme sich um meinen Körper
legen. Dass ich mich in ihnen endlich zuhause fühle und du eine Konstante in meinem Leben bist. Ich hab jahrelang nach einem
Zuhause gesucht, weil es seit Jahren nicht mehr die vier Wände sind, in
denen ich meine meiste Zeit verbringe, denn es sind so fremdartig
vertraute Wände. Und es ist so unfassbar, dass ich es endlich gefunden
habe: bei dir. Ein Leben ohne dich erscheint mir schon gar nicht mehr
möglich, ich wüsste nicht, was ich ohne dich tun sollte. Wie könnte ich
mit dieser riesigen Lücke leben, die du hinterlassen würdest? Und wie
habe ich es eigentlich geschafft, mit dieser Lücke auszukommen, bevor ich
dich traf? Du hast ein Loch in meinem Leben ausgefüllt, von dem ich immer dachte, ich kann damit leben und dem ich keine Bedeutung zugeschrieben habe. Aber wieder einmal hast du mich eines Besseren belehrt.
Und vielleicht, vielleicht sage ich dir das alles irgendwann. In einem schwachen oder impulsiven Moment. Irgendwann erfährst du es vielleicht. Du hast mal gesagt, du wüsstest gerne, was immer in meinem Kopf vorgeht und vielleicht wirst du es ja eines Tages wissen.
Und vielleicht, vielleicht sage ich dir das alles irgendwann. In einem schwachen oder impulsiven Moment. Irgendwann erfährst du es vielleicht. Du hast mal gesagt, du wüsstest gerne, was immer in meinem Kopf vorgeht und vielleicht wirst du es ja eines Tages wissen.
Samstag, 6. September 2014
#46
Wir sitzen im Sportunterricht und unsere Lehrerin kontrolliert die Anwesenheit. "Franka?" - "Da", antwortete die Aufgerufene. "Verena?" - "Da." - "Valerie?" - "Hier", melde ich mich.
"Nein, du bist da", kommentiert Julian neben mir und grinst mich an. "Nö, ich bin hier", grinse ich zurück. "Nein, du meintest du bist da."
"Hier!"
"Da!"
"Julian?" - "Hier."
"Du meinst, du bist da", korrigiere ich kichernd und er verdreht die Augen. "Nein, ich bin hier."
"Nein, ich bin hier, du bist da!"
"Wir beide sind hier?", schlägt er lachend vor und ich stimme grinsend zu.
"Nein, du bist da", kommentiert Julian neben mir und grinst mich an. "Nö, ich bin hier", grinse ich zurück. "Nein, du meintest du bist da."
"Hier!"
"Da!"
"Julian?" - "Hier."
"Du meinst, du bist da", korrigiere ich kichernd und er verdreht die Augen. "Nein, ich bin hier."
"Nein, ich bin hier, du bist da!"
"Wir beide sind hier?", schlägt er lachend vor und ich stimme grinsend zu.
Montag, 1. September 2014
#45
Ich sitze am Computer und sehe, dass Esther schon wieder in Skype online ist. Seltsamerweise ist sie das in den letzten Tagen täglich. Fast wie früher. Bisher habe ich immer dem Drang widerstanden, ihren Chat zu öffnen, aber durch meine vorherige Nostalgiestimmung werfe ich meine Bedenken über Bord und bin schnell am Gespräch angelangt, das wir geführt hatten, nachdem sie mir die Freundschaft gekündigt hatte. Eine gefühlte Ewigkeit verbringe ich meine Zeit ausschließlich damit, von dem Punkt an unsere danach geführten Unterhaltungen zu lesen und mit jedem Satz fühle ich mich schlechter. Erinnerungen überfluten mich. Es war so einfach mit ihr gewesen. Sie war nicht umsonst meine beste Freundin gewesen, wir hatten uns so gut verstanden, waren einander ähnlich gewesen, waren füreinander da gewesen. Wir waren durch dick und dünn gegangen. Wie hatte es je so kompliziert werden können, dass nichts mehr von unserer Freundschaft übrig geblieben war?
Mittendrin breche ich ab und schließe meine Augen und versuche mich zu beruhigen und meine Tränen zurückzuhalten. Plötzlich habe ich das dringende Bedürfnis, Pauls Stimme zu hören und mit ihm darüber zu reden. Kaum habe ich das gedacht, finde ich mich schon mit dem Telefon in Hand wieder und wähle seine Nummer. Es klingelt zweimal, dann nimmt Pauls Stimme ab. Kaum habe ich ihn begrüßt, ist auf einmal Julian dran und auch Max' Stimme kann ich vernehmen. Während die drei etwas rumblödeln, weicht mein Entschluss zu reden. Als Paul schließlich alleine ist, merkt er sofort, wie wortkarg ich bin. "Warst du trainieren?"
"Nein."
"Was hat dich dann so kaputt gemacht?"
"Ich...", und dann sprudelt es aus mir heraus. Dass ich Esthers und meine alten Gespräche gelesen habe, dass gestern der 31. August war, dass ich so nostalgisch wie schon lang nicht mehr bin. Paul versucht mich aufzumuntern, gibt mir Lösungsvorschläge, damit es mir besser geht. Er meint, ich müsse einfach mal wieder zurück in meine alte Stadt. Mich vorher mit meinen alten Freunden absprechen, damit wir uns alle sehen.
"Nein", erwidere ich kalt, "ich will Esther nicht sehen."
"Aber warum denn?"
"Weil sie eine blöde Kuh ist."
"Sagst du nicht immer, dass man Leuten verzeihen soll? Zum Beispiel Julian mit Nico?"
"Nein. Ich sagte, ich würde ihm ja sagen, dass er ihm verzeihen soll, aber ich wäre nicht besser."
"Oh. Stimmt. Das hast du gesagt...", erwidert Paul. "Was war denn das eigentlich mit Esther?"
Also erzähle ich ihm die Geschichte, aber es fällt mir schwer. Ich habe noch nie jemandem diese Geschichte am Stück erzählt. Und nur meine Cousine hat sie in Fragmenten miterlebt. Und mittendrin kann ich nicht anders als anfangen zu weinen. "Oh Gott, Valle", meint Paul leise und klingt entsetzt, wohl mehr über meinen Zustand als über die Ereignisse. Ich bin vor lauter Trauer und Tränen nicht im Stande ihm zu antworten und bringe nur ein weiteres Schluchzen hervor. "Valle...wann kommt die nächste Bahn zu dir?", sagt er in einem leidenden Ton. Als ich mich etwas beruhige, flüstere ich ein leises "Tut mir leid", aber er antwortet nur: "Mir tut es leid, dass ich nicht bei dir sein und dich in den Arm nehmen kann."
Mittendrin breche ich ab und schließe meine Augen und versuche mich zu beruhigen und meine Tränen zurückzuhalten. Plötzlich habe ich das dringende Bedürfnis, Pauls Stimme zu hören und mit ihm darüber zu reden. Kaum habe ich das gedacht, finde ich mich schon mit dem Telefon in Hand wieder und wähle seine Nummer. Es klingelt zweimal, dann nimmt Pauls Stimme ab. Kaum habe ich ihn begrüßt, ist auf einmal Julian dran und auch Max' Stimme kann ich vernehmen. Während die drei etwas rumblödeln, weicht mein Entschluss zu reden. Als Paul schließlich alleine ist, merkt er sofort, wie wortkarg ich bin. "Warst du trainieren?"
"Nein."
"Was hat dich dann so kaputt gemacht?"
"Ich...", und dann sprudelt es aus mir heraus. Dass ich Esthers und meine alten Gespräche gelesen habe, dass gestern der 31. August war, dass ich so nostalgisch wie schon lang nicht mehr bin. Paul versucht mich aufzumuntern, gibt mir Lösungsvorschläge, damit es mir besser geht. Er meint, ich müsse einfach mal wieder zurück in meine alte Stadt. Mich vorher mit meinen alten Freunden absprechen, damit wir uns alle sehen.
"Nein", erwidere ich kalt, "ich will Esther nicht sehen."
"Aber warum denn?"
"Weil sie eine blöde Kuh ist."
"Sagst du nicht immer, dass man Leuten verzeihen soll? Zum Beispiel Julian mit Nico?"
"Nein. Ich sagte, ich würde ihm ja sagen, dass er ihm verzeihen soll, aber ich wäre nicht besser."
"Oh. Stimmt. Das hast du gesagt...", erwidert Paul. "Was war denn das eigentlich mit Esther?"
Also erzähle ich ihm die Geschichte, aber es fällt mir schwer. Ich habe noch nie jemandem diese Geschichte am Stück erzählt. Und nur meine Cousine hat sie in Fragmenten miterlebt. Und mittendrin kann ich nicht anders als anfangen zu weinen. "Oh Gott, Valle", meint Paul leise und klingt entsetzt, wohl mehr über meinen Zustand als über die Ereignisse. Ich bin vor lauter Trauer und Tränen nicht im Stande ihm zu antworten und bringe nur ein weiteres Schluchzen hervor. "Valle...wann kommt die nächste Bahn zu dir?", sagt er in einem leidenden Ton. Als ich mich etwas beruhige, flüstere ich ein leises "Tut mir leid", aber er antwortet nur: "Mir tut es leid, dass ich nicht bei dir sein und dich in den Arm nehmen kann."
Dienstag, 22. Juli 2014
#44
Seufzend lasse ich mich auf Pauls Bett fallen. Nach zwei Wochen ist er endlich zurückgekommen und wir haben uns auch sofort getroffen. Zwei Wochen klingen eigentlich so wenig, aber sie kamen mir trotzdem viel zu lang vor. Gerade haben wir gegessen.
Paul legt sich neben mich und grinst. "Nach dem Essen sollst du ruhen oder tausend Schritte tun", meint er dann und beugt sich näher zu mir, "und ich glaube, ich weiß, was du tun wirst." Er lacht. Wie mir sein Lachen gefehlt hat.
"Woher hast du denn das?", frage ich und lächle ihn an.
"Aus einer Lebensweisheit App auf meinem iPod", erwidert er fröhlich. Ungläubig schaue ich ihn an und lache dann. "Ernsthaft?" "Ja! Da stehen ganz viele Weisheiten drin, zum Beispiel auch 'Der Teufel ist ein Eichhörnchen'."
Ich stutze und lege verwirrt meinen Kopf schief, wiederhole die Aussage fragend. Er nickt. "Ja, der Teufel ist ein Eichhörnchen." "Aber die sind doch so süß", protestiere ich. "Deswegen ja. Der Teufel versteckt sich hinter allem niedlichen", erläutert Paul und dann grinst er mich breit an, "du bist der beste Beweis dafür." Ich erwidere sein Grinsen und kuschle mich an ihn, während wir beide lachen.
Paul legt sich neben mich und grinst. "Nach dem Essen sollst du ruhen oder tausend Schritte tun", meint er dann und beugt sich näher zu mir, "und ich glaube, ich weiß, was du tun wirst." Er lacht. Wie mir sein Lachen gefehlt hat.
"Woher hast du denn das?", frage ich und lächle ihn an.
"Aus einer Lebensweisheit App auf meinem iPod", erwidert er fröhlich. Ungläubig schaue ich ihn an und lache dann. "Ernsthaft?" "Ja! Da stehen ganz viele Weisheiten drin, zum Beispiel auch 'Der Teufel ist ein Eichhörnchen'."
Ich stutze und lege verwirrt meinen Kopf schief, wiederhole die Aussage fragend. Er nickt. "Ja, der Teufel ist ein Eichhörnchen." "Aber die sind doch so süß", protestiere ich. "Deswegen ja. Der Teufel versteckt sich hinter allem niedlichen", erläutert Paul und dann grinst er mich breit an, "du bist der beste Beweis dafür." Ich erwidere sein Grinsen und kuschle mich an ihn, während wir beide lachen.
Samstag, 5. Juli 2014
#43
Ich wühle in meiner Schreibtischschublade. Gerade habe ich meiner Cousine noch geschrieben, wie ich vor ein paar Jahren während dem Urlaub immer Probleme mit Postkarten hatte, weil ich nicht mehr als 10 kaufen durfte. Wem sollte ich damals nur eine schicken? Das war immer schrecklich schwer gewesen, weil ich keinen vernachlässigen wollte. Und jetzt hat sich die Zahl auf 3 beschränkt: Paul, Isabel und natürlich sie. Dann fiel mir jedoch auf einmal ein, dass ich doch letztens eine Karte von Katharina bekommen hatte. Sie war in der 5. und 6. meine beste Freundin gewesen, bis sie auf die Realschule gewechselt war und wir uns dadurch ein bisschen aus den Augen verloren hatten. Zwar war die Freundschaft immer geblieben, jedoch war es einfach nicht mal annähernd mehr das Gleiche gewesen. Um mich zu versichern, suche ich also in meiner Schreibtischschublade, weil ich seit dem Umzug jede Karte dort verstaut habe. Ich erwische zwei Karten, aber sie sind nur von Julian und meiner Cousine.
Nachdenklich schaue ich die Karten an, lege sie dann jedoch wieder zurück und hebe ein paar Weihnachtskarten hoch, um zu sehen, ob darunter noch etwas ist. Irritiert entdecke ich einen Briefumschlag mit meinem Namen sowie meiner Adresse. Ich erkenne die Schrift sofort, es ist Desirees. Sie ist in meiner alten Klasse gewesen und in der 8. haben wir uns besonders gut angefreundet, obwohl wir vorher immer ganz gut befreundet waren. Angestrengt überlege ich, was das für ein Brief ist. Aber ich kann mich partout nicht daran erinnern, warum und wann sie mir einen Brief geschrieben haben sollte. Also nehme ich den Briefumschlag heraus und drehe ihn um. Da ist auch die Bestätigung, sie hat ihren Namen sowie ihre Adresse auf die Rückseite geschrieben. Ich öffne den Umschlag und stelle dabei fest, dass es nicht das erste Mal ist. Der Brief wurde also bereits von mir gelesen, aber noch immer ist keine Erinnerung da.
Es ist ein Foto von dem Eifelturm drin, sowie ein gelbes DIN A4 Blatt. Neugierig öffne ich das Blatt. Und mit jedem weiteren Wort fühle ich, wie mein Herz schwerer wird. Sie hatte damals vor zwei Jahren vergessen mir eine Postkarte zu kaufen und mir deswegen diesen kurzen Brief geschrieben. Mit ihrer großen Schrift und den kleinen Zeichnungen hat sie trotzdem das ganze Blatt ausgefüllt. Es war kurz vor Schuljahresbeginn, 9. Klasse. Ihr Brief endet damit, dass sie mir natürlich Bericht erstatten wird und mit lieben Grüßen aus meiner alten Stadt.
Als ich fertig mit Lesen bin, starre ich einige Minuten lang das Stück Papier an. Erinnerungen durchfluten mein Gehirn und mein Herz scheint immer mehr zu wiegen. So viel, dass es fast wehtut, es zu tragen.
Nachdenklich schaue ich die Karten an, lege sie dann jedoch wieder zurück und hebe ein paar Weihnachtskarten hoch, um zu sehen, ob darunter noch etwas ist. Irritiert entdecke ich einen Briefumschlag mit meinem Namen sowie meiner Adresse. Ich erkenne die Schrift sofort, es ist Desirees. Sie ist in meiner alten Klasse gewesen und in der 8. haben wir uns besonders gut angefreundet, obwohl wir vorher immer ganz gut befreundet waren. Angestrengt überlege ich, was das für ein Brief ist. Aber ich kann mich partout nicht daran erinnern, warum und wann sie mir einen Brief geschrieben haben sollte. Also nehme ich den Briefumschlag heraus und drehe ihn um. Da ist auch die Bestätigung, sie hat ihren Namen sowie ihre Adresse auf die Rückseite geschrieben. Ich öffne den Umschlag und stelle dabei fest, dass es nicht das erste Mal ist. Der Brief wurde also bereits von mir gelesen, aber noch immer ist keine Erinnerung da.
Es ist ein Foto von dem Eifelturm drin, sowie ein gelbes DIN A4 Blatt. Neugierig öffne ich das Blatt. Und mit jedem weiteren Wort fühle ich, wie mein Herz schwerer wird. Sie hatte damals vor zwei Jahren vergessen mir eine Postkarte zu kaufen und mir deswegen diesen kurzen Brief geschrieben. Mit ihrer großen Schrift und den kleinen Zeichnungen hat sie trotzdem das ganze Blatt ausgefüllt. Es war kurz vor Schuljahresbeginn, 9. Klasse. Ihr Brief endet damit, dass sie mir natürlich Bericht erstatten wird und mit lieben Grüßen aus meiner alten Stadt.
Als ich fertig mit Lesen bin, starre ich einige Minuten lang das Stück Papier an. Erinnerungen durchfluten mein Gehirn und mein Herz scheint immer mehr zu wiegen. So viel, dass es fast wehtut, es zu tragen.
Mittwoch, 25. Juni 2014
#42
Joel, Paul und ich sind auf dem Weg vom REWE zur Schule. Ich laufe vor den beiden, während sie sich unterhalten. Plötzlich taucht Paul neben mir auf. "Valle! Wie geht's dir?"
Ich lächle. "Gut und dir?"
"Mir auch."
"Super Unterhaltung", spottet Joel, "das hat's ja voll gebracht."
"Manchmal will ich halt einfach nur ihre Stimme hören", erwidert Paul nur.
Ich lächle. "Gut und dir?"
"Mir auch."
"Super Unterhaltung", spottet Joel, "das hat's ja voll gebracht."
"Manchmal will ich halt einfach nur ihre Stimme hören", erwidert Paul nur.
Dienstag, 10. Juni 2014
- 2 -
Sie fand sich selbst irgendwie lächerlich. Es war ja so naiv von ihr, dass sie nach so kurzer Zeit schon dachte, dass er der Richtige war. Der, den sie für immer lieben würde. Der, dem sie mal das "Ja"-Wort geben wollte. Der, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen wollte.
Dabei wusste sie nicht mal, was "Liebe" eigentlich war. War das hier schon Liebe? Brauchte Liebe nicht Zeit? Natürlich, das hier waren starke Gefühle. Das hier war nahe dran an Liebe, aber war es schon wirkliche Liebe? Woran merkt man, dass man jemanden liebt? Manchmal dachte sie, sie würde ihn lieben. Aber dann fragte sie sich, ob das nicht schon übereilt, überstürzt war. Ob es nicht genau wie das Gefühl war, dass sie denken ließ, dass er "der Eine" war. Mr Right. Ihre große Liebe. Ihre wahre Liebe. So fühlte sich die erste Liebe doch an, nicht? Und das machte ihr Angst.
Was, wenn sie sich täuschte? Wenn sie nun mal einfach naiv war und es nicht für immer halten würde? Sie wollte so gern glauben, dass er sie nie wieder verlassen würde, sie ihn nie allein lassen würde. Dass sie bis an ihr Lebensende zusammen blieben. Weil sie sich ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen konnte. Und es war so naiv. Sie hatte immer lächelnd über andere den Kopf geschüttelt, wenn sie so etwas sagten. So etwas konnte man doch nicht nach kurzer Zeit wissen. Aber jetzt war sie selbst so. Und sie konnte nichts dagegen tun. Ihr Kopf ließ sie schon fast gänzlich im Stich, nur ganz leise in einer dunklen Ecke flüsterte er ihr manchmal zu, dass sie blauäugig war, aber ihr Herz erwiderte nur, dass er nicht so blind sein solle, die Augen wären offensichtlich braun. Und es klang so vernünftig. So selbstverständlich. Ihr Herz argumentierte doch völlig richtig. Ihre Augen waren braun. Aber gehörte nicht ihm ihr Herz? Vielleicht sprach ihr Herz ja immer zu ihr, wenn er es tat. Und wenn sie seine Stimme hörte, glaubte sie zu wissen, dass das der Klang war, den sie auch noch in fünfzig Jahren hören wollte. Es sollte der letzte Ton sein, den sie vorm Einschlafen vernahm und der erste, der sie morgens aufweckte. Und weil er ihr Herz besaß, sprach es also zu ihr und sagte ihr das, also musste es doch wahr sein, oder? Es war doch alles völlig schlüssig, ihr Gedankengang erschien so logisch. Und ihr Gefühl sagte ihr auch, dass alles richtig war so. Daraus folgte ganz selbstverständlich, dass das alles stimmte, oder?
Dabei wusste sie nicht mal, was "Liebe" eigentlich war. War das hier schon Liebe? Brauchte Liebe nicht Zeit? Natürlich, das hier waren starke Gefühle. Das hier war nahe dran an Liebe, aber war es schon wirkliche Liebe? Woran merkt man, dass man jemanden liebt? Manchmal dachte sie, sie würde ihn lieben. Aber dann fragte sie sich, ob das nicht schon übereilt, überstürzt war. Ob es nicht genau wie das Gefühl war, dass sie denken ließ, dass er "der Eine" war. Mr Right. Ihre große Liebe. Ihre wahre Liebe. So fühlte sich die erste Liebe doch an, nicht? Und das machte ihr Angst.
Was, wenn sie sich täuschte? Wenn sie nun mal einfach naiv war und es nicht für immer halten würde? Sie wollte so gern glauben, dass er sie nie wieder verlassen würde, sie ihn nie allein lassen würde. Dass sie bis an ihr Lebensende zusammen blieben. Weil sie sich ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen konnte. Und es war so naiv. Sie hatte immer lächelnd über andere den Kopf geschüttelt, wenn sie so etwas sagten. So etwas konnte man doch nicht nach kurzer Zeit wissen. Aber jetzt war sie selbst so. Und sie konnte nichts dagegen tun. Ihr Kopf ließ sie schon fast gänzlich im Stich, nur ganz leise in einer dunklen Ecke flüsterte er ihr manchmal zu, dass sie blauäugig war, aber ihr Herz erwiderte nur, dass er nicht so blind sein solle, die Augen wären offensichtlich braun. Und es klang so vernünftig. So selbstverständlich. Ihr Herz argumentierte doch völlig richtig. Ihre Augen waren braun. Aber gehörte nicht ihm ihr Herz? Vielleicht sprach ihr Herz ja immer zu ihr, wenn er es tat. Und wenn sie seine Stimme hörte, glaubte sie zu wissen, dass das der Klang war, den sie auch noch in fünfzig Jahren hören wollte. Es sollte der letzte Ton sein, den sie vorm Einschlafen vernahm und der erste, der sie morgens aufweckte. Und weil er ihr Herz besaß, sprach es also zu ihr und sagte ihr das, also musste es doch wahr sein, oder? Es war doch alles völlig schlüssig, ihr Gedankengang erschien so logisch. Und ihr Gefühl sagte ihr auch, dass alles richtig war so. Daraus folgte ganz selbstverständlich, dass das alles stimmte, oder?
Montag, 9. Juni 2014
#41
"Ich will dich nie wieder loslassen", murmelt Paul und zieht mich noch enger an sich, während er seine Wange an meine drückt. Ich erwidere die Umarmung und flüstere: "Dann tu's nicht." "Das ist eine herausragende Idee", antwortet er und ich spüre, wie er lächelt. Auch meine Mundwinkel ziehen sich nach oben und mir entweicht ein glückliches Seufzen.
Wir liegen auf dem Bett, ganz nah beieinander und schauen uns an. Seine grünen Augen funkeln mich an und es ist so leicht, in ihnen zu versinken. "Küsst du mich, Valle?", fragt er mich ganz leise und zuerst bin ich irritiert, aber ich beantworte seine Frage, in dem ich mich nur zu gern vorbeuge. Unsere Gesichter nähern sich und ich schließe meine Augen, als sich unsere Lippen treffen. Wie oft habe ich hier von geträumt? Wie oft habe ich es mir gewünscht? Und jetzt passiert es gerade tatsächlich. Der Kuss dauert nicht lange, er ist ganz unschuldig, aber er ist schön und einfach perfekt, weil es mit dem Richtigen ist. Denn so naiv das jetzt wohl klingen mag, ich glaube das wirklich. Ich glaube, dass er der Richtige ist. Der, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen will. Wie könnte ich je für jemand anderes das empfinden, was ich für diesen Jungen fühle?
Wir liegen auf dem Bett, ganz nah beieinander und schauen uns an. Seine grünen Augen funkeln mich an und es ist so leicht, in ihnen zu versinken. "Küsst du mich, Valle?", fragt er mich ganz leise und zuerst bin ich irritiert, aber ich beantworte seine Frage, in dem ich mich nur zu gern vorbeuge. Unsere Gesichter nähern sich und ich schließe meine Augen, als sich unsere Lippen treffen. Wie oft habe ich hier von geträumt? Wie oft habe ich es mir gewünscht? Und jetzt passiert es gerade tatsächlich. Der Kuss dauert nicht lange, er ist ganz unschuldig, aber er ist schön und einfach perfekt, weil es mit dem Richtigen ist. Denn so naiv das jetzt wohl klingen mag, ich glaube das wirklich. Ich glaube, dass er der Richtige ist. Der, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen will. Wie könnte ich je für jemand anderes das empfinden, was ich für diesen Jungen fühle?
Donnerstag, 5. Juni 2014
#40
"Ich hab Mathe gestern nicht hinbekommen, ich bin zu blöd für Mathe", frustriert lasse ich mich einfach auf den Boden fallen. "Warum hab ich überhaupt Mathe-LK gewählt? Ich kann kein Mathe." Gestern saß ich unglaublich lange an den Mathehausaufgaben, die wir über zwei Wochen aufbekommen hatten und ich habe einen Teil der Aufgaben einfach partout nicht hinbekommen, obwohl Mathe mein bestes Fach ist und ich normalerweise gut darin bin. Und es gibt kein Fach, das mich so sehr frustriert, wenn ich es nicht kann, wie Mathe. "Ich versteh auch nicht, wieso du Mathe-LK gewählt hast", meint Julian, "und jetzt hör auf so zu heulen, davon wird's nicht besser. Und steh auf." Ich schüttle nur den Kopf und jammere weiter vor mich hin und lasse meinen Kopf auf meine angezogenen Knie fallen.
"Hey, Paul", begrüßt Julian ihn. Dieser grüßt ihn zurück, beugt sich jedoch sofort besorgt zu mir. Ich hebe den Kopf halb und begrüßte ihn mild lächelnd. "Hallu." "Was ist los, Valle?"
"Ich bin zu blöd für Mathe", fange ich wieder an in einem weinerlichen Ton zu erzählen und lasse meinen Kopf wieder auf die Knie fallen. "Ach was, wenn einer Mathe kann, dann du!", meint er und zieht mich auf die Beine, um mich an sich zu drücken. Er legt seine Arme um mich und wiegt mich ein bisschen hin und her. "Nein, ich saß gestern ewig an den Mathehausaufgaben und ich hab nicht alles hinbekommen oder überhaupt verstanden, egal was ich versucht hab!"
"Was kannst du denn dafür, wenn dir dein Mathelehrer unlösbare Aufgaben gibt?", fragt er und schaut mich dabei grinsend an. Sein Ziel erreicht er, ich muss unwillkürlich anfangen zu lachen. "Und überhaupt, wie lange hattest du jetzt kein Mathe?" "Zwei Wochen", murmle ich seufzend. "Na siehst du, deine Mathezellen sind einfach abgestorben und müssen jetzt aufgefrischt werden!" Ich lächle ihn an und auch auf seinem Gesicht breitet sich ein zufriedenes Lächeln aus. Eine Antwort bleibe ich ihm schuldig, stattdessen lehne ich mich gegen ihn und genieße die Umarmung. Ich bin so froh, diesen Jungen kennengelernt zu haben. Und irgendwie kann ich noch immer nicht mein Glück fassen, dass er wirklich mein Freund ist und ich seine Freundin.
"Hey, Paul", begrüßt Julian ihn. Dieser grüßt ihn zurück, beugt sich jedoch sofort besorgt zu mir. Ich hebe den Kopf halb und begrüßte ihn mild lächelnd. "Hallu." "Was ist los, Valle?"
"Ich bin zu blöd für Mathe", fange ich wieder an in einem weinerlichen Ton zu erzählen und lasse meinen Kopf wieder auf die Knie fallen. "Ach was, wenn einer Mathe kann, dann du!", meint er und zieht mich auf die Beine, um mich an sich zu drücken. Er legt seine Arme um mich und wiegt mich ein bisschen hin und her. "Nein, ich saß gestern ewig an den Mathehausaufgaben und ich hab nicht alles hinbekommen oder überhaupt verstanden, egal was ich versucht hab!"
"Was kannst du denn dafür, wenn dir dein Mathelehrer unlösbare Aufgaben gibt?", fragt er und schaut mich dabei grinsend an. Sein Ziel erreicht er, ich muss unwillkürlich anfangen zu lachen. "Und überhaupt, wie lange hattest du jetzt kein Mathe?" "Zwei Wochen", murmle ich seufzend. "Na siehst du, deine Mathezellen sind einfach abgestorben und müssen jetzt aufgefrischt werden!" Ich lächle ihn an und auch auf seinem Gesicht breitet sich ein zufriedenes Lächeln aus. Eine Antwort bleibe ich ihm schuldig, stattdessen lehne ich mich gegen ihn und genieße die Umarmung. Ich bin so froh, diesen Jungen kennengelernt zu haben. Und irgendwie kann ich noch immer nicht mein Glück fassen, dass er wirklich mein Freund ist und ich seine Freundin.
Sonntag, 1. Juni 2014
#39
"Ich hab meinen Brüdern dann gesagt, dass wir einen Wettbewerb daraus machen und schauen, wer die meisten Äpfel sammeln kann", erzählt Paul und ich kann mir gut vorstellen, wie sein Gesicht gerade aussehen muss. Seine Augen funkeln schelmisch und er lächelt schadenfroh. Lachend halte ich den Telefonhörer noch näher an mein Ohr. "Bis Mathis gemerkt hat, dass ich nur faul auf der Liege liege und sie mich dann beide verprügeln wollten." Mein Lachen wird dadurch nur noch stärker und ich antworte: "Du bist böse."
"Du auch", und ich bin mir ganz sicher, dass er gerade grinst.
"Ich weiß."
"Wir sind ein tolles Paar", meint er und lacht.
Mir wird warm ums Herz und ich lächle. "Ja, finde ich auch."
"Du auch", und ich bin mir ganz sicher, dass er gerade grinst.
"Ich weiß."
"Wir sind ein tolles Paar", meint er und lacht.
Mir wird warm ums Herz und ich lächle. "Ja, finde ich auch."
Mittwoch, 28. Mai 2014
#38
Mein Handy klingelt. Ich erkenne Pauls Nummer. Mein Herz fängt an zu rasen und ich nehme ab.
"Ja?"
"Valle?"
"Nein", antworte ich und verdrehe grinsend die Augen, "Gott."
"Oh, achso, zeigst du mir den Weg zum Himmel?"
"Nein, du bleibst schön auf der Erde", lache ich.
Wir führen das Gespräch auf Skype weiter.
Und?, schreibt Julian mir.
Wir eh skypen grad, antworte ich.
Oho
? xD
Und?
Ehm wir reden ganz normal
Oki, nicht über euch?
Nein
REDET ÜBER EUCH
Eine Zeit lang protestiere ich noch, weil ich mich einfach verdammt nochmal nicht traue. Schließlich kehrt eine kurze Stille zwischen mir und Paul ein. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und hole tief Luft. "Paul?"
"Ja?"
"Ich...ich...ehm", stottere ich, "ehm...ich komm mir wirklich blöd vor, das zu fragen, aber ich..." Das Lied, das ich im Hintergrund laufen habe, geht zu Ende und irgendwie versagt mir dabei auch die Stimme. Als das nächste anfängt, hat er noch immer nichts gesagt und wartet wahrscheinlich. "Sind wir zusammen?"
"Willst du?", fragt er.
"Ja."
"Gern", antwortet er und wir beide müssen lachen. "Super Antwort", entgegne ich und bin froh, als meine ganze Anspannung dadurch wegfällt.
"Ja?"
"Valle?"
"Nein", antworte ich und verdrehe grinsend die Augen, "Gott."
"Oh, achso, zeigst du mir den Weg zum Himmel?"
"Nein, du bleibst schön auf der Erde", lache ich.
Wir führen das Gespräch auf Skype weiter.
Und?, schreibt Julian mir.
Wir eh skypen grad, antworte ich.
Oho
? xD
Und?
Ehm wir reden ganz normal
Oki, nicht über euch?
Nein
REDET ÜBER EUCH
Eine Zeit lang protestiere ich noch, weil ich mich einfach verdammt nochmal nicht traue. Schließlich kehrt eine kurze Stille zwischen mir und Paul ein. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und hole tief Luft. "Paul?"
"Ja?"
"Ich...ich...ehm", stottere ich, "ehm...ich komm mir wirklich blöd vor, das zu fragen, aber ich..." Das Lied, das ich im Hintergrund laufen habe, geht zu Ende und irgendwie versagt mir dabei auch die Stimme. Als das nächste anfängt, hat er noch immer nichts gesagt und wartet wahrscheinlich. "Sind wir zusammen?"
"Willst du?", fragt er.
"Ja."
"Gern", antwortet er und wir beide müssen lachen. "Super Antwort", entgegne ich und bin froh, als meine ganze Anspannung dadurch wegfällt.
Montag, 26. Mai 2014
#37
"Weißt du was ich dir sagen wollte valle? seit Mittwoch und eigentlich schon länger? du bist die beste. seit ich dich kenne habe ich mich schrittweise Stück für Stück, je mehr ich von dir erfahren durfte in dich verliebt.
Ich würde gerne sagen das es von mir aus Liebe auf den ersten Blick war, das wäre romantisch, aber das war es nicht. Ich musste dich kennenlernen, die wundervollen Facetten deines Wesens, deine Gutmütigkeit, deine Offenheit, deine Pragmatik (im guten Sinne) und so viele weitere Wunder deiner Persönlichkeit mehr kennenlernen um dich als die schätzen zu lernen die du bist und ich bin froh darüber. Ich möchte mich an dieser Stelle dafür entschuldigen mich dir auf diesem Weg mitteilen zu müssen, aber das ist die privateste Möglichkeit die ich sehen konnte und ich befürchte ich bin nicht allzu gut darin meine Gefühle in solchen Belangen zu teilen. Aber es tut weh dich nur "eine" Freundin nennen zu müssen, mit jedem Tag mehr und ich fühle so oft eine lehre im Umgang mit dir, die ich nur zu gerne mit Liebkosung füllen würde. Es schmerzt wenn ich dich unglücklich sehe und wenn andere dich verletzten, oder hart zu dir sind, ist es mein innigster Wunsch dich abzuschirmen. Auch wenn ich meine Empfindungen doch kenne bin ich ungeübt im Umgang mit ihnen, ich weiß nicht wie eine Beziehung zu führen wäre, und meine größte Furcht ist es dich zu verletzten. Als ich von Julian erfahren habe das du scheinbar auch die Angst vor einer festen Beziehung kennst und hast habe ich mich an mein eigenes empfinden erinnert gefühlt, trotzdem würde ich dir die Angst gerne nehmen, es gemeinsam mit dir versuchen, denn ich glaube das der Versuch alles riskierte wert wäre.
Ich weiß nicht in wie weit meine Gefühle bei dir auf Grund treffen, auf Boden um sich zu entfalten und zu sprießen, aber mein Bauch sagt mir es ist den Versuch wert und selbst wenn nicht hättest du das recht es zu wissen.
In sich hinter süffisanter Sprache versteckender Schüchternheit,
Paul"
Ich muss träumen.
Ich würde gerne sagen das es von mir aus Liebe auf den ersten Blick war, das wäre romantisch, aber das war es nicht. Ich musste dich kennenlernen, die wundervollen Facetten deines Wesens, deine Gutmütigkeit, deine Offenheit, deine Pragmatik (im guten Sinne) und so viele weitere Wunder deiner Persönlichkeit mehr kennenlernen um dich als die schätzen zu lernen die du bist und ich bin froh darüber. Ich möchte mich an dieser Stelle dafür entschuldigen mich dir auf diesem Weg mitteilen zu müssen, aber das ist die privateste Möglichkeit die ich sehen konnte und ich befürchte ich bin nicht allzu gut darin meine Gefühle in solchen Belangen zu teilen. Aber es tut weh dich nur "eine" Freundin nennen zu müssen, mit jedem Tag mehr und ich fühle so oft eine lehre im Umgang mit dir, die ich nur zu gerne mit Liebkosung füllen würde. Es schmerzt wenn ich dich unglücklich sehe und wenn andere dich verletzten, oder hart zu dir sind, ist es mein innigster Wunsch dich abzuschirmen. Auch wenn ich meine Empfindungen doch kenne bin ich ungeübt im Umgang mit ihnen, ich weiß nicht wie eine Beziehung zu führen wäre, und meine größte Furcht ist es dich zu verletzten. Als ich von Julian erfahren habe das du scheinbar auch die Angst vor einer festen Beziehung kennst und hast habe ich mich an mein eigenes empfinden erinnert gefühlt, trotzdem würde ich dir die Angst gerne nehmen, es gemeinsam mit dir versuchen, denn ich glaube das der Versuch alles riskierte wert wäre.
Ich weiß nicht in wie weit meine Gefühle bei dir auf Grund treffen, auf Boden um sich zu entfalten und zu sprießen, aber mein Bauch sagt mir es ist den Versuch wert und selbst wenn nicht hättest du das recht es zu wissen.
In sich hinter süffisanter Sprache versteckender Schüchternheit,
Paul"
Ich muss träumen.
Donnerstag, 22. Mai 2014
#36
Seufzend umarme ich Paul und er hält mich lange an sich gedrückt. "Tschüss", meine ich dann und lächle ihn an. Er hat jetzt frei und kann zu seinem Glück nach Hause gehen, während ich gleich Mathe habe. "Bis morgen", antwortet er und geht dann raus. Ich setze mich zurück zu den anderen auf die Treppe und vertiefe mich in meinen Manga. Auf einmal spüre ich einen harten Schlag auf meinen Kopf. "AU", rufe ich und reibe mit der Hand an der schmerzenden Stelle, "das hat wehgetan!" "Dein Kopf hat aber gewonnen", schmunzelt Tim und schaut die Schokolade an, die jetzt in zwei Hälften geteilt ist. "Musste das wirklich sein?", frage ich in einem jammernden Ton. "Ach heul nicht so rum. Hey, wie war's eigentlich gestern?" Überrascht schweige ich für einige Sekunden. Sein Interesse kommt unerwartet. Andererseits hat er Paul und mich heute schon zweimal aufgezogen, als er meinte wir sollten aufhören miteinander zu flirten oder dass er mich endlich küssen sollte. "Der Film war ganz gut", antworte ich nur und lese dann weiter.
Als ich von unserem Matheraum rausgehe, entdecke ich Lilith. "Rate mal wer jetzt frei hat", trällere ich ihr fröhlich entgegen, denn unser Deutschkurs ist der einzige, der heute ausfällt. "Schön für dich", grummelt sie unzufrieden. Wir laufen bis vor das Schulhaus, wo ich mich dann von ihr verabschiede. "Viel Spaß noch", grinst sie und ich umarme sie. "Wünsch ich dir auch", lache ich und gehe zur Haltestelle. Tim und Danny laufen einige Meter vor mir und als Tim mich entdeckt, nutzt er sofort die Chance, mich mal wieder zu ärgern, wie er es schon immer tut, seit...seit wir uns kennen. "Aww, Paul ist ja leider schon weg", er grinst mich frech an. Ich verdrehe nur die Augen. "Aber ernsthaft mal", passend zu seiner Aussage wird auch sein Tonfall ernst, "empfindest du was für Paul?" Ausweichend blicke ich an ihm vorbei. "Wieso fragst du mich das?" "Naja, weil es mich interessiert." Meine Augen wandern zum Boden und ich antworte: "Und warum erwartest du eine Antwort?" "Weil du doch auch sonst...so bist." Ich runzle die Stirn, möchte "Und was heißt das bitte?" antworten, aber dann biegen die beiden ab, da sie offenbar heute lieber zu Fuß nach Hause laufen als den Bus zu nehmen. Erleichtert atme ich auf und krame nach meinen Kopfhörern. Ich frage mich, ob Tim heute mit Paul reden wird, wenn er bei ihm ist.
Als ich von unserem Matheraum rausgehe, entdecke ich Lilith. "Rate mal wer jetzt frei hat", trällere ich ihr fröhlich entgegen, denn unser Deutschkurs ist der einzige, der heute ausfällt. "Schön für dich", grummelt sie unzufrieden. Wir laufen bis vor das Schulhaus, wo ich mich dann von ihr verabschiede. "Viel Spaß noch", grinst sie und ich umarme sie. "Wünsch ich dir auch", lache ich und gehe zur Haltestelle. Tim und Danny laufen einige Meter vor mir und als Tim mich entdeckt, nutzt er sofort die Chance, mich mal wieder zu ärgern, wie er es schon immer tut, seit...seit wir uns kennen. "Aww, Paul ist ja leider schon weg", er grinst mich frech an. Ich verdrehe nur die Augen. "Aber ernsthaft mal", passend zu seiner Aussage wird auch sein Tonfall ernst, "empfindest du was für Paul?" Ausweichend blicke ich an ihm vorbei. "Wieso fragst du mich das?" "Naja, weil es mich interessiert." Meine Augen wandern zum Boden und ich antworte: "Und warum erwartest du eine Antwort?" "Weil du doch auch sonst...so bist." Ich runzle die Stirn, möchte "Und was heißt das bitte?" antworten, aber dann biegen die beiden ab, da sie offenbar heute lieber zu Fuß nach Hause laufen als den Bus zu nehmen. Erleichtert atme ich auf und krame nach meinen Kopfhörern. Ich frage mich, ob Tim heute mit Paul reden wird, wenn er bei ihm ist.
Mittwoch, 21. Mai 2014
#35
Gedankenverloren starre ich aus dem Fenster der Bahn, bis sie plötzlich fährt und ich überrascht zusammenzucke. "Aw, hat dich die Bahn erschreckt?", fragt Paul mich. Ich grinse verlegen. "Ja." "Warum bist du so schreckhaft?", wundert er sich. Ich zucke mit den Schultern. "Das wird noch schrecklich werden mit mir befreundet zu sein, wenn du so schreckhaft bist", grinst er, halb schadenfroh und halb mitleidig. Ich lächle ihn an. "Das Risiko gehe ich für dich ein." Er lächelt zurück.
Wir setzen uns hin und ich lehne mich an seine Schulter. Zum Einen, weil ich doch etwas müde bin von dem Tag, aber vor allem, weil ich seine Nähe genießen will. "Müde?", fragt er und ich murmle "Ein bisschen."
"Oh man, es ist so warm", stöhnt er und ich reagiere sofort und setze mich auf. Er greift nach dem Schal, den er umhat und macht ihn auf. "Du kannst den ja als Kissen benutzen", meint er, legt ihn auf seine Schulter und lächelt mich an. Ich zögere. "Aber dann ist dir ja nur noch wärmer, wenn ich mich an dich lehne." "Das macht mir nichts aus. Das bist du mir jetzt wert", sein Lächeln wird breiter und ich kann nicht anders als es zu erwidern und die Einladung auch sofort anzunehmen.
Als ich erkenne, dass wir gleich bei seiner Haltestelle sind, entweicht mir ein wehmütiges Seufzen. "Ich will nicht, dass du gehst", murmle ich und greife nach seinem Arm. "Ich will auch nicht, dass du gehst", erwidert er genauso traurig wie ich. Wir schauen uns an und dann drückt er mich ganz fest an sich. "Schlaf mir ja nicht ein, ja? Ich will dich nicht vom Fundbüro abholen müssen." Ich lache und erwidere: "Ich geb mein Bestes."
Er steht auf. "War ein schöner Tag", meine ich. "Ja, war es wirklich", erwidert er und wir beide lächeln uns glücklich an.
Wir setzen uns hin und ich lehne mich an seine Schulter. Zum Einen, weil ich doch etwas müde bin von dem Tag, aber vor allem, weil ich seine Nähe genießen will. "Müde?", fragt er und ich murmle "Ein bisschen."
"Oh man, es ist so warm", stöhnt er und ich reagiere sofort und setze mich auf. Er greift nach dem Schal, den er umhat und macht ihn auf. "Du kannst den ja als Kissen benutzen", meint er, legt ihn auf seine Schulter und lächelt mich an. Ich zögere. "Aber dann ist dir ja nur noch wärmer, wenn ich mich an dich lehne." "Das macht mir nichts aus. Das bist du mir jetzt wert", sein Lächeln wird breiter und ich kann nicht anders als es zu erwidern und die Einladung auch sofort anzunehmen.
Als ich erkenne, dass wir gleich bei seiner Haltestelle sind, entweicht mir ein wehmütiges Seufzen. "Ich will nicht, dass du gehst", murmle ich und greife nach seinem Arm. "Ich will auch nicht, dass du gehst", erwidert er genauso traurig wie ich. Wir schauen uns an und dann drückt er mich ganz fest an sich. "Schlaf mir ja nicht ein, ja? Ich will dich nicht vom Fundbüro abholen müssen." Ich lache und erwidere: "Ich geb mein Bestes."
Er steht auf. "War ein schöner Tag", meine ich. "Ja, war es wirklich", erwidert er und wir beide lächeln uns glücklich an.
Samstag, 17. Mai 2014
- 1 -
Sie hatte das Gefühl, dass niemand sie hier wirklich verstand. Es hieß immer nur, sie solle nicht so viel Angst haben.
Stell dich nicht so an.
Du musst nur über deinen Schatten springen.
Aber es war nicht so einfach. Nicht im Geringsten. Natürlich wollte sie das alles auf der einen Seite. Auf der einen Seite konnte sie sich keinen schöneren Ort auf der vorstellen als an seiner Seite, sie sehnte sich jede Sekunde nach ihm und ja, der Gedanke, ihn ihren Freund nennen zu können, machte sie unglaublich glücklich. Natürlich tat es das. Die Gefühle für ihn waren mittlerweile schon so stark geworden, dass sie unaufhaltsam ihren Körper durchfluteten. Anfangs hatte sie sie noch halbherzig versucht zu unterdrücken, aber eigentlich war es schon zu spät gewesen, als sie die Gefühle bemerkt hatte. Ganz leise hatten sie sich eingeschlichen und versteckt und dann ganz plötzlich überfallen. Eigentlich hatte sie nie etwas dagegen tun können. Und mit der Zeit waren sie einfach nur immer größer und stärker geworden und irgendwie hatte sie sich an sie gewöhnt. Das Leben wäre komisch gewesen, wären sie nicht mehr da.
Aber das hieß nicht, dass sie Angst vor ihnen hatte. Nein. Diese Gefühle hatten eine so unglaubliche Macht über sie, dass sie unheimlich viel Angst vor ihnen hatte. Nur konnte sie ja doch nichts tun und irgendwie arbeiteten sie ja zusammen, manchmal. Wenn ihr Kopf nicht dazwischenfunkte, wenn ihr Herz gerade die Oberhand besaß.
Wovor sie aber noch viel mehr Angst hatte waren seine Gefühle. Und dem, was kommen könnte. Verstand denn keiner, dass sie Angst vor der Nähe zu Menschen hatte? Weniger die körperliche, sondern viel mehr die seelische? Eine Bindung zu einem Menschen einzugehen war noch nie einfach gewesen für sie. Sie brauchte ihre Grunddistanz. Sie gab sie nicht gerne auf. Sie hatte viel zu viel Angst davor, was passierte, wenn sie das tat. Und jetzt war sie so kurz davor es tun zu müssen.
Sie war sich fast sicher, dass er es wusste. Dass es fast so weit war.
Alle wussten es.
Einschließlich ihr.
Obwohl so Vieles in ihr danach schrie, endlich diesen Schritt zu tun und sie freudig dem Treffen entgegenfieberte, wollte ein anderer Teil, klein aber nicht klein genug, einfach nur die Beine in die Hand nehmen und um sein Leben rennen. Und irgendwie verstand das niemand.
Stell dich nicht so an.
Du musst nur über deinen Schatten springen.
Aber es war nicht so einfach. Nicht im Geringsten. Natürlich wollte sie das alles auf der einen Seite. Auf der einen Seite konnte sie sich keinen schöneren Ort auf der vorstellen als an seiner Seite, sie sehnte sich jede Sekunde nach ihm und ja, der Gedanke, ihn ihren Freund nennen zu können, machte sie unglaublich glücklich. Natürlich tat es das. Die Gefühle für ihn waren mittlerweile schon so stark geworden, dass sie unaufhaltsam ihren Körper durchfluteten. Anfangs hatte sie sie noch halbherzig versucht zu unterdrücken, aber eigentlich war es schon zu spät gewesen, als sie die Gefühle bemerkt hatte. Ganz leise hatten sie sich eingeschlichen und versteckt und dann ganz plötzlich überfallen. Eigentlich hatte sie nie etwas dagegen tun können. Und mit der Zeit waren sie einfach nur immer größer und stärker geworden und irgendwie hatte sie sich an sie gewöhnt. Das Leben wäre komisch gewesen, wären sie nicht mehr da.
Aber das hieß nicht, dass sie Angst vor ihnen hatte. Nein. Diese Gefühle hatten eine so unglaubliche Macht über sie, dass sie unheimlich viel Angst vor ihnen hatte. Nur konnte sie ja doch nichts tun und irgendwie arbeiteten sie ja zusammen, manchmal. Wenn ihr Kopf nicht dazwischenfunkte, wenn ihr Herz gerade die Oberhand besaß.
Wovor sie aber noch viel mehr Angst hatte waren seine Gefühle. Und dem, was kommen könnte. Verstand denn keiner, dass sie Angst vor der Nähe zu Menschen hatte? Weniger die körperliche, sondern viel mehr die seelische? Eine Bindung zu einem Menschen einzugehen war noch nie einfach gewesen für sie. Sie brauchte ihre Grunddistanz. Sie gab sie nicht gerne auf. Sie hatte viel zu viel Angst davor, was passierte, wenn sie das tat. Und jetzt war sie so kurz davor es tun zu müssen.
Sie war sich fast sicher, dass er es wusste. Dass es fast so weit war.
Alle wussten es.
Einschließlich ihr.
Obwohl so Vieles in ihr danach schrie, endlich diesen Schritt zu tun und sie freudig dem Treffen entgegenfieberte, wollte ein anderer Teil, klein aber nicht klein genug, einfach nur die Beine in die Hand nehmen und um sein Leben rennen. Und irgendwie verstand das niemand.
Montag, 12. Mai 2014
#34
"Ihr könnt mich doch nicht allein lassen, hier ist kein anderer Mensch!", beschwert Tim sich lautstark darüber, dass Paul, Julian, Joel und Danny nachmittags frei haben. Ich drehe mich empört um. "Ähm, sowohl Antonia als auch ich haben ebenfalls nicht frei." Er grinst frech. "Ich sagte ja, es wäre kein anderer Mensch da." "Tz", mache ich und drehe mich wieder weg und zu Paul.
"Du bist eben ein Engelchen, kein Mensch", lächelt er und legt seine Hände auf meine Schultern. Skeptisch schaue ich ihn an. "Ich. Ein Engelchen." "Ja, ein Engelchen!", bekräftigend nickt er. "Du willst mir wirklich sagen, dass ICH ein Engelchen sein soll?", frage ich zweifelnd. Er grinst breit. "Na gut", wendet er ein, "vielleicht ein gefallenes Engelchen. Aber ein Engelchen!" Wir beide lachen. "Passt schon besser", grinse ich und er umarmt mich nur.
"Du bist eben ein Engelchen, kein Mensch", lächelt er und legt seine Hände auf meine Schultern. Skeptisch schaue ich ihn an. "Ich. Ein Engelchen." "Ja, ein Engelchen!", bekräftigend nickt er. "Du willst mir wirklich sagen, dass ICH ein Engelchen sein soll?", frage ich zweifelnd. Er grinst breit. "Na gut", wendet er ein, "vielleicht ein gefallenes Engelchen. Aber ein Engelchen!" Wir beide lachen. "Passt schon besser", grinse ich und er umarmt mich nur.
Sonntag, 11. Mai 2014
#33
(Ich hoff, es stört niemanden, dass ich's nur so blogge.)
3:29 Uhr, Nico
Was hältst du von nem date? :D
3:30 Uhr, Ich
Nicht viel.
3:32 Uhr, Nico
Komm schon
Ich lad dich ein :D
3:32 Uhr, Ich
Warum willst du jetzt ein Date mit MIR? xD
3:32 Uhr, Nico
Joa
Wieso auch nicht? :D
Bist nett :D
Und ich mag dich
3:34 Uhr, Ich
...man geht miteinander aus weil man sich kennenlernen will oder füreinander interessiert und ich glaube nicht, dass hier etwas zutrifft, du musst eindeutig ins Bett. xD
3:35 Uhr, Nico
Wir kennen uns jetzt schon so lange, meinst du nicht wir könnten mal zusammen ins Kino gehen? :D
3:36 Uhr, Ich
Geh schlafen, Nico... xD
3:36 Uhr, Nico
Poah
Betrunkene und Kinder sagen die Wahrheit
Komm schon
3:39 Uhr, Ich
Du solltest dich wirklich hinlegen, bei dir stimmt da oben grad was nicht :D
3:40 Uhr, Nico
Ist es so unwahrscheinlich, dass ich mit dir ausgehen will? :D
3:40 Uhr, Ich
Ja
3:40 Uhr, Nico
Und was, wenn ich dir sage, dass ich gar nichts getrunken habe und das von vornherein geplant habe?
3:42 Uhr, Ich
Das bezweifle ich sehr stark.
3:43 Uhr, Nico
hm
Aber ich möchte
Komm schon. Ein date :D
3:43 Uhr, Ich
Du kannst jetzt wirklich damit aufhören okay xD
3:45 Uhr, Nico
Du denkst echt ich mache Spaß, oder? :D
3:46 Uhr, Ich
Ja, denke ich. Ich wüsste wirklich nicht, wieso du es nicht tun solltest xD
3:48 Uhr, Nico
Weil ich dich lang genug kenne und genau weiß, was ich möchte...
Und langsam hab ich keine Lust mehr den Helfer zu spielen. Wenn er was von dir will, kann er dich fragen... Jetzt bin ich dran :D
3:51 Uhr, Ich
...hast du gerade andeuten wollen, dass ICH auch nur ein Zehntel von dem verkörpere, das du willst?!
Und das ändert aber nichts daran, dass ich ihn...so mag.
3:53 Uhr, Nico
Ein zehntel?
Hab ich das gesagt?
Ich meinte zehn
[...]
3:57 Uhr, Nico
Ich will ein date mit dir
Klar genug?
3:58 Uhr, Ich
Nein. Vor n paar Tagen warst du noch so fertig wegen Caro.
3:59 Uhr, Nico
Hach ja
Und wer hat mir geholfen?
4:01 Uhr, Ich
Ehm ich, aber das macht man halt so. Ich kann dich schlecht weiter weinen lassen.
4:02 Uhr, Nico
Alle anderen haben das aber getan
Klar dass man über seine exfreundin jammert
Aber man muss weitermachen. Und das mache ich jetzt.
4:09 Uhr, Ich
Es ist wirklich schön und gut, dass du jetzt weitermachen willst und kannst, aber ehm ich hab dich ja echt gern und so, aber das wird hier nichts, tut mir leid.
4:12 Uhr, Nico
Sfz
Natürlich kann ich nicht weitermachen. Ich werde ewig hier festhängen
Aber die Illusion war schön
Schade dass du nein gesagt hast
4:14 Uhr, Ich
Wirst du nicht. Du findest ein tolles Mädchen und eure Beziehung und sie werden dir viel toller vorkommen als Caro und eure Beziehung.
4:15 Uhr, Nico
Nein
Sie hat nein gesagt :)
[...]
4:29 Uhr, Ich
Nachts sind die Gedanken nicht unbedingt gut. Und nach 2 Uhr werden auch keine guten Entscheidungen gefällt, ich würde dir wirklich ans Herz legen dich hinzulegen und einfach zu schlafen.
4:30 Uhr, Nico
HIMYM Fanboy
Zu spät
Gefragt und Korb kassiert
Die schlechten entscheidungen sind schon passiert
Die frage ist, waren sie von mir oder von dir...?
4:32 Uhr, Ich
Dann wollen wir ja nicht, dass noch mehr Ungutes passiert, also legen wir uns jetzt hin.
Nachti.
4:32 Uhr, Nico
Wenn du meinst
Kann dich kaum dran hindern
Denk an mich.
Nachti.
3:29 Uhr, Nico
Was hältst du von nem date? :D
3:30 Uhr, Ich
Nicht viel.
3:32 Uhr, Nico
Komm schon
Ich lad dich ein :D
3:32 Uhr, Ich
Warum willst du jetzt ein Date mit MIR? xD
3:32 Uhr, Nico
Joa
Wieso auch nicht? :D
Bist nett :D
Und ich mag dich
3:34 Uhr, Ich
...man geht miteinander aus weil man sich kennenlernen will oder füreinander interessiert und ich glaube nicht, dass hier etwas zutrifft, du musst eindeutig ins Bett. xD
3:35 Uhr, Nico
Wir kennen uns jetzt schon so lange, meinst du nicht wir könnten mal zusammen ins Kino gehen? :D
3:36 Uhr, Ich
Geh schlafen, Nico... xD
3:36 Uhr, Nico
Poah
Betrunkene und Kinder sagen die Wahrheit
Komm schon
3:39 Uhr, Ich
Du solltest dich wirklich hinlegen, bei dir stimmt da oben grad was nicht :D
3:40 Uhr, Nico
Ist es so unwahrscheinlich, dass ich mit dir ausgehen will? :D
3:40 Uhr, Ich
Ja
3:40 Uhr, Nico
Und was, wenn ich dir sage, dass ich gar nichts getrunken habe und das von vornherein geplant habe?
3:42 Uhr, Ich
Das bezweifle ich sehr stark.
3:43 Uhr, Nico
hm
Aber ich möchte
Komm schon. Ein date :D
3:43 Uhr, Ich
Du kannst jetzt wirklich damit aufhören okay xD
3:45 Uhr, Nico
Du denkst echt ich mache Spaß, oder? :D
3:46 Uhr, Ich
Ja, denke ich. Ich wüsste wirklich nicht, wieso du es nicht tun solltest xD
3:48 Uhr, Nico
Weil ich dich lang genug kenne und genau weiß, was ich möchte...
Und langsam hab ich keine Lust mehr den Helfer zu spielen. Wenn er was von dir will, kann er dich fragen... Jetzt bin ich dran :D
3:51 Uhr, Ich
...hast du gerade andeuten wollen, dass ICH auch nur ein Zehntel von dem verkörpere, das du willst?!
Und das ändert aber nichts daran, dass ich ihn...so mag.
3:53 Uhr, Nico
Ein zehntel?
Hab ich das gesagt?
Ich meinte zehn
[...]
3:57 Uhr, Nico
Ich will ein date mit dir
Klar genug?
3:58 Uhr, Ich
Nein. Vor n paar Tagen warst du noch so fertig wegen Caro.
3:59 Uhr, Nico
Hach ja
Und wer hat mir geholfen?
4:01 Uhr, Ich
Ehm ich, aber das macht man halt so. Ich kann dich schlecht weiter weinen lassen.
4:02 Uhr, Nico
Alle anderen haben das aber getan
Klar dass man über seine exfreundin jammert
Aber man muss weitermachen. Und das mache ich jetzt.
4:09 Uhr, Ich
Es ist wirklich schön und gut, dass du jetzt weitermachen willst und kannst, aber ehm ich hab dich ja echt gern und so, aber das wird hier nichts, tut mir leid.
4:12 Uhr, Nico
Sfz
Natürlich kann ich nicht weitermachen. Ich werde ewig hier festhängen
Aber die Illusion war schön
Schade dass du nein gesagt hast
4:14 Uhr, Ich
Wirst du nicht. Du findest ein tolles Mädchen und eure Beziehung und sie werden dir viel toller vorkommen als Caro und eure Beziehung.
4:15 Uhr, Nico
Nein
Sie hat nein gesagt :)
[...]
4:29 Uhr, Ich
Nachts sind die Gedanken nicht unbedingt gut. Und nach 2 Uhr werden auch keine guten Entscheidungen gefällt, ich würde dir wirklich ans Herz legen dich hinzulegen und einfach zu schlafen.
4:30 Uhr, Nico
HIMYM Fanboy
Zu spät
Gefragt und Korb kassiert
Die schlechten entscheidungen sind schon passiert
Die frage ist, waren sie von mir oder von dir...?
4:32 Uhr, Ich
Dann wollen wir ja nicht, dass noch mehr Ungutes passiert, also legen wir uns jetzt hin.
Nachti.
4:32 Uhr, Nico
Wenn du meinst
Kann dich kaum dran hindern
Denk an mich.
Nachti.
Montag, 5. Mai 2014
#32
Julian nimmt mich gefangen und ich versuche mich aus seinen Armen zu winden. Erfolglos, da er stärker ist als ich. Hilfesuchend strecke ich meine Arme nach Paul aus, der sie ergreift und an mir zieht. "Damit erwürgst du sie nur", lacht Julian, woraufhin Paul versucht seine Arme von mir wegzuschieben. "Nein, warte!", mein er dann jedoch und nimmt eine meiner Hände und schlägt Julian damit. "Das funktioniert nicht", stelle ich fest und grinse. Irgendwie schafft Paul es tatsächlich mich dann zu befreien. Er hält meine Hände weiterhin fest und wir schauen uns an. Ich kann ein Lächeln nicht unterdrücken und bedanke mich bei ihm. Er grinst und zieht dann langsam an mir. Misstrauisch betrachte ich ihn. "Was hast du vor?" Eine Antwort bleibt er mir schuldig, aber im nächsten Moment hat er mich in seine Arme gezogen und umarmt mich fest. "Hah, gayy", kommentiert Julian dann lachend, "ihr seid hetero und umarmt euch, das ist ja so gay." Wir beide kichern, aber noch lassen wir uns gegenseitig nicht los. Ich atme Pauls Geruch ein und er lehnt seinen Kopf gegen meinen, ich kann seine weichen Haare spüren. Lächelnd drücke ich mich noch etwas mehr an ihn. Hier will ich nie wieder weg.
Sonntag, 4. Mai 2014
#31
"Und wovor habt ihr am meisten Angst?", fragt Lilith und dreht sich auf dem Sofa zu uns hin. "Natürlich jetzt nicht Dinge wie "Spinnen" oder so. Ich meine das wie bei mir gerade, mit dem nicht alles aus mir herausgeholt zu haben und so weiter." Mein Körper spannt sich an und ich lege mich auf den Rücken, lasse Annika, die fast sofort anfängt, reden und hoffe, dass weder ihr noch Timo oder Lilith auffällt, wenn ich nicht antworte. Wenn wir bei unseren Übernachtungen philosophisch und persönlich werden, finde ich das ja immer ganz interessant, aber es fällt mir schwer, selbst viel dazu beizutragen, jedenfalls wenn es um mich gehen soll. Lieber sage ich meine Meinung über ein Thema oder höre mir einfach an, was die anderen zu sagen haben.
"Also ich hab am meisten Angst davor gefangen zu werden. Ich meine damit, dass ich an jemanden...festgebunden werde und sozusagen nie frei komme", erzählt Annika. "Das passt zu meinem Gedanken, den ich mal hatte. Ich habe mal versucht, meine Freunde mit Synonymen zu beschreiben und bei dir ist mir damals "Windböe" eingefallen", erwidert Lilith und das nächste sagt sie in einem Tonfall, sodass ich mir unwillkürlich vorstelle, dass sie gerade lächeln muss, auch wenn ich es im Dunkeln nicht erkennen kann, "und einen Windstoß kann man nicht fangen."
Stille kehrt ein. "Ich überlege gerade, was die Antwort auf deine Frage ist", meint Timo dann. Meine Gedanken drehen sich auch um die Frage. Ich weiß, wovor ich Angst habe. Aber welches davon ist das, wovor ich am meisten Angst habe? Verletzt zu werden? Verlassen zu werden? Nichts in meinem Leben erreicht zu haben? Mich jemandem wirklich zu öffnen, jemandem wirklich zu vertrauen? Ich verschränke meine Arme hinter meinem Kopf. Paul kommt mir in den Sinn. Und das Ergebnis eines Psychotests, den ich einmal gemacht habe. Und auf einmal glaube ich es zu wissen. Doch, ja, ich bin mir eigentlich sicher, dass das die Antwort ist.
Weil ich immer mehr in meinen Gedanken versinke, bekomme ich Timos Antwort kaum noch mit. Danach kehrt wieder Stille ein und ich hoffe inständig, dass sie mich einfach übergehen. "Und Valle? Was ist mit dir? Wovor hast du am meisten Angst?" Ich unterdrücke ein Seufzen.
Nervös spiele ich an der Decke herum und überlege, ob ich das jetzt sagen soll. Natürlich, sie sind meine Freunde. Und ja, ich vertraue ihnen bis zu einem gewissen Grad. "Valle?", fragt Timo. Ich hole Luft und hoffe, meine jetzige Tat nicht zu bereuen. "Ich...ich hab am meisten Angst davor, eine enge Beziehung zu einem Menschen aufzubauen."
"Das musst du näher erläutern."
Ich beiße mir auf die Unterlippe. "Ich halte immer einen gewissen Abstand zu Menschen. Das hängt vor allem mit dem Vertrauen zusammen, ich...ich hab Angst davor, mich jemandem anzuvertrauen. Ich möchte nicht verletzt werden. Und wenn mir jemand zu nahe kommt, schubse ich die Person immer wieder weg."
"Was ist mit Julian?"
"...ja, auch ihn schubse ich ab und zu weg. Eigentlich jeden. Ich glaube, meine Cousine ist die Einzige, die ich noch nie...weggeschubst habe. Das...ist auch der Grund, warum ich mich so dafür fürchte, mal eine richtige Beziehung zu führen. Ich habe Angst davor, jemandem so sehr zu vertrauen und eine solche Bindung zu einem Menschen zu haben."
Die Schreiberin legt Wert auf eine Grunddistanz zu ihren Mitmenschen. Auch gute Kollegen müssen nicht alles wissen. Das war einer der treffendsten Sätze, die ich je bei einem Psychotest herausbekommen habe. Das ist es, was ich immer nur versuche im Ansatz zu erklären, aber dann direkt wieder aufgebe. Nico hat mich einmal gefragt, wovor ich Angst habe, als wir über Paul geredet haben. Ich habe es damals als "Bindungsangst" bezeichnet, weil mir kein besseres Wort einfiel, aber heute würde ich es ihm mit diesem Zusatz erklären. Ich brauche eine Grunddistanz zu meinen Mitmenschen und ich fürchte mich davor, diese aufzugeben. Der Grund, warum ich immer noch Zweifel hege, "endlich ranzugehen" ist zudem, dass ich nicht weiß, ob ich das überhaupt kann und es unfair gegenüber Paul wäre, wenn ich es nicht tue. Eigentlich weiß ich, dass ich es will. Ich will es wirklich. Aber manchmal überkommt mich dann wieder dieser Gedanke und ich weiß nicht, ob ich es kann. Ich hoffe einfach, dass ich es tun werde, wenn es soweit ist.
"Also ich hab am meisten Angst davor gefangen zu werden. Ich meine damit, dass ich an jemanden...festgebunden werde und sozusagen nie frei komme", erzählt Annika. "Das passt zu meinem Gedanken, den ich mal hatte. Ich habe mal versucht, meine Freunde mit Synonymen zu beschreiben und bei dir ist mir damals "Windböe" eingefallen", erwidert Lilith und das nächste sagt sie in einem Tonfall, sodass ich mir unwillkürlich vorstelle, dass sie gerade lächeln muss, auch wenn ich es im Dunkeln nicht erkennen kann, "und einen Windstoß kann man nicht fangen."
Stille kehrt ein. "Ich überlege gerade, was die Antwort auf deine Frage ist", meint Timo dann. Meine Gedanken drehen sich auch um die Frage. Ich weiß, wovor ich Angst habe. Aber welches davon ist das, wovor ich am meisten Angst habe? Verletzt zu werden? Verlassen zu werden? Nichts in meinem Leben erreicht zu haben? Mich jemandem wirklich zu öffnen, jemandem wirklich zu vertrauen? Ich verschränke meine Arme hinter meinem Kopf. Paul kommt mir in den Sinn. Und das Ergebnis eines Psychotests, den ich einmal gemacht habe. Und auf einmal glaube ich es zu wissen. Doch, ja, ich bin mir eigentlich sicher, dass das die Antwort ist.
Weil ich immer mehr in meinen Gedanken versinke, bekomme ich Timos Antwort kaum noch mit. Danach kehrt wieder Stille ein und ich hoffe inständig, dass sie mich einfach übergehen. "Und Valle? Was ist mit dir? Wovor hast du am meisten Angst?" Ich unterdrücke ein Seufzen.
Nervös spiele ich an der Decke herum und überlege, ob ich das jetzt sagen soll. Natürlich, sie sind meine Freunde. Und ja, ich vertraue ihnen bis zu einem gewissen Grad. "Valle?", fragt Timo. Ich hole Luft und hoffe, meine jetzige Tat nicht zu bereuen. "Ich...ich hab am meisten Angst davor, eine enge Beziehung zu einem Menschen aufzubauen."
"Das musst du näher erläutern."
Ich beiße mir auf die Unterlippe. "Ich halte immer einen gewissen Abstand zu Menschen. Das hängt vor allem mit dem Vertrauen zusammen, ich...ich hab Angst davor, mich jemandem anzuvertrauen. Ich möchte nicht verletzt werden. Und wenn mir jemand zu nahe kommt, schubse ich die Person immer wieder weg."
"Was ist mit Julian?"
"...ja, auch ihn schubse ich ab und zu weg. Eigentlich jeden. Ich glaube, meine Cousine ist die Einzige, die ich noch nie...weggeschubst habe. Das...ist auch der Grund, warum ich mich so dafür fürchte, mal eine richtige Beziehung zu führen. Ich habe Angst davor, jemandem so sehr zu vertrauen und eine solche Bindung zu einem Menschen zu haben."
Die Schreiberin legt Wert auf eine Grunddistanz zu ihren Mitmenschen. Auch gute Kollegen müssen nicht alles wissen. Das war einer der treffendsten Sätze, die ich je bei einem Psychotest herausbekommen habe. Das ist es, was ich immer nur versuche im Ansatz zu erklären, aber dann direkt wieder aufgebe. Nico hat mich einmal gefragt, wovor ich Angst habe, als wir über Paul geredet haben. Ich habe es damals als "Bindungsangst" bezeichnet, weil mir kein besseres Wort einfiel, aber heute würde ich es ihm mit diesem Zusatz erklären. Ich brauche eine Grunddistanz zu meinen Mitmenschen und ich fürchte mich davor, diese aufzugeben. Der Grund, warum ich immer noch Zweifel hege, "endlich ranzugehen" ist zudem, dass ich nicht weiß, ob ich das überhaupt kann und es unfair gegenüber Paul wäre, wenn ich es nicht tue. Eigentlich weiß ich, dass ich es will. Ich will es wirklich. Aber manchmal überkommt mich dann wieder dieser Gedanke und ich weiß nicht, ob ich es kann. Ich hoffe einfach, dass ich es tun werde, wenn es soweit ist.
Donnerstag, 24. April 2014
#30
Als ich mein Zimmer betrete, sehe ich mein Handy blau blinken. Das bedeutet, dass ich eine SMS bekommen habe. Mein Herz schlägt höher und ich renne schon halb auf mein Bett zu, auf dem das Handy liegt. Bitte lass es Paul sein, bitte lass es Paul sein. Die typischen Gedanken, wenn ich eine SMS bekomme. Wobei die nicht mal ganz unberechtigt sind, denn er ist eigentlich der einzige, der mir eine SMS schreiben würde, da der Rest mich schlichtweg nicht kontaktiert oder Whatsapp hat im Gegensatz zu ihm. Ein breites Grinsen erscheint auf meinem Gesicht, als ich erkenne, dass er es wirklich ist.
20:14 Uhr, Paul
Wir haben das Paddeln n Tag früher abgebrochen :P ich hatte zeitweise das Gefühl das es auf der ganzen Welt nichts mehr gibt das nicht ein kleines bisschen feucht ist.
Wie gehts dir mit deiner cousine?
Ich schreibe, noch auf dem Boden sitzend und an das Bett gelehnt, auch sofort zurück, kann mich kaum ruhig halten vor lauter Freude, dass er mir einfach so von sich aus geschrieben hat. Schon das zweite Mal innerhalb von ein paar Tagen!
Wir simsen uns den ganzen Abend über verteilt, bis spät in die Nacht.
21:28 Uhr, Paul
Was stellst du mit dem Rest deiner Ferien an?
21:31 Uhr, Ich
Meine eltern meinten iwas von fahrradtour aber kp. Morgen muss ich noch zum arzt, ansonsten suchte ich grad den nächsten anime, um über den verlust von tsubasa chronicle hinwegzukommen xD und was machst du noch die nächsten tage? :)
21:32 Uhr, Paul
Öhh...fängt mit lang an und hört mit weile auf
Also morgen chillen und pkmn spielen und freitag mit cousinen, nichten und neffen dritten grades in den zoo
21:42 Uhr, Ich
Ist doch schön entspannend :D ich war noch nie in einem zoo... Fällt mir grade so auf xD viel Spaß dir dann :)
22:28 Uhr, Paul
Noch nie?
Erinner mich daran das ich dich mal in einen schleppe
22:45 Uhr, Ich
Nein, noch nie. Hat sich nie ergeben, auch nicht mit der klasse oder so, obwohl es in der nachbarstadt n zoo gibt... Hm xD Ehm okay. Eig bin ich nicht so interessiert, aber wenn du meinst... Mit dir gern. :3
22:54 Uhr, Paul
Wir müssen so oder so nochmal was zusammen unternehmen :P Mit dem rest meiner Freunde kann man irgendwie nichts anfangen
23:03 Uhr, Ich
Der Meinung bin ich auch. :D müssen wir ganz bald mal! :) Aww das ist süß von dir. :3
23:06 Uhr, Paul
Danke :p Ferien sind leider durch wenn ich wieder da bin. Aber so viel wie wir bald frei haben sollten wir irgendwann mal zeit finden oder?
20:14 Uhr, Paul
Wir haben das Paddeln n Tag früher abgebrochen :P ich hatte zeitweise das Gefühl das es auf der ganzen Welt nichts mehr gibt das nicht ein kleines bisschen feucht ist.
Wie gehts dir mit deiner cousine?
Ich schreibe, noch auf dem Boden sitzend und an das Bett gelehnt, auch sofort zurück, kann mich kaum ruhig halten vor lauter Freude, dass er mir einfach so von sich aus geschrieben hat. Schon das zweite Mal innerhalb von ein paar Tagen!
Wir simsen uns den ganzen Abend über verteilt, bis spät in die Nacht.
21:28 Uhr, Paul
Was stellst du mit dem Rest deiner Ferien an?
21:31 Uhr, Ich
Meine eltern meinten iwas von fahrradtour aber kp. Morgen muss ich noch zum arzt, ansonsten suchte ich grad den nächsten anime, um über den verlust von tsubasa chronicle hinwegzukommen xD und was machst du noch die nächsten tage? :)
21:32 Uhr, Paul
Öhh...fängt mit lang an und hört mit weile auf
Also morgen chillen und pkmn spielen und freitag mit cousinen, nichten und neffen dritten grades in den zoo
21:42 Uhr, Ich
Ist doch schön entspannend :D ich war noch nie in einem zoo... Fällt mir grade so auf xD viel Spaß dir dann :)
22:28 Uhr, Paul
Noch nie?
Erinner mich daran das ich dich mal in einen schleppe
22:45 Uhr, Ich
Nein, noch nie. Hat sich nie ergeben, auch nicht mit der klasse oder so, obwohl es in der nachbarstadt n zoo gibt... Hm xD Ehm okay. Eig bin ich nicht so interessiert, aber wenn du meinst... Mit dir gern. :3
22:54 Uhr, Paul
Wir müssen so oder so nochmal was zusammen unternehmen :P Mit dem rest meiner Freunde kann man irgendwie nichts anfangen
23:03 Uhr, Ich
Der Meinung bin ich auch. :D müssen wir ganz bald mal! :) Aww das ist süß von dir. :3
23:06 Uhr, Paul
Danke :p Ferien sind leider durch wenn ich wieder da bin. Aber so viel wie wir bald frei haben sollten wir irgendwann mal zeit finden oder?
Montag, 7. April 2014
#29
Breit grinsend betrete ich den Flur, in dem meine Freunde die Treppe besetzen. "Valle! Lilith hat eine 2 in der Klausur!", begrüßt Paul mich auch sofort und streckt seine Hand nach mir aus. Irritiert sehe ich von ihm zu Lilith. "Warte, was? Du hast doch gerade eben erst in der 3./4. geschrieben?!", frage ich verwirrt, sowohl von Pauls Handbewegungen in meine Richtung als auch von der Tatsache, dass Lilith ihre Klausurnote nach zwei Schulstunden weiß. "Jaa, der hat sie anscheinend schon korrigiert", meint sie.
"Und was hast du?", frage ich Paul und schaue ihn neugierig an, "Und was zur Hölle soll das eigentlich mit deiner Hand da?" Er grinst nur. "Ich weiß meine noch nicht, aber wenn Lilith eine 2 hat, wird meine schon nicht so schlecht ausgefallen sein."
"Okay", erwidere ich und lächle ihn an. "Will jetzt einer von euch nicht mal aufstehen, mich umarmen und mir tschüss sagen?" Abwartend schaue ich in die Runde, Tim antwortet nur frech: "Ähm, nein?!" Auch der Rest macht keine Anstalten, sich zu bewegen. Ich verdrehe die Augen und verabschiede mich deswegen beleidigt, da ich jetzt frei habe: "Tz dann nicht. Bis morgen!" Ein schadenfrohes Lachen kann ich nicht unterdrücken, bis ich mich dann umdrehe und aus der Tür trete. "Warte! Hast du jetzt frei?!", fragt Paul und ich antworte über die Schulter: "Jap." Ich höre, wie jemand aufsteht und aus irgendeinem Grund erwarte ich halb, dass es Julian ist. Dann zieht Paul mich schon zurück in seine Arme und umarmt mich fest. Ich lege meine Arme um ihn und mein Blick gleitet kurz zu den anderen. Es ist nicht mal eine Sekunde, aber ich habe irgendwie den Eindruck, als ob sie uns grinsend zuschauen würden, aber ich verwerfe den Gedanken wieder. Bestimmt nur wieder Hirngespinst. Außerdem ist es mir gerade viel wichtiger, Pauls Duft einzuatmen und mich zusammenzureißen, damit ich mich nicht an ihm festklammere, weil ich am liebsten für immer in dieser Position verharren würde. "Tschüss und einen schönen Montag noch", meint er und wir lächeln uns an. "Danke, dir auch", antworte ich und lasse ihn dann schweren Herzens los, um nach Hause zu gehen.
"Und was hast du?", frage ich Paul und schaue ihn neugierig an, "Und was zur Hölle soll das eigentlich mit deiner Hand da?" Er grinst nur. "Ich weiß meine noch nicht, aber wenn Lilith eine 2 hat, wird meine schon nicht so schlecht ausgefallen sein."
"Okay", erwidere ich und lächle ihn an. "Will jetzt einer von euch nicht mal aufstehen, mich umarmen und mir tschüss sagen?" Abwartend schaue ich in die Runde, Tim antwortet nur frech: "Ähm, nein?!" Auch der Rest macht keine Anstalten, sich zu bewegen. Ich verdrehe die Augen und verabschiede mich deswegen beleidigt, da ich jetzt frei habe: "Tz dann nicht. Bis morgen!" Ein schadenfrohes Lachen kann ich nicht unterdrücken, bis ich mich dann umdrehe und aus der Tür trete. "Warte! Hast du jetzt frei?!", fragt Paul und ich antworte über die Schulter: "Jap." Ich höre, wie jemand aufsteht und aus irgendeinem Grund erwarte ich halb, dass es Julian ist. Dann zieht Paul mich schon zurück in seine Arme und umarmt mich fest. Ich lege meine Arme um ihn und mein Blick gleitet kurz zu den anderen. Es ist nicht mal eine Sekunde, aber ich habe irgendwie den Eindruck, als ob sie uns grinsend zuschauen würden, aber ich verwerfe den Gedanken wieder. Bestimmt nur wieder Hirngespinst. Außerdem ist es mir gerade viel wichtiger, Pauls Duft einzuatmen und mich zusammenzureißen, damit ich mich nicht an ihm festklammere, weil ich am liebsten für immer in dieser Position verharren würde. "Tschüss und einen schönen Montag noch", meint er und wir lächeln uns an. "Danke, dir auch", antworte ich und lasse ihn dann schweren Herzens los, um nach Hause zu gehen.
Freitag, 4. April 2014
#28
"Kann ich mal mit dir reden? Allein?", frage ich Julian und schaue ihn ausdruckslos an. Er streckt wortlos seine Arme aus, damit ich ihm aufhelfe und wir gehen weg von unseren Freunden raus aus dem Flur nach draußen. "Müssen wir wirklich rausgehen?", fragt er in einem jammernden Ton. "Ja", antworte ich und drehe mich, als wir draußen sind, zu ihm um. "Was sollte das gestern?"
Er schaut mich mit einem leeren Blick an, tut ahnungslos. "Was meinst du?"
"Du weißt genau was ich meine. Was sind deine Gründe, dich 'von mir zu entfernen'?"
Er wendet den Blick ab, ich verschränke meine Arme und presse meine Lippen aufeinander. "Ich will mich nicht erklären."
"Du denkst also, das geht? Du entfernst dich von mir aus mir unbekannten Gründen und denkst, du kannst das einfach so tun?"
"Es ist dir doch sowieso egal."
"Wenn es mir egal wäre, würde ich dann jetzt hier stehen?"
"Du stehst hier, weil ich dich darauf aufmerksam gemacht habe!"
"Ja und weil ich das hier und jetzt erklärt haben will, anstatt es einfach beiseite zu schieben."
"Was soll ich schon sagen?!"
Mit festem Blick schaue ich ihn an, seine Augen blitzen mich wütend an. "Warum?"
"Wie, warum?"
"Du hast gesagt aus verschiedenen Gründen entfernst du dich von mir. Mit 'Warum' frage ich nach diesen."
"Ich hab aber keine Lust es zu erklären!"
Ich schweige. Er auch.
"Das ist es also? Du willst es wirklich so stehen lassen? Dich von mir entfernen und mir nicht einmal sagen warum?"
"Ja."
Wir starren uns beide an. Wahrscheinlich wütend, vielleicht auch vorwurfsvoll, wahrscheinlich ein harter Gesichtsausdruck, vielleicht enttäuscht. Ich bleibe stehen, lasse die Zeit verstreichen und hoffe, dass er seine Meinung ändert. Aber nichts kommt. Also drehe ich mich wortlos um und stürme zurück zu den anderen. Ich hätte nicht gedacht, dass das je passieren würde.
Er schaut mich mit einem leeren Blick an, tut ahnungslos. "Was meinst du?"
"Du weißt genau was ich meine. Was sind deine Gründe, dich 'von mir zu entfernen'?"
Er wendet den Blick ab, ich verschränke meine Arme und presse meine Lippen aufeinander. "Ich will mich nicht erklären."
"Du denkst also, das geht? Du entfernst dich von mir aus mir unbekannten Gründen und denkst, du kannst das einfach so tun?"
"Es ist dir doch sowieso egal."
"Wenn es mir egal wäre, würde ich dann jetzt hier stehen?"
"Du stehst hier, weil ich dich darauf aufmerksam gemacht habe!"
"Ja und weil ich das hier und jetzt erklärt haben will, anstatt es einfach beiseite zu schieben."
"Was soll ich schon sagen?!"
Mit festem Blick schaue ich ihn an, seine Augen blitzen mich wütend an. "Warum?"
"Wie, warum?"
"Du hast gesagt aus verschiedenen Gründen entfernst du dich von mir. Mit 'Warum' frage ich nach diesen."
"Ich hab aber keine Lust es zu erklären!"
Ich schweige. Er auch.
"Das ist es also? Du willst es wirklich so stehen lassen? Dich von mir entfernen und mir nicht einmal sagen warum?"
"Ja."
Wir starren uns beide an. Wahrscheinlich wütend, vielleicht auch vorwurfsvoll, wahrscheinlich ein harter Gesichtsausdruck, vielleicht enttäuscht. Ich bleibe stehen, lasse die Zeit verstreichen und hoffe, dass er seine Meinung ändert. Aber nichts kommt. Also drehe ich mich wortlos um und stürme zurück zu den anderen. Ich hätte nicht gedacht, dass das je passieren würde.
Mittwoch, 2. April 2014
#27
Julian schnipst mir gegen die Wange. "Au!", rufe ich. Er grinst und macht Anstalten, es zu wiederholen, also laufe ich schnell um Danny herum zu Paul, um mich an ihn zu drücken und ihn gleichzeitig dabei vor mich zu schieben. "Aww, hat er dir wehgetan?", fragt er fürsorglich und ich nicke. Er legt die Arme um mich und drückt mich fest. "Keine Angst, ich bin ja da", säuselt er und grinst dann, "Sollen wir ihn wieder schlagen?" Ich lache und meine: "Ich glaub, du kannst das allein besser."
Als wir in die Bahn steigen, stehen Paul und ich eng aneinander gedrückt mitten im Gang. Es gab mal wieder einen Verkehrsunfall, weswegen die Bahnen alle zu spät kamen und jetzt natürlich schrecklich voll sind. Julian steht irgendwo bei der Tür. Ich schlinge meine Arme um Paul, um nicht in der Bahn umzufallen, da er sich immerhin oben festhalten kann. Er ärgert mich fast die ganze Bahnfahrt über und irgendwann meine ich dann eingeschnappt: "Ich mag dich nicht mehr, du bist doof." Beleidigt wende ich dann meinen Blick von seinem Gesicht ab. Da es jedoch ziemlich warm ist, merke ich langsam die Müdigkeit in mir aufsteigen und lege meinen Kopf auf seine Brust. Ich kann seinen Herzschlag spüren und muss mir unwillkürlich vorstellen, wie es wohl wäre, wenn wir beide einfach in einem Bett liegen würden und ich auf seiner Brust einschlafen könnte. Mit seinem Herzschlag in meinem Ohr, seiner Stimme als letzten Ton, den ich kurz vorm Einschlafen vernehme und seiner Hand, die durch meine Haare streicht und seinem Arm, der mich festhält. Ich unterdrücke einen verträumten Seufzer.
"So schlimm?", fragt Paul dann und legt einen Arm um mich. "Tut mir Leid, Valle, ich wollt dich nicht so sehr mobben." Er drückt mich fest an sich und ich muss unwillkürlich lächeln und umarme ihn auch. Es ist wirklich nicht in Worte zu fassen, wie viel ich für diesen wundervollen Jungen empfinde.
Als wir in die Bahn steigen, stehen Paul und ich eng aneinander gedrückt mitten im Gang. Es gab mal wieder einen Verkehrsunfall, weswegen die Bahnen alle zu spät kamen und jetzt natürlich schrecklich voll sind. Julian steht irgendwo bei der Tür. Ich schlinge meine Arme um Paul, um nicht in der Bahn umzufallen, da er sich immerhin oben festhalten kann. Er ärgert mich fast die ganze Bahnfahrt über und irgendwann meine ich dann eingeschnappt: "Ich mag dich nicht mehr, du bist doof." Beleidigt wende ich dann meinen Blick von seinem Gesicht ab. Da es jedoch ziemlich warm ist, merke ich langsam die Müdigkeit in mir aufsteigen und lege meinen Kopf auf seine Brust. Ich kann seinen Herzschlag spüren und muss mir unwillkürlich vorstellen, wie es wohl wäre, wenn wir beide einfach in einem Bett liegen würden und ich auf seiner Brust einschlafen könnte. Mit seinem Herzschlag in meinem Ohr, seiner Stimme als letzten Ton, den ich kurz vorm Einschlafen vernehme und seiner Hand, die durch meine Haare streicht und seinem Arm, der mich festhält. Ich unterdrücke einen verträumten Seufzer.
"So schlimm?", fragt Paul dann und legt einen Arm um mich. "Tut mir Leid, Valle, ich wollt dich nicht so sehr mobben." Er drückt mich fest an sich und ich muss unwillkürlich lächeln und umarme ihn auch. Es ist wirklich nicht in Worte zu fassen, wie viel ich für diesen wundervollen Jungen empfinde.
Donnerstag, 27. März 2014
#26
Ich schlendere alleine über unseren Schulhof. Es sind 12 Grad draußen, aber keiner meiner Freunde hatte Lust rauszugehen. Es sei ja viel zu kalt dafür. Kopfschüttelnd habe ich mich also alleine auf den Weg gemacht, weil ich es mag, wenn es angenehm kühl draußen ist und die Sonne scheint. Auch wenn es ein bisschen einsam ist. Ehrlich gesagt, das ist ein ziemlich untypisches Verhalten für mich. Freiwillig rausgehen zu wollen. Jedenfalls bisher. Aber irgendwie zieht es mich nach draußen. In letzter Zeit entwickle ich so viele alte Gewohnheiten von früher zurück, ich glaube, ich denke zu viel an früher. In meiner alten Schule war ich jede Pause draußen, egal welches Wetter war. Ich bin immer mit Esther ein paar Runden gelaufen. Raus, über den Schulhof den Berg runter, zum Haupteingang rein, Treppen hoch, wieder raus und nochmal alles von vorne. Dabei haben wir uns über alles Mögliche unterhalten. Über den Unterricht, über Hausaufgaben, über andere Leute. Wir haben uns Geschichten erzählt und manchmal, ja manchmal haben wir sogar über wirklich persönliche Sachen geredet. Und ich bin dabei so vielen Menschen aus jeder Stufe begegnet, die ich kannte, mit denen ich zum Teil sogar befreundet war.
Jetzt ist es anders. Es geht keiner mit mir raus und die Runde ist nicht so angenehm wie die meiner alten Schule. Der Schulhof ist großflächig und flach. Und ich kenne nicht mal meine eigene Stufe komplett, geschweige denn jemand aus anderen Klassen. Es hat sich so viel verändert.
Ich schaue um mich herum. Die meisten Schüler, die draußen sind, sind noch nicht in der Oberstufe. Auf dieser Schule dürfen Schüler der Unter- und Mittelstufe nicht in der Eingangshalle bleiben, sondern müssen auf den Pausenhof, sofern es nicht regnet. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum man dann in der Oberstufe nur noch drinnen bleiben will. Und so war das ja auch bis vor ein paar Wochen bei mir. Ich wollte nicht freiwillig rausgehen und jetzt gehe ich seit ein paar Tagen immer ein paar Runden alleine über den Schulhof. Es ist nicht das Gleiche. Und es bringt mich unwillkürlich dazu, noch mehr über früher nachzudenken. Früher war ich irgendwie offener, kontaktfreudiger. Ich kannte wirklich immer aus jeder Klassenstufe mindestens zwei, drei Personen, mit denen ich irgendwie näheren Kontakt hatte. Und meine Stufe kannte ich sowieso in- und auswendig. Esther und Natalie haben mich immer gefragt, ob ich eigentlich mit der ganzen Schule befreundet sei.
Ich unterdrücke einen Seufzer, als ich das Schulgebäude betrete und zurück zu den anderen gehe. Ich wünschte, ich könnte einen einzigen gewöhnlichen Alltag von früher wieder erleben. Ich vermisse es so.
Jetzt ist es anders. Es geht keiner mit mir raus und die Runde ist nicht so angenehm wie die meiner alten Schule. Der Schulhof ist großflächig und flach. Und ich kenne nicht mal meine eigene Stufe komplett, geschweige denn jemand aus anderen Klassen. Es hat sich so viel verändert.
Ich schaue um mich herum. Die meisten Schüler, die draußen sind, sind noch nicht in der Oberstufe. Auf dieser Schule dürfen Schüler der Unter- und Mittelstufe nicht in der Eingangshalle bleiben, sondern müssen auf den Pausenhof, sofern es nicht regnet. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum man dann in der Oberstufe nur noch drinnen bleiben will. Und so war das ja auch bis vor ein paar Wochen bei mir. Ich wollte nicht freiwillig rausgehen und jetzt gehe ich seit ein paar Tagen immer ein paar Runden alleine über den Schulhof. Es ist nicht das Gleiche. Und es bringt mich unwillkürlich dazu, noch mehr über früher nachzudenken. Früher war ich irgendwie offener, kontaktfreudiger. Ich kannte wirklich immer aus jeder Klassenstufe mindestens zwei, drei Personen, mit denen ich irgendwie näheren Kontakt hatte. Und meine Stufe kannte ich sowieso in- und auswendig. Esther und Natalie haben mich immer gefragt, ob ich eigentlich mit der ganzen Schule befreundet sei.
Ich unterdrücke einen Seufzer, als ich das Schulgebäude betrete und zurück zu den anderen gehe. Ich wünschte, ich könnte einen einzigen gewöhnlichen Alltag von früher wieder erleben. Ich vermisse es so.
Montag, 17. März 2014
Hatte nie Heimweh, aber meine Vorstellung davon ist das hier.
"Früher in meiner alten Stadt konnte ich bei so nem behinderten Streik einfach zu Fuß zur Schule laufen."
"Hey, ich bin früher fast jede Woche mit einer Freundin Fahrrad gefahren, jaa?!"
In letzter Zeit vermisse ich meine alte Stadt schrecklich, meine Freunde dort noch mehr. Die Zeit mit ihnen am meisten. Auch als es schon heute Morgen um den Bahn- und Busstreik morgen ging, konnte ich nicht aufhören an früher zu denken. Wenn die Busse gestreikt haben, konnte ich zu Fuß zur Schule laufen. 20 Minuten Fußweg - oder alternativ 10 Minuten Radweg, aber ich habe mich immer lieber auf meine eigenen Füße verlassen. Hier geht das nicht. Und dann habe ich mich selbst an Isabel erinnert, mit der ich mich fast ausnahmslos jede Woche getroffen habe und wir sind wirklich fast jede Woche Fahrrad gefahren, vor allem bei gutem Wetter. Wir sind in den Wald gefahren oder zum Spielplatz, zum Stadion. Oder zu unserem Lieblingsplatz. Ein kleiner Park mit einem Brunnen, an dessen Rand wir uns immer gesetzt haben. Unser zweiter Lieblingsplatz war eine Allee in der Innenstadt, der Fluss floß unten und wir haben uns immer ans Ufer gesetzt.
Oft waren wir auch einfach bei ihr und sind auf den Dachboden gegangen, um dort einfach nur zu quatschen. Oder wir saßen bei ihr in der Küche, um Ligretto zu spielen. Manchmal haben wir auch gebacken. Isabel ist die einzige Freundin, zu der ich jetzt noch guten Kontakt habe. Sie ist die Einzige, mit der ich mich regelmäßig getroffen habe und sie ist die Einzige, die es je ernsthaft in Erwägung gezogen hat, mich hier zu besuchen, und es auch getan hat. Sie ist auch die Einzige, die immer wieder möchte, dass ich sie besuche. Die Nachmittage mit ihr fehlen mir. Ich glaube, wir waren immer so gut befreundet, weil wir nicht auf die gleiche Schule gingen. Wir kennen uns von der Grundschule und sind durch die Ministrantenausbildung gut befreundet gewesen und so hat es sich entwickelt, dass wir uns jede Woche trafen. Ich vermisse sie unheimlich.
Genauso wie ich meine Schulfreunde vermisse, weil die Pausen und der Unterricht mit ihnen so anders ist als mit meinen Freunden hier. Wir waren draußen, wir haben uns gejagt, wir haben Quatsch angestellt - es ist nicht so, dass ich meine Freunde hier nicht mag, ich habe sie unendlich gern, aber es ist einfach auf eine andere Art mit ihnen schön und ich vermisse es, wie es mal war. Ich vermisse die Menschen, die ich früher fünfmal die Woche um mich herum hatte. Ich vermisse meinen alten Schulweg, unsere Wohnung, meine Schule - alles.
Und immer, wenn ich an meine alte Stadt denke, überkommt mich dieses Gefühl, als ob ich mich hierhin nicht mehr zugehörig fühle. Ich möchte nur noch weg, zurück. Mein Herz sehnt sich nach dem allem, es fühlt sich in diesen Momenten nur dort zuhause. Wenn ich nicht daran denke, dann ist es hier wundervoll, aber wenn ich zurückdenke, dann möchte ich weg. Ich hatte noch nie in meinem Leben Heimweh, aber ich stelle es mir ungefähr so vor. Du fühlst dich nicht gut dort, wo du gerade bist, und alles, was du willst, ist zurück, nach Hause.
Mittwoch, 5. März 2014
#25
Soll ich dir was sagen? schreibt Paul mir in Skype.
du bist fertig? antworte ich.
NOCH WENIGER ALS EIN TAG BIS ZU DEINEM KONZERT schreibt er dann auch schon.
Ein breites Lächeln erscheint auf meinem Gesicht. Zum einen wegen der Vorfreude, zum anderen weil er so süß ist. Plötzlich blitzt ein Gedanke in meinem Kopf auf und festigt sich immer mehr. Soll ich dir was sagen? Ich bin in dich verliebt.
Ich schüttle den Kopf. Hirngespinst. Aber das Bedürfnis, es ihm zu sagen, ist gerade wirklich groß. Schnell antworte ich mit einem ICH WEIIIIIISS, damit ich nicht etwas Dummes tue. Seufzend wende ich mich wieder meiner Geschichtshausaufgabe zu. Ich wünschte, es wäre ganz einfach es ihm zu sagen.
du bist fertig? antworte ich.
NOCH WENIGER ALS EIN TAG BIS ZU DEINEM KONZERT schreibt er dann auch schon.
Ein breites Lächeln erscheint auf meinem Gesicht. Zum einen wegen der Vorfreude, zum anderen weil er so süß ist. Plötzlich blitzt ein Gedanke in meinem Kopf auf und festigt sich immer mehr. Soll ich dir was sagen? Ich bin in dich verliebt.
Ich schüttle den Kopf. Hirngespinst. Aber das Bedürfnis, es ihm zu sagen, ist gerade wirklich groß. Schnell antworte ich mit einem ICH WEIIIIIISS, damit ich nicht etwas Dummes tue. Seufzend wende ich mich wieder meiner Geschichtshausaufgabe zu. Ich wünschte, es wäre ganz einfach es ihm zu sagen.
Donnerstag, 27. Februar 2014
#24
"Es ist Jahre her, dass ich morgens so lange an meinen Haaren sitzen musste", meine ich und runzle die Stirn. Heute ist Fasching - oder Karneval, wie mich hier jeder verbessert - und dank meiner Schule muss ich zum Glück nicht zu einer Feier, weil ich in der 10 bin, sondern nur zwei Stunden in einem Kino sitzen und bin dann frei. Annika hat mich dazu überredet, mir für diesen Tag zwei Zöpfe zu machen. Es ist eigenartig so herumzulaufen, das letzte Mal hatte ich in der 6. oder 7. Klasse eine Phase, in der ich mir meine Haare öfters so frisiert habe. "Bitte, lauf nie so in der Schule rum", meint Julian nur. Ich antworte nicht. Wenn ich ehrlich bin, mag ich die zwei Zöpfe eigentlich. Okay, es ist irgendwie auf den ersten Blick so bescheuert, weil ich damit niedlich aussehe, aber vor allem auf Dauer gewöhnt man sich gut dran und eigentlich finde ich, dass ich ganz gut damit aussehe.
Paul, Julian, Verena und ich steigen aus. "Wie kam es eigentlich dazu, dass du jetzt zwei Zöpfe hast?", fragt Paul und schaut mich neugierig an. "Eh also Annika hat mich dazu überredet und Antonia und Verena haben da auch ein bisschen ihre Hände im Spiel", grinse ich. "Ich find das gut", lächelt er und klingt dabei völlig ehrlich. Mein Herz macht einen Sprung und ich strahle ihn an. "Danke!", antworte ich glücklich und unterdrücke das Bedürfnis, fröhlich durch die Gegend zu hüpfen.
Paul, Julian, Verena und ich steigen aus. "Wie kam es eigentlich dazu, dass du jetzt zwei Zöpfe hast?", fragt Paul und schaut mich neugierig an. "Eh also Annika hat mich dazu überredet und Antonia und Verena haben da auch ein bisschen ihre Hände im Spiel", grinse ich. "Ich find das gut", lächelt er und klingt dabei völlig ehrlich. Mein Herz macht einen Sprung und ich strahle ihn an. "Danke!", antworte ich glücklich und unterdrücke das Bedürfnis, fröhlich durch die Gegend zu hüpfen.
Mittwoch, 26. Februar 2014
#23
"Hey, warte, Paul! Wo willst du hin?", ich greife nach seiner Hand und er erwidert den Druck, läuft jedoch unbeirrt weiter. Da das unerwartet kommt, stolpere ich leicht und unsere Hände lösen sich. Ich eile ihm hinterher und versuche noch einmal, seine Hand zu erwischen und diesmal gelingt es mir, ihn sogar festzuhalten. Zu meinem Erstaunen hält er meine Hand sogar einige Sekunden lang kurz fest und das Gefühl ist so unbeschreiblich schön für mich, aber dann lässt er wieder los. Ich unterdrücke einen enttäuschten Seufzer. "Na komm, Verena", rufe ich nach hinten und wir drei überqueren die Straße und schlendern über die Brücke.
"Hallo, Mama, die Bahnen fallen schon wieder aus, wir laufen grade über die Brücke und gucken, wie weit wir kommen, bis die Bahnen wieder fahren", sagt Paul in sein Handy hinein. "Und wenn wir es bis nach Poll schaffen, muss sie mit einem Gast rechnen!", rufe ich laut und grinse ihn an. Er verdreht die Augen, kann ein Grinsen jedoch nicht unterdrücken und gibt es an seine Mutter weiter. Sie unterhalten sich kurz, dann legt er auf. "Sie meinte, sie macht gerade Pfannkuchen und macht jetzt einfach etwas mehr."
"Ach Paul, sei nicht so deprimiert drauf. Du bist gleich zuhause, kannst Pfannkuchen essen UND hast sogar eine Extraportion!", lache ich und schaue ihn an. Er erwidert den Blick, lächelt sogar leicht, aber ist offensichtlich noch immer etwas müde und motivationslos. Die Bahn ändert ihre Geschwindigkeit und ich stolpere ein paar Schritte nach hinten, innerhalb der letzten fünf Minuten zum gefühlten hundertsten Mal schon. "Und wahrscheinlich liefere ich dir gleich einen weiteren Grund, fröhlich zu sein, weil ich bestimmt gleich hinfliege", meine ich dann schmunzelnd. "Aber das ist doch kein Grund, gut gelaunt zu sein", widerspricht Paul mir schon fast vorwurfsvoll und sieht mich an. Ich runzle die Stirn und erwidere: "Naja, eigentlich schon, es sieht sicher lustig aus, wenn ich auf dem Boden lande." "Ich find das aber nicht gut", antwortet Paul und schaut mir direkt in die Augen, mit einem Blick, den ich nicht definieren kann, aber der mich in den Bann zieht und mich berührt. Ich kann nicht anders, als ihn einfach nur glücklich anzulächeln, und er erwidert es. Und vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber vielleicht ist bei dem Lächeln sogar ein kleines Strahlen in seinen Augen zu sehen, jedenfalls wirkt er besser gelaunt als vorher. Oh Gott, ich bin so in diesen Jungen verliebt.
"Hallo, Mama, die Bahnen fallen schon wieder aus, wir laufen grade über die Brücke und gucken, wie weit wir kommen, bis die Bahnen wieder fahren", sagt Paul in sein Handy hinein. "Und wenn wir es bis nach Poll schaffen, muss sie mit einem Gast rechnen!", rufe ich laut und grinse ihn an. Er verdreht die Augen, kann ein Grinsen jedoch nicht unterdrücken und gibt es an seine Mutter weiter. Sie unterhalten sich kurz, dann legt er auf. "Sie meinte, sie macht gerade Pfannkuchen und macht jetzt einfach etwas mehr."
"Ach Paul, sei nicht so deprimiert drauf. Du bist gleich zuhause, kannst Pfannkuchen essen UND hast sogar eine Extraportion!", lache ich und schaue ihn an. Er erwidert den Blick, lächelt sogar leicht, aber ist offensichtlich noch immer etwas müde und motivationslos. Die Bahn ändert ihre Geschwindigkeit und ich stolpere ein paar Schritte nach hinten, innerhalb der letzten fünf Minuten zum gefühlten hundertsten Mal schon. "Und wahrscheinlich liefere ich dir gleich einen weiteren Grund, fröhlich zu sein, weil ich bestimmt gleich hinfliege", meine ich dann schmunzelnd. "Aber das ist doch kein Grund, gut gelaunt zu sein", widerspricht Paul mir schon fast vorwurfsvoll und sieht mich an. Ich runzle die Stirn und erwidere: "Naja, eigentlich schon, es sieht sicher lustig aus, wenn ich auf dem Boden lande." "Ich find das aber nicht gut", antwortet Paul und schaut mir direkt in die Augen, mit einem Blick, den ich nicht definieren kann, aber der mich in den Bann zieht und mich berührt. Ich kann nicht anders, als ihn einfach nur glücklich anzulächeln, und er erwidert es. Und vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber vielleicht ist bei dem Lächeln sogar ein kleines Strahlen in seinen Augen zu sehen, jedenfalls wirkt er besser gelaunt als vorher. Oh Gott, ich bin so in diesen Jungen verliebt.
Dienstag, 25. Februar 2014
Blogaward 1
Die liebe Novelist hat mir den Liebsten-Award verliehen! :) Nochmal vielen lieben Dank dafür, das hat mich unheimlich gefreut!
1. Für welche Eigenschaft(en) bewunderst du andere Menschen?
- Selbstbewusstsein, Ehrgeiz und Selbstlosigkeit.
2. Was hast du als letztes geträumt?
- Oh das wusste ich vor ein paar Stunden noch...ich hab immer so ein kleines Problem, was Träume angeht haha. Hm, es fällt mir nicht mehr ein. Der von gestern Nacht oder vorgestern Nacht handelte aber von meiner ersten Autofahrt, aber irgendwie hatte das Auto keine Türen. xD
3. Wenn es jemandem schlecht geht, könnte er/sie jeder Zeit zu dir kommen und mit dir über seine Probleme reden?
- Ich wollte zuerst nur felsenfest "ja" antworten, aber ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das für jeden zutrifft. Für Freunde auf jeden Fall. Wenn es jemand ist, den ich gar nicht kenne, weiß ich nicht Recht. Wenn es jemand ist, den ich nicht leiden kann, wüsste ich es auch nicht sicher und ich tendiere eher zu nein. Wenn es jemand ist, den ich gerade kennen gelernt habe, ja. Das gilt jetzt nur für Leute aus dem "realen" Leben. Im Internet bin ich da irgendwie freier, da kann mich eigentlich jeder kontaktieren von den gerade genannten Fällen, außer ich mag die Person nicht. Dann - und das geb ich ganz ehrlich zu - kann mich die Person mal und ich will nichts mir ihr zu tun haben, mich interessiert es dann auch herzlich wenig, wenn sie ein Problem hat.
4. Wie willst du sein/ was willst du erreicht haben, wenn du alt bist?
- Ich möchte gerne jemand sein, der auf sein Leben zurückblicken kann und sagen kann, dass es eigentlich wunderschön war und dass er es genossen hat. Und ich möchte gern mindestens ein Buch geschrieben haben, dass Menschen berührt und inspiriert, wie meine Lieblingsbücher mich berühren und inspirieren. Das ist eigentlich mein größter Lebenstraum, glaube ich.
Oh und ich möchte gerne, und das klingt jetzt unglaublich kitschig und unrealistisch und naiv, aber ich möchte gerne mit Paul verheiratet sein und alles. Ich kann mir zurzeit gar nicht vorstellen, dass je jemand anderes als er meine Gedanken so beherrscht und ich möchte das gar nicht.
5. Du liegst am Strand in der Sonne und hörst das Meer rauschen. Woran denkst du?
- Wie unglaublich heiß es ist... :D Ich hasse Strand und Sonne. Aber sonst an Ruhe und Frieden und vermutlich auch an Paul.
6. Welchem Menschen in deinem Leben würdest du eine Portion Glück schenken, wenn du könntest, und warum?
- Julian. Ganz, ganz viel Glück mit einem überwältigenden glücklich-sein-Gefühl. Weil ich es unglaublich unfair finde, dass ihm so viel Leid zugefahren ist und ich mir sehnlichst wünsche, dass er glücklich sein kann. Deswegen bin ich jedes Mal aufs Neue unglaublich enttäuscht von mir, wenn ich ihm wehtue. Er verdient es nicht, nicht glücklich zu sein.
7. Was kann man mit Worten nicht beschreiben?
- Die Magie zwischen zwei Menschen. Sowohl positive, als auch negative.
8. Wovor hast du am meisten Angst?
- Ich glaube, ich habe am meisten Angst vor der Bindung zu einem Menschen. Vielleicht auch, von einem Menschen verraten oder verletzt zu werden. Aber wahrscheinlich hängt das auch einfach zusammen.
9. Was ist der schlechteste Film aller Zeiten?
- Twilight. Jedenfalls im Nachhinein, ich gebe zu, dass ich auch einmal ein Fan dieser Bücher und auch Filme war.
10. Welche Wörter benutzt du ständig?
- Lustig, darüber hab ich erst letztens nachgedacht :D Ich sage unheimlich oft "extremst" und zwar genau so, auch wenn ich weiß, dass es "extrem" heißt. Und ich sage oft "ne" bzw. "gell". Mehr fallen mir nicht ein, sicher könnten andere das besser beantworten.
11.Was willst du deinen Lesern noch sagen?
- Ich möchte mich bedanken. Dafür, dass ihr meinen Blog lest. Dafür, dass ihr euch für mich und meinen Blog interessiert. Dafür, dass ihr da seid. Ich bin wirklich dankbar dafür. Und auch wenn ich hier nicht selten über mein Leben jammere, solltet ihr wissen, dass ich auch hier bin, um zuzuhören. :)
Und hier noch Gladys' Fragen und meine Antworten:
1) Welches Talent würdest du gern haben?
- Hm. Ich hab mir oft in meinem Leben gewünscht, zeichnen zu können. So wirklich richtig, wie es einige meiner Freunde können. Oder eine wirklich begabte Pianistin zu sein. Ich glaube, ich habe mir sogar mal gewünscht, in einer Sportart überdurchschnittlich zu sein. Aber wenn ich mich auf eines festlegen muss, dann hätte ich gerne ein überdurchschnittliches analytisches Talent. Ich gebe zu, dass meine Fähigkeit zu analysieren nicht von schlechten Eltern ist, aber ich fände es unheimlich cool, wenn ich wirklich, wirklich gut darin wäre. :D
2) Was ist dein Lieblingsmonat, und warum?
- Dezember, weil da Silvester ist.
3) Was stört dich momentan am meisten?
- Ich weiß nicht, einerseits meine eigene Unfähigkeit etwas mit Paul auf die Beine zu stellen und es einmal in meinem Leben zu schaffen, über meinen Schatten zu springen bei solchen Herzensangelegenheiten, und auf der anderen Seite...die Schule und den Berg an Aufsätzen, den ich bewältigen muss. :'D
4) Wer gibt dir die meiste Kraft?
- Meine Cousine, glaube ich. Ich glaube, wenn Julian das hier lesen würde, was ich um Gottes Willen nicht hoffe :D, dann hätte er jetzt seinen Namen hier erwartet. Und so sehr ich ihn auch lieb habe und so viel er mir auch bedeutet, muss ich trotzdem hier ausführen, dass meine Cousine mir praktisch seit meiner Geburt einen konstanten Halt gibt und ich von ihr meine meiste Kraft erhalte, egal ob ich bei manchen Sachen lieber mit Julian darüber rede.
5) Wo befindet sich dein Lieblingsplatz?
- Oh je, die Frage macht mich nostalgisch. Mein Lieblingsplatz ist in meiner alten Stadt, ein schöner kleiner Park mit einem wunderschönen Brunnen. Auf meinem alten Blog findet sich sogar ein Post darüber, als ich mit Isabel einmal dort war. Ich liebe es dort. Ich liebe diese Stadt. Und ich vermisse das alles so...
6) Das schlimmste Lied, das du je gehört hast?
- Eh, darauf weiß ich ehrlich gesagt keine Antwort, Entschuldigung.
7) Und das beste?
- Was das angeht, kann ich mich nicht festlegen. Aber ich kann nur wärmstens die Lieder von All Time Low empfehlen, ich liebe diese Band.
8) Würdest du dich als kreativ bezeichnen, und wenn ja, wie äußert sich diese Eigenschaft bei dir?
- Ja, schon. Ich schreibe. Ich meine jetzt nicht diesen Blog, sondern Geschichten. Meine Freunde fragen mich immer nach meinem "Buch", aber ich finde, das ist nicht die richtige Bezeichnung, weil ich nicht ganz bewusst plane, es zu veröffentlichen. Ich ziehe es nur in Erwägung. Deswegen sage ich immer meine "Geschichte". Und ich schreibe oft Kurzgeschichten, die fallen mir relativ leicht. Auch, wenn ich jetzt nicht so viele habe, jedenfalls nicht viele abgeschlossene.
9) Was ist deine schönste Erinnerung an das letzte Jahr?
- Ich schwanke zwischen dem Tag, als Julian und ich erkannt haben, dass wir beste Freunde sind und dem Nachmittag mit Paul.
10) Was möchtest du 2014 unbedingt unternehmen/erledigen?
- Ich möchte mit meiner Cousine schwarzminigolfen und wir beide werden auf zwei Konzerte gehen, wobei letzteres natürlich feststeht mit Tickets etc. Hm, ich möchte ehrlich gesagt unbedingt mit Paul zusammen kommen, aber ich weiß nicht, ob sich das erfüllen lassen wird. Ah! Und ich möchte, wirklich ganz ganz dringend, meine alten Freunde in meiner alten Stadt besuchen für eine Woche oder so. Ich vermisse sie und die Stadt so schrecklich.
11) Was solltest du eigentlich tun, anstatt diese Fragen zu beantworten?
- Latein- und Biohausaufgaben und meinen Praktikumsbericht schreiben... :D
Meine Fragen
Naja, ich follow nicht so vielen Blogs, die unter 200 Lesern sind bzw. überhaupt noch bloggen, ehrlich gesagt. Deswegen werd ich jetzt auch ein bisschen schummeln, ich komme so schon nicht auf die 11 Leute, vielleicht 3 oder so.
Die Regeln
- Verlinke die Person, die dir den Blogaward verliehen hat
- Beantworte die Fragen
- Stelle selber 11 Fragen an 11 neue Gewinner mit weniger als 200 Lesern
- Sage ihnen bescheid
1. Für welche Eigenschaft(en) bewunderst du andere Menschen?
- Selbstbewusstsein, Ehrgeiz und Selbstlosigkeit.
2. Was hast du als letztes geträumt?
- Oh das wusste ich vor ein paar Stunden noch...ich hab immer so ein kleines Problem, was Träume angeht haha. Hm, es fällt mir nicht mehr ein. Der von gestern Nacht oder vorgestern Nacht handelte aber von meiner ersten Autofahrt, aber irgendwie hatte das Auto keine Türen. xD
3. Wenn es jemandem schlecht geht, könnte er/sie jeder Zeit zu dir kommen und mit dir über seine Probleme reden?
- Ich wollte zuerst nur felsenfest "ja" antworten, aber ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob das für jeden zutrifft. Für Freunde auf jeden Fall. Wenn es jemand ist, den ich gar nicht kenne, weiß ich nicht Recht. Wenn es jemand ist, den ich nicht leiden kann, wüsste ich es auch nicht sicher und ich tendiere eher zu nein. Wenn es jemand ist, den ich gerade kennen gelernt habe, ja. Das gilt jetzt nur für Leute aus dem "realen" Leben. Im Internet bin ich da irgendwie freier, da kann mich eigentlich jeder kontaktieren von den gerade genannten Fällen, außer ich mag die Person nicht. Dann - und das geb ich ganz ehrlich zu - kann mich die Person mal und ich will nichts mir ihr zu tun haben, mich interessiert es dann auch herzlich wenig, wenn sie ein Problem hat.
4. Wie willst du sein/ was willst du erreicht haben, wenn du alt bist?
- Ich möchte gerne jemand sein, der auf sein Leben zurückblicken kann und sagen kann, dass es eigentlich wunderschön war und dass er es genossen hat. Und ich möchte gern mindestens ein Buch geschrieben haben, dass Menschen berührt und inspiriert, wie meine Lieblingsbücher mich berühren und inspirieren. Das ist eigentlich mein größter Lebenstraum, glaube ich.
Oh und ich möchte gerne, und das klingt jetzt unglaublich kitschig und unrealistisch und naiv, aber ich möchte gerne mit Paul verheiratet sein und alles. Ich kann mir zurzeit gar nicht vorstellen, dass je jemand anderes als er meine Gedanken so beherrscht und ich möchte das gar nicht.
5. Du liegst am Strand in der Sonne und hörst das Meer rauschen. Woran denkst du?
- Wie unglaublich heiß es ist... :D Ich hasse Strand und Sonne. Aber sonst an Ruhe und Frieden und vermutlich auch an Paul.
6. Welchem Menschen in deinem Leben würdest du eine Portion Glück schenken, wenn du könntest, und warum?
- Julian. Ganz, ganz viel Glück mit einem überwältigenden glücklich-sein-Gefühl. Weil ich es unglaublich unfair finde, dass ihm so viel Leid zugefahren ist und ich mir sehnlichst wünsche, dass er glücklich sein kann. Deswegen bin ich jedes Mal aufs Neue unglaublich enttäuscht von mir, wenn ich ihm wehtue. Er verdient es nicht, nicht glücklich zu sein.
7. Was kann man mit Worten nicht beschreiben?
- Die Magie zwischen zwei Menschen. Sowohl positive, als auch negative.
8. Wovor hast du am meisten Angst?
- Ich glaube, ich habe am meisten Angst vor der Bindung zu einem Menschen. Vielleicht auch, von einem Menschen verraten oder verletzt zu werden. Aber wahrscheinlich hängt das auch einfach zusammen.
9. Was ist der schlechteste Film aller Zeiten?
- Twilight. Jedenfalls im Nachhinein, ich gebe zu, dass ich auch einmal ein Fan dieser Bücher und auch Filme war.
10. Welche Wörter benutzt du ständig?
- Lustig, darüber hab ich erst letztens nachgedacht :D Ich sage unheimlich oft "extremst" und zwar genau so, auch wenn ich weiß, dass es "extrem" heißt. Und ich sage oft "ne" bzw. "gell". Mehr fallen mir nicht ein, sicher könnten andere das besser beantworten.
11.Was willst du deinen Lesern noch sagen?
- Ich möchte mich bedanken. Dafür, dass ihr meinen Blog lest. Dafür, dass ihr euch für mich und meinen Blog interessiert. Dafür, dass ihr da seid. Ich bin wirklich dankbar dafür. Und auch wenn ich hier nicht selten über mein Leben jammere, solltet ihr wissen, dass ich auch hier bin, um zuzuhören. :)
Und hier noch Gladys' Fragen und meine Antworten:
1) Welches Talent würdest du gern haben?
- Hm. Ich hab mir oft in meinem Leben gewünscht, zeichnen zu können. So wirklich richtig, wie es einige meiner Freunde können. Oder eine wirklich begabte Pianistin zu sein. Ich glaube, ich habe mir sogar mal gewünscht, in einer Sportart überdurchschnittlich zu sein. Aber wenn ich mich auf eines festlegen muss, dann hätte ich gerne ein überdurchschnittliches analytisches Talent. Ich gebe zu, dass meine Fähigkeit zu analysieren nicht von schlechten Eltern ist, aber ich fände es unheimlich cool, wenn ich wirklich, wirklich gut darin wäre. :D
2) Was ist dein Lieblingsmonat, und warum?
- Dezember, weil da Silvester ist.
3) Was stört dich momentan am meisten?
- Ich weiß nicht, einerseits meine eigene Unfähigkeit etwas mit Paul auf die Beine zu stellen und es einmal in meinem Leben zu schaffen, über meinen Schatten zu springen bei solchen Herzensangelegenheiten, und auf der anderen Seite...die Schule und den Berg an Aufsätzen, den ich bewältigen muss. :'D
4) Wer gibt dir die meiste Kraft?
- Meine Cousine, glaube ich. Ich glaube, wenn Julian das hier lesen würde, was ich um Gottes Willen nicht hoffe :D, dann hätte er jetzt seinen Namen hier erwartet. Und so sehr ich ihn auch lieb habe und so viel er mir auch bedeutet, muss ich trotzdem hier ausführen, dass meine Cousine mir praktisch seit meiner Geburt einen konstanten Halt gibt und ich von ihr meine meiste Kraft erhalte, egal ob ich bei manchen Sachen lieber mit Julian darüber rede.
5) Wo befindet sich dein Lieblingsplatz?
- Oh je, die Frage macht mich nostalgisch. Mein Lieblingsplatz ist in meiner alten Stadt, ein schöner kleiner Park mit einem wunderschönen Brunnen. Auf meinem alten Blog findet sich sogar ein Post darüber, als ich mit Isabel einmal dort war. Ich liebe es dort. Ich liebe diese Stadt. Und ich vermisse das alles so...
6) Das schlimmste Lied, das du je gehört hast?
- Eh, darauf weiß ich ehrlich gesagt keine Antwort, Entschuldigung.
7) Und das beste?
- Was das angeht, kann ich mich nicht festlegen. Aber ich kann nur wärmstens die Lieder von All Time Low empfehlen, ich liebe diese Band.
8) Würdest du dich als kreativ bezeichnen, und wenn ja, wie äußert sich diese Eigenschaft bei dir?
- Ja, schon. Ich schreibe. Ich meine jetzt nicht diesen Blog, sondern Geschichten. Meine Freunde fragen mich immer nach meinem "Buch", aber ich finde, das ist nicht die richtige Bezeichnung, weil ich nicht ganz bewusst plane, es zu veröffentlichen. Ich ziehe es nur in Erwägung. Deswegen sage ich immer meine "Geschichte". Und ich schreibe oft Kurzgeschichten, die fallen mir relativ leicht. Auch, wenn ich jetzt nicht so viele habe, jedenfalls nicht viele abgeschlossene.
9) Was ist deine schönste Erinnerung an das letzte Jahr?
- Ich schwanke zwischen dem Tag, als Julian und ich erkannt haben, dass wir beste Freunde sind und dem Nachmittag mit Paul.
10) Was möchtest du 2014 unbedingt unternehmen/erledigen?
- Ich möchte mit meiner Cousine schwarzminigolfen und wir beide werden auf zwei Konzerte gehen, wobei letzteres natürlich feststeht mit Tickets etc. Hm, ich möchte ehrlich gesagt unbedingt mit Paul zusammen kommen, aber ich weiß nicht, ob sich das erfüllen lassen wird. Ah! Und ich möchte, wirklich ganz ganz dringend, meine alten Freunde in meiner alten Stadt besuchen für eine Woche oder so. Ich vermisse sie und die Stadt so schrecklich.
11) Was solltest du eigentlich tun, anstatt diese Fragen zu beantworten?
- Latein- und Biohausaufgaben und meinen Praktikumsbericht schreiben... :D
Meine Fragen
- Wann warst du das letzte Mal verliebt und was hat/te diese Person wohl an sich, dass es dazu kam?
- Erzähl mir von dem schönsten Moment der letzten vergangenen 30 Tage.
- Nimm das Buch, das am nächsten von dir ist, schlag Seite 57 auf. Was steht in Zeile 2?
- Bist du noch immer mit jemandem aus dem Kindergarten befreundet?
- Warum, glaubst du, sind deine Freunde mit dir befreundet?
- Findest du, man muss täglich Kontakt mit seinem Partner und seinen Freunden haben? Warum (nicht)? Und was für Kontakt "muss" es sein (schreiben, reden, sehen bzw. simsen, chatten, telefonieren, camen)?
- Möchtest du mal Kinder haben? Warum (nicht)?
- Deine Meinung zu einer besten Freundin/einem besten Freund?
- Möchtest du mal heiraten? Warum (nicht)?
- Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
- Was magst du am meisten an dir und was stört dich am meisten?
Naja, ich follow nicht so vielen Blogs, die unter 200 Lesern sind bzw. überhaupt noch bloggen, ehrlich gesagt. Deswegen werd ich jetzt auch ein bisschen schummeln, ich komme so schon nicht auf die 11 Leute, vielleicht 3 oder so.
Sonntag, 2. Februar 2014
#22
"Kann ich dich was fragen?", zögernd sehe ich Paul an.
"Ehm, ja, klar", antwortet er verwirrt.
"Bei...Facebook. Dieser...Post", fange ich an und lasse den Rest in der Luft hängen. Er schaut mich an und ich erkenne, dass er sich wünscht, ich hätte nicht gefragt.
Kopfschüttelnd winkt er ab: "Sagen wir es so: Es wäre besser, wenn ich nie wieder darüber nachdenken muss." Ich versuche ihn zum Reden zu bewegen, aber er meint: "Ich möchte das nicht in der Gegend rumerzählen." "Du musst es nur mir erzählen!", erwidere ich leicht grinsend, um die Situation locker zu halten, aber eigentlich hab ich mich schon damit abgefunden. Ich möchte ihm nicht zu nahe treten.
"Mit dir wären es aber schon zwei! Und mit der ersten Person habe ich nicht besonders gute Erfahrungen gemacht." Ich schweige und weiß nicht, was ich antworten soll. "Na gut, dann nicht", sage ich schließlich.
Eine merkwürdige Stille breitet sich zwischen uns aus und nervös schaue ich mich in der Gegend um. "Nicht böse sein", kommt es plötzlich von Paul und er streicht mir über den Kopf. "Bin ich nicht", lächelnd sehe ich ihn an. Ich kenne das doch nur selbst zu gut.
Als sein Bus kommt, verabschiede ich mich und umarme ihn. Wir schlendern beide das Gleis entlang, da sein Bus weiter vorne hält und der Übergang zum gegenüberliegenden Gleis auch in der Richtung ist.
"Willst du es wissen?", fragt er plötzlich kurz nachdem wir losgegangen sind. Ich weiß gar nicht, ob ich genickt habe, als er dann fast sofort damit rausrückt: "Ich hab ein Mädchen aus meiner Nachbarschaft angesprochen und dabei einfach SO verkackt, dass alles, was ich irgendwie aufgebaut hatte, drauf gegangen ist. Ich hab in dem Moment einfach nur gedacht "scheiße", aber jetzt im Nachhinein, glaube ich, es ist besser so."
Er setzt einen Fuß in den Bus. "Also...stehst du auf sie, oder wie?", frage ich vorsichtig und mache mich auf das Zerbrechen gefasst. "Mh weiß ich nicht, muss ich noch überlegen." "Okay...tschüss."
Er streckt noch seine Hand nach mir aus, aber ich gehe bereits weiter. Er zieht sie zurück und verabschiedet sich ebenfalls, dann wende ich mich endgültig ab.
Obwohl er es nicht bestätigt hat, spüre ich bereits die ersten Risse in meinem Herzen und ich könnte mir wirklich eine dafür scheuern, dass ich tatsächlich noch Hoffnung hatte.
"Ehm, ja, klar", antwortet er verwirrt.
"Bei...Facebook. Dieser...Post", fange ich an und lasse den Rest in der Luft hängen. Er schaut mich an und ich erkenne, dass er sich wünscht, ich hätte nicht gefragt.
Kopfschüttelnd winkt er ab: "Sagen wir es so: Es wäre besser, wenn ich nie wieder darüber nachdenken muss." Ich versuche ihn zum Reden zu bewegen, aber er meint: "Ich möchte das nicht in der Gegend rumerzählen." "Du musst es nur mir erzählen!", erwidere ich leicht grinsend, um die Situation locker zu halten, aber eigentlich hab ich mich schon damit abgefunden. Ich möchte ihm nicht zu nahe treten.
"Mit dir wären es aber schon zwei! Und mit der ersten Person habe ich nicht besonders gute Erfahrungen gemacht." Ich schweige und weiß nicht, was ich antworten soll. "Na gut, dann nicht", sage ich schließlich.
Eine merkwürdige Stille breitet sich zwischen uns aus und nervös schaue ich mich in der Gegend um. "Nicht böse sein", kommt es plötzlich von Paul und er streicht mir über den Kopf. "Bin ich nicht", lächelnd sehe ich ihn an. Ich kenne das doch nur selbst zu gut.
Als sein Bus kommt, verabschiede ich mich und umarme ihn. Wir schlendern beide das Gleis entlang, da sein Bus weiter vorne hält und der Übergang zum gegenüberliegenden Gleis auch in der Richtung ist.
"Willst du es wissen?", fragt er plötzlich kurz nachdem wir losgegangen sind. Ich weiß gar nicht, ob ich genickt habe, als er dann fast sofort damit rausrückt: "Ich hab ein Mädchen aus meiner Nachbarschaft angesprochen und dabei einfach SO verkackt, dass alles, was ich irgendwie aufgebaut hatte, drauf gegangen ist. Ich hab in dem Moment einfach nur gedacht "scheiße", aber jetzt im Nachhinein, glaube ich, es ist besser so."
Er setzt einen Fuß in den Bus. "Also...stehst du auf sie, oder wie?", frage ich vorsichtig und mache mich auf das Zerbrechen gefasst. "Mh weiß ich nicht, muss ich noch überlegen." "Okay...tschüss."
Er streckt noch seine Hand nach mir aus, aber ich gehe bereits weiter. Er zieht sie zurück und verabschiedet sich ebenfalls, dann wende ich mich endgültig ab.
Obwohl er es nicht bestätigt hat, spüre ich bereits die ersten Risse in meinem Herzen und ich könnte mir wirklich eine dafür scheuern, dass ich tatsächlich noch Hoffnung hatte.
Montag, 27. Januar 2014
#21
Seufzend steige ich aus dem Bus und laufe schon aus reiner Routine auf die andere Seite des Bahnsteigs. Ich stelle fest, dass ich eigentlich gar keine Lust habe, auf Paul zu warten, aber ein kleiner Teil in mir will sich die Chance nicht nehmen lassen und so stehe ich also da und warte auf die Bahn, die in sieben Minuten kommt. Es deprimiert mich eigentlich momentan nur ihn zu sehen. Er mag mich doch sowieso nur als gute Freundin, er wird mich sowieso nie als mehr sehen. Mir fällt ein, wie Annika im Oktober, als noch alles okay war und Paul und ich nur Freunde waren, erzählt hat, dass sie von Vivi erzählt bekommen hat, dass Paul in der 9. auf sie stand und dass sie aber nichts Aktuelles weiß. Annika ist ein ganz anderer Mensch als ich, sie ist vor allem ein typisches Mädchen-Mädchen. Wenn es stimmt, was Annika erfahren hat, dann ist es schier unmöglich, dass Paul sich je in mich verlieben könnte, weil ich gar nicht sein Typ bin. Am liebsten würde ich umdrehen und mich frustriert in einer Ecke zusammenrollen, aber in dem Moment kommt seine Bahn.
Als er aussteigt kann ich trotzdem nicht anders als lächeln, trotz meiner Lustlosigkeit. Aber das Lächeln weicht schnell, als ich ihn umarme, weil mir in den Sinn kommt, dass er mich nicht mehr so begeistert und fest umarmt, wie vor dem Praktikum. Es kommt mir lächerlich vor, dass ich wirklich gedacht hatte, dass meine Situation doch nicht so hoffnungslos ist.
Während wir uns unterhalten schwanke ich immer wieder zwischen dem Gedanken, dass er mir mit seiner fantastischen Art einfach den Verstand raubt und dass ich so unheimlich verliebt bin und ihm nie von der Seite weichen will, und dem, dass ich heulen könnte, weil das immer nur einseitig sein wird und ich genug von dem allen habe und das alles nicht mehr will. Wir verabschieden uns schließlich und mit gesenktem Kopf und nach meinen Kopfhörern kramend mache ich mich auf den Weg zu meiner Bahn. Entgegen meinem sonstigen Verhalten drehe ich mich diesmal nicht um, um Paul in seinem Bus wegfahren zu sehen.
Wenn verliebt sein in Stadien abläuft, dann bin ich an dem Punkt angelangt, an dem ich mir sehnlichst das Ende dieser Folter herbeiwünsche.
Als er aussteigt kann ich trotzdem nicht anders als lächeln, trotz meiner Lustlosigkeit. Aber das Lächeln weicht schnell, als ich ihn umarme, weil mir in den Sinn kommt, dass er mich nicht mehr so begeistert und fest umarmt, wie vor dem Praktikum. Es kommt mir lächerlich vor, dass ich wirklich gedacht hatte, dass meine Situation doch nicht so hoffnungslos ist.
Während wir uns unterhalten schwanke ich immer wieder zwischen dem Gedanken, dass er mir mit seiner fantastischen Art einfach den Verstand raubt und dass ich so unheimlich verliebt bin und ihm nie von der Seite weichen will, und dem, dass ich heulen könnte, weil das immer nur einseitig sein wird und ich genug von dem allen habe und das alles nicht mehr will. Wir verabschieden uns schließlich und mit gesenktem Kopf und nach meinen Kopfhörern kramend mache ich mich auf den Weg zu meiner Bahn. Entgegen meinem sonstigen Verhalten drehe ich mich diesmal nicht um, um Paul in seinem Bus wegfahren zu sehen.
Wenn verliebt sein in Stadien abläuft, dann bin ich an dem Punkt angelangt, an dem ich mir sehnlichst das Ende dieser Folter herbeiwünsche.
Sonntag, 19. Januar 2014
#20
"Paul!", begeistert renne ich auf ihn zu und umarme ihn. "Valle", flüstert er lächelnd. Gott, es wurde wirklich Zeit, dass ich ihn nach diesem ewiglangen Wochenende wiedersehe. Wieso können wir nicht mehr als diese 5 Minuten morgens haben? Okay, immerhin besser als gar nichts. Er drückt mich fest an sich und vergräbt sein Gesicht an meiner Schulter. Ich kann seine Wange an meiner rechten spüren. Deswegen bemerke ich auch sofort, wie er seinen Kopf plötzlich vorsichtig, aber bestimmt zu mir dreht und bewegt. Ich will gerade fragen, was denn los sei, als ich seine Lippen auf meinen spüre. Er hebt seine rechte Hand und streichelt meine linke Wange, während ich die Augen schließe, gar nicht fassen kann, dass das gerade wirklich passiert und gerade noch genug Verstand besitze, um den Kuss zu erwidern. Ich muss gerade das glücklichste Mädchen im Universum sein.
Irgendwann lösen wir uns und er hält seine Hand noch immer an mein Gesicht. "Tut mir Leid, ich konnte einfach nicht länger widerstehen", meint er und lächelt mich an. "Das ist definitiv nichts wofür du dich entschuldigen musst", antworte ich und kann nicht anders als einfach zurück zu lächeln.
Ich reiße meine Augen auf und starre meine graue Nachtkommode an. Schon wieder ein Traum. Und wahrscheinlich der deprimierendste, den ich je in meinem ganzen Leben hatte. Frustriert drehe ich mich auf die andere Seite und ziehe meine Decke hoch. Kann man das vielleicht irgendwie abstellen? Oder noch besser, einfach mal so wahr werden lassen?
Irgendwann lösen wir uns und er hält seine Hand noch immer an mein Gesicht. "Tut mir Leid, ich konnte einfach nicht länger widerstehen", meint er und lächelt mich an. "Das ist definitiv nichts wofür du dich entschuldigen musst", antworte ich und kann nicht anders als einfach zurück zu lächeln.
Ich reiße meine Augen auf und starre meine graue Nachtkommode an. Schon wieder ein Traum. Und wahrscheinlich der deprimierendste, den ich je in meinem ganzen Leben hatte. Frustriert drehe ich mich auf die andere Seite und ziehe meine Decke hoch. Kann man das vielleicht irgendwie abstellen? Oder noch besser, einfach mal so wahr werden lassen?
Mittwoch, 15. Januar 2014
#19
Ich drehe eine kleine Runde durch die Innenstadt meines Stadtteils. Es ist 8 Uhr morgens und ich habe nichts Besseres zu tun, als in der Kälte durch eine fast menschenleere Gegend zu laufen. Und das natürlich nur, weil mein Herz gegen meinen Kopf arbeitet und ich es irgendwie ja auch will und obwohl ich Kopf-Mensch bin und eigentlich auf meine Bahn warten sollte, vertreibe ich mir meine Zeit und warte auf Paul. Gestern habe ich mit ihm geschrieben und da ich wusste, dass er morgens etwa zur gleichen Zeit wie ich an der Haltestelle sein würde, wo wir beide umsteigen müssen, habe ich ihn gefragt wann er da ist. Er meinte um Viertel nach 8 und so habe ich mich heute Morgen früher auf den Weg gemacht, damit ich ihn abpassen kann.
Als ich seine Bahn entdecke laufe ich schließlich auf den Bahnsteig und spiele auf meinem Handy rum, während ich zu seiner Bushaltestelle laufe. Eigentlich müsste ich ja auf dem anderen Gleis sein, dem gegenüber, aber falls er fragen sollte, habe ich mir schon die passende Ausrede bereit gestellt: Ich sei aus Gewohnheit dieses Gleis entlang gelaufen.
Ich schaue hoch und auch er hat mich mittlerweile entdeckt, strahlend sehe ich ihn an und muss dann einfach loslaufen, um ihm in die Arme zu fallen. "Valle!", begrüßt er mich und umarmt mich, "warte kurz...". Ich löse mich von ihm und lasse ihn seine Kopfhörer einpacken. "Hübsche Kopfhörer", meine ich dann und lächle und umarme ihn direkt nochmal, als er sie eingesteckt hat. "Ich hab dich so lang nicht gesehen!", meint er, drückt mich und hebt mich ein Stück hoch. "...Freitag", erwidere ich dann stirnrunzelnd, grinse ihn dabei jedoch an. Mir kommt es eigentlich auch ewig vor, vor allem weil wir nur drei Tage Schule hatten nach den zweieinhalb Wochen Ferien. "Ja, sag ich doch!", mein Herz macht einen Satz, als er das sagt und schlägt danach gleich noch schneller. "Du hast deine Haare geschnitten", stelle ich fest. Es ist etwas ungewohnt, aber ich kann ihn trotzdem nur bewundern. "Ja, ich weiß, Samstag oder so, es sieht grässlich aus..." "Nein, ich finde du siehst gut aus", sage ich ihm und lächle wieder. Wir unterhalten uns eine Weile und ich fühle mich so glücklich wie schon seit Tagen nicht mehr. Es tut so gut, ihn wieder zu sehen und zu hören, ihn um mich zu haben. Am liebsten würde ich für immer bei ihm bleiben.
Als ich seine Bahn entdecke laufe ich schließlich auf den Bahnsteig und spiele auf meinem Handy rum, während ich zu seiner Bushaltestelle laufe. Eigentlich müsste ich ja auf dem anderen Gleis sein, dem gegenüber, aber falls er fragen sollte, habe ich mir schon die passende Ausrede bereit gestellt: Ich sei aus Gewohnheit dieses Gleis entlang gelaufen.
Ich schaue hoch und auch er hat mich mittlerweile entdeckt, strahlend sehe ich ihn an und muss dann einfach loslaufen, um ihm in die Arme zu fallen. "Valle!", begrüßt er mich und umarmt mich, "warte kurz...". Ich löse mich von ihm und lasse ihn seine Kopfhörer einpacken. "Hübsche Kopfhörer", meine ich dann und lächle und umarme ihn direkt nochmal, als er sie eingesteckt hat. "Ich hab dich so lang nicht gesehen!", meint er, drückt mich und hebt mich ein Stück hoch. "...Freitag", erwidere ich dann stirnrunzelnd, grinse ihn dabei jedoch an. Mir kommt es eigentlich auch ewig vor, vor allem weil wir nur drei Tage Schule hatten nach den zweieinhalb Wochen Ferien. "Ja, sag ich doch!", mein Herz macht einen Satz, als er das sagt und schlägt danach gleich noch schneller. "Du hast deine Haare geschnitten", stelle ich fest. Es ist etwas ungewohnt, aber ich kann ihn trotzdem nur bewundern. "Ja, ich weiß, Samstag oder so, es sieht grässlich aus..." "Nein, ich finde du siehst gut aus", sage ich ihm und lächle wieder. Wir unterhalten uns eine Weile und ich fühle mich so glücklich wie schon seit Tagen nicht mehr. Es tut so gut, ihn wieder zu sehen und zu hören, ihn um mich zu haben. Am liebsten würde ich für immer bei ihm bleiben.
Donnerstag, 9. Januar 2014
#18
"Wo ist Paul?", fragend schaue ich Julian an. "Keine Ahnung, in der Bahn war er jedenfalls nicht."
Abwartend stehe ich am oberen Ende der Treppe und halte nach ihm Ausschau, ein Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus, als ich ihn sehen kann. "Morgen!", rufe ich und komme auf ihn zu. "Hey", lächelt er mich an, hebt mich wieder hoch und umarmt mich dann fest.
"Valle, nimm mal meine Hände", meint Paul und wedelt mit seinen Händen vor mir herum. Er läuft vor mir, während wir mit Antonia, Joel und Julian auf dem Weg zur Stadt sind, und hat seine Arme nach hinten ausgestreckt. Verwirrt fasse ich mit meinen Händen vorsichtig nach seinen, registriere wie warm sie sind und was für ein schönes Gefühl das ist, und werde im nächsten Moment in einem schnellen Tempo nach vorne gezogen. "Wooooah hey was machst du da?!", frage ich geschockt und versuche halbwegs mitzukommen, bis er plötzlich stehen bleibt. Ich kann es noch vermeiden in ihn hinein zu krachen, in dem ich an der Seite vorbeilaufe und er letztendlich nur noch meine rechte Hand in seiner hält. Er grinst mich an.
"Mayo schmeckt aber auch nur mit Pommes." - "Das stimmt", stimme ich ihm zu und nicke. Begeistert schaut Paul mich an und fragt: "Würdest du Burger mit Mayo essen?!" Ich muss lachen und erwidere: "Das Thema hatten wir schon mal, als wir zu Tim sind. Noch immer nicht, nein, das ist eklig. Mayo gehört zu Pommes und zu nichts anderem." Plötzlich finde ich mich in seinen Armen wieder. "Endlich ein vernünftiger Mensch! Ich dachte immer, ich wäre der einzige!" Breit grinse ich und erwidere die Umarmung, so weit es seitlich möglich ist.
Das Niveau des Gesprächs sinkt immer mehr und alles, was ich nur noch tun kann, ist den Kopf schütteln und grinsen. Neben mir ist Paul der Einzige, der noch normal zu sein scheint, und das scheint auch er zu denken, denn im nächsten Moment zieht er mich wieder an beiden Händen Meter weit nach vorne. Wir laufen nebeneinander und als ich ihn frage, was das gerade sollte, antwortet er: "Ich wollte dein und mein Niveau retten, bevor es zu spät ist."
Später, wir haben doch beschlossen den anderen nicht unsere Gesellschaft zu entziehen, legt er von hinten seine Arme um mich, während wir laufen. "Arme kleine Valle, du darfst dich bloß nicht von unserem Niveau herunterziehen lassen, ja?" Ich nicke nur und denke, dass heute der schönste Tag meines Lebens sein muss.
Als wir von der Schule zur Haltestelle laufen und an der Ampel warten, umarmt Paul mich auf einmal wieder. "Du bist irgendwie wie mein kleiner Bruder", meint er und ich runzle die Stirn. "Eh, danke", und gehe daraufhin beleidigt weg. Er kommt jedoch kurze Zeit später schon wieder und meint, ich sei wirklich wie er. "Auch so gut zum Knuddeln oder was?", kommentiert Joel. "Ja, genau! Warte, dann kann ich mich ja auch auf dich stützen!" Im nächsten Moment muss ich bereits sein ganzes Gewicht ertragen. "Oh, du fällst ja gar nicht um, du bist sehr stabil", stellt Paul fest und richtet sich wieder auf und grinst mich an.
Während ich weitergehe, unterhält Paul sich mit Joel, kommt jedoch schon am anderen Ende der Straße wieder auf mich zu. "Was ist bloß heute mit mir los? Ich will die ganze Zeit Valle knuddeln...", stellt er dann laut fest. Ich lache und meine: "Kannst du ruhig machen, mich stört das nicht." Im Gegenteil. "Nein, nein, nein, ich will ja nicht wie Julian werden!"
Pauls und Julians Haltestelle wird aufgerufen, ich verabschiede mich und umarme Julian. Dann stehe ich auf, lasse ihn in den Gang und warte ungeduldig darauf, dass Paul seinen Ranzen aufgesetzt hat, um ihn zu umarmen. "Tschüss", meine ich und breite meine Arme aus. Er zieht mich an sich und umarmt mich erst etwas vorsichtig, will sich lösen, zieht mich jedoch dann wieder zurück und umarmt mich nochmal länger und fester. Ich wünschte, er würde mich nie wieder loslassen.
Abwartend stehe ich am oberen Ende der Treppe und halte nach ihm Ausschau, ein Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus, als ich ihn sehen kann. "Morgen!", rufe ich und komme auf ihn zu. "Hey", lächelt er mich an, hebt mich wieder hoch und umarmt mich dann fest.
"Valle, nimm mal meine Hände", meint Paul und wedelt mit seinen Händen vor mir herum. Er läuft vor mir, während wir mit Antonia, Joel und Julian auf dem Weg zur Stadt sind, und hat seine Arme nach hinten ausgestreckt. Verwirrt fasse ich mit meinen Händen vorsichtig nach seinen, registriere wie warm sie sind und was für ein schönes Gefühl das ist, und werde im nächsten Moment in einem schnellen Tempo nach vorne gezogen. "Wooooah hey was machst du da?!", frage ich geschockt und versuche halbwegs mitzukommen, bis er plötzlich stehen bleibt. Ich kann es noch vermeiden in ihn hinein zu krachen, in dem ich an der Seite vorbeilaufe und er letztendlich nur noch meine rechte Hand in seiner hält. Er grinst mich an.
"Mayo schmeckt aber auch nur mit Pommes." - "Das stimmt", stimme ich ihm zu und nicke. Begeistert schaut Paul mich an und fragt: "Würdest du Burger mit Mayo essen?!" Ich muss lachen und erwidere: "Das Thema hatten wir schon mal, als wir zu Tim sind. Noch immer nicht, nein, das ist eklig. Mayo gehört zu Pommes und zu nichts anderem." Plötzlich finde ich mich in seinen Armen wieder. "Endlich ein vernünftiger Mensch! Ich dachte immer, ich wäre der einzige!" Breit grinse ich und erwidere die Umarmung, so weit es seitlich möglich ist.
Das Niveau des Gesprächs sinkt immer mehr und alles, was ich nur noch tun kann, ist den Kopf schütteln und grinsen. Neben mir ist Paul der Einzige, der noch normal zu sein scheint, und das scheint auch er zu denken, denn im nächsten Moment zieht er mich wieder an beiden Händen Meter weit nach vorne. Wir laufen nebeneinander und als ich ihn frage, was das gerade sollte, antwortet er: "Ich wollte dein und mein Niveau retten, bevor es zu spät ist."
Später, wir haben doch beschlossen den anderen nicht unsere Gesellschaft zu entziehen, legt er von hinten seine Arme um mich, während wir laufen. "Arme kleine Valle, du darfst dich bloß nicht von unserem Niveau herunterziehen lassen, ja?" Ich nicke nur und denke, dass heute der schönste Tag meines Lebens sein muss.
Als wir von der Schule zur Haltestelle laufen und an der Ampel warten, umarmt Paul mich auf einmal wieder. "Du bist irgendwie wie mein kleiner Bruder", meint er und ich runzle die Stirn. "Eh, danke", und gehe daraufhin beleidigt weg. Er kommt jedoch kurze Zeit später schon wieder und meint, ich sei wirklich wie er. "Auch so gut zum Knuddeln oder was?", kommentiert Joel. "Ja, genau! Warte, dann kann ich mich ja auch auf dich stützen!" Im nächsten Moment muss ich bereits sein ganzes Gewicht ertragen. "Oh, du fällst ja gar nicht um, du bist sehr stabil", stellt Paul fest und richtet sich wieder auf und grinst mich an.
Während ich weitergehe, unterhält Paul sich mit Joel, kommt jedoch schon am anderen Ende der Straße wieder auf mich zu. "Was ist bloß heute mit mir los? Ich will die ganze Zeit Valle knuddeln...", stellt er dann laut fest. Ich lache und meine: "Kannst du ruhig machen, mich stört das nicht." Im Gegenteil. "Nein, nein, nein, ich will ja nicht wie Julian werden!"
Pauls und Julians Haltestelle wird aufgerufen, ich verabschiede mich und umarme Julian. Dann stehe ich auf, lasse ihn in den Gang und warte ungeduldig darauf, dass Paul seinen Ranzen aufgesetzt hat, um ihn zu umarmen. "Tschüss", meine ich und breite meine Arme aus. Er zieht mich an sich und umarmt mich erst etwas vorsichtig, will sich lösen, zieht mich jedoch dann wieder zurück und umarmt mich nochmal länger und fester. Ich wünschte, er würde mich nie wieder loslassen.
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