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Mittwoch, 26. Februar 2014

#23

"Hey, warte, Paul! Wo willst du hin?", ich greife nach seiner Hand und er erwidert den Druck, läuft jedoch unbeirrt weiter. Da das unerwartet kommt, stolpere ich leicht und unsere Hände lösen sich. Ich eile ihm hinterher und versuche noch einmal, seine Hand zu erwischen und diesmal gelingt es mir, ihn sogar festzuhalten. Zu meinem Erstaunen hält er meine Hand sogar einige Sekunden lang kurz fest und das Gefühl ist so unbeschreiblich schön für mich, aber dann lässt er wieder los. Ich unterdrücke einen enttäuschten Seufzer. "Na komm, Verena", rufe ich nach hinten und wir drei überqueren die Straße und schlendern über die Brücke.

"Hallo, Mama, die Bahnen fallen schon wieder aus, wir laufen grade über die Brücke und gucken, wie weit wir kommen, bis die Bahnen wieder fahren", sagt Paul in sein Handy hinein. "Und wenn wir es bis nach Poll schaffen, muss sie mit einem Gast rechnen!", rufe ich laut und grinse ihn an. Er verdreht die Augen, kann ein Grinsen jedoch nicht unterdrücken und gibt es an seine Mutter weiter. Sie unterhalten sich kurz, dann legt er auf. "Sie meinte, sie macht gerade Pfannkuchen und macht jetzt einfach etwas mehr."

"Ach Paul, sei nicht so deprimiert drauf. Du bist gleich zuhause, kannst Pfannkuchen essen UND hast sogar eine Extraportion!", lache ich und schaue ihn an. Er erwidert den Blick, lächelt sogar leicht, aber ist offensichtlich noch immer etwas müde und motivationslos. Die Bahn ändert ihre Geschwindigkeit und ich stolpere ein paar Schritte nach hinten, innerhalb der letzten fünf Minuten zum gefühlten hundertsten Mal schon. "Und wahrscheinlich liefere ich dir gleich einen weiteren Grund, fröhlich zu sein, weil ich bestimmt gleich hinfliege", meine ich dann schmunzelnd. "Aber das ist doch kein Grund, gut gelaunt zu sein", widerspricht Paul mir schon fast vorwurfsvoll und sieht mich an. Ich runzle die Stirn und erwidere: "Naja, eigentlich schon, es sieht sicher lustig aus, wenn ich auf dem Boden lande." "Ich find das aber nicht gut", antwortet Paul und schaut mir direkt in die Augen, mit einem Blick, den ich nicht definieren kann, aber der mich in den Bann zieht und mich berührt. Ich kann nicht anders, als ihn einfach nur glücklich anzulächeln, und er erwidert es. Und vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber vielleicht ist bei dem Lächeln sogar ein kleines Strahlen in seinen Augen zu sehen, jedenfalls wirkt er besser gelaunt als vorher. Oh Gott, ich bin so in diesen Jungen verliebt.


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