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Mittwoch, 2. April 2014

#27

Julian schnipst mir gegen die Wange. "Au!", rufe ich. Er grinst und macht Anstalten, es zu wiederholen, also laufe ich schnell um Danny herum zu Paul, um mich an ihn zu drücken und ihn gleichzeitig dabei vor mich zu schieben. "Aww, hat er dir wehgetan?", fragt er fürsorglich und ich nicke. Er legt die Arme um mich und drückt mich fest. "Keine Angst, ich bin ja da", säuselt er und grinst dann, "Sollen wir ihn wieder schlagen?" Ich lache und meine: "Ich glaub, du kannst das allein besser."

Als wir in die Bahn steigen, stehen Paul und ich eng aneinander gedrückt mitten im Gang. Es gab mal wieder einen Verkehrsunfall, weswegen die Bahnen alle zu spät kamen und jetzt natürlich schrecklich voll sind. Julian steht irgendwo bei der Tür. Ich schlinge meine Arme um Paul, um nicht in der Bahn umzufallen, da er sich immerhin oben festhalten kann. Er ärgert mich fast die ganze Bahnfahrt über und irgendwann meine ich dann eingeschnappt: "Ich mag dich nicht mehr, du bist doof." Beleidigt wende ich dann meinen Blick von seinem Gesicht ab. Da es jedoch ziemlich warm ist, merke ich langsam die Müdigkeit in mir aufsteigen und lege meinen Kopf auf seine Brust. Ich kann seinen Herzschlag spüren und muss mir unwillkürlich vorstellen, wie es wohl wäre, wenn wir beide einfach in einem Bett liegen würden und ich auf seiner Brust einschlafen könnte. Mit seinem Herzschlag in meinem Ohr, seiner Stimme als letzten Ton, den ich kurz vorm Einschlafen vernehme und seiner Hand, die durch meine Haare streicht und seinem Arm, der mich festhält. Ich unterdrücke einen verträumten Seufzer.
"So schlimm?", fragt Paul dann und legt einen Arm um mich. "Tut mir Leid, Valle, ich wollt dich nicht so sehr mobben." Er drückt mich fest an sich und ich muss unwillkürlich lächeln und umarme ihn auch. Es ist wirklich nicht in Worte zu fassen, wie viel ich für diesen wundervollen Jungen empfinde.


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