"Tut mir leid", flüstere ich unter Tränen. Tut mir leid, tut mir leid, tut mir leid. Dass ich mich so querstelle, dass ich so unmöglich bin, dass ich mich so eifersüchtig aufführe, dass ich so bin wie ich bin. Meine Stimme bricht und ich habe das Gefühl zu ersticken. Ich möchte mich an ihn krallen und in seinen Armen liegen, bis der Schmerz vorübergeht, bis der Hass gegen mich selbst nicht mehr so sticht, bis sich die Welt wieder ertragbar anfühlt, aber ich verdiene das nicht. "Wag es nicht, dich dafür zu entschuldigen", erwidert Paul nur und zieht mich an sich, aber ich verdecke mein Gesicht nur mit meinen Händen und kann nicht aufhören zu weinen, obwohl es nicht hilft, obwohl ich nur weniger Luft zum Atmen habe und der Schmerz nicht aufhört. Plötzlich fühlt es sich so selbstverständlich an, dass das hier irgendwann mal aufhört, weil ich es kaputt machen werde. So wie ich alles andere in meinem Leben kaputt mache. Wie sollte diese Beziehung halten, wenn ich dieses Monster in mir nicht unter Kontrolle bringen kann? Und ich kann es nicht, ich kann es nicht.
"Ich mache alles kaputt", bringe ich dann hervor, wobei man wahrscheinlich ohnehin nichts versteht. Aber er scheint es zu tun. "Hör zu. Niemand wird das hier kaputt machen. Nicht du, nicht ich und auch niemand anderes. Keiner macht uns das kaputt, okay?" Und ich möchte "okay" antworten, aber nichts in mir fühlt sich dazu in der Lage, das zu glauben. Nicht solange dieser Dämon in mir wütet und mich so furchtbar sein lässt, wie ich wohl in Wahrheit bin.
Samstag, 25. April 2015
#57
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