Jetzt ist es anders. Es geht keiner mit mir raus und die Runde ist nicht so angenehm wie die meiner alten Schule. Der Schulhof ist großflächig und flach. Und ich kenne nicht mal meine eigene Stufe komplett, geschweige denn jemand aus anderen Klassen. Es hat sich so viel verändert.
Ich schaue um mich herum. Die meisten Schüler, die draußen sind, sind noch nicht in der Oberstufe. Auf dieser Schule dürfen Schüler der Unter- und Mittelstufe nicht in der Eingangshalle bleiben, sondern müssen auf den Pausenhof, sofern es nicht regnet. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum man dann in der Oberstufe nur noch drinnen bleiben will. Und so war das ja auch bis vor ein paar Wochen bei mir. Ich wollte nicht freiwillig rausgehen und jetzt gehe ich seit ein paar Tagen immer ein paar Runden alleine über den Schulhof. Es ist nicht das Gleiche. Und es bringt mich unwillkürlich dazu, noch mehr über früher nachzudenken. Früher war ich irgendwie offener, kontaktfreudiger. Ich kannte wirklich immer aus jeder Klassenstufe mindestens zwei, drei Personen, mit denen ich irgendwie näheren Kontakt hatte. Und meine Stufe kannte ich sowieso in- und auswendig. Esther und Natalie haben mich immer gefragt, ob ich eigentlich mit der ganzen Schule befreundet sei.
Ich unterdrücke einen Seufzer, als ich das Schulgebäude betrete und zurück zu den anderen gehe. Ich wünschte, ich könnte einen einzigen gewöhnlichen Alltag von früher wieder erleben. Ich vermisse es so.
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