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Mittwoch, 21. Oktober 2015

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Es ist irgendwie unfair, wie man in Gedichte so viele Gefühle in ein paar Zeilen packen kann und ich das gerne können würde. Aber stattdessen muss ich immer die lange Variante wählen, weil ich nur dann mit mir zufrieden bin. Und ich mag lange Texte, ich mag sie wirklich. Wenn man es schafft, ein paar schöne Wortkreationen zu erschaffen, dann lese ich lange Texte gerne und ich schreibe sie gern.
Schließlich ist es das, was mir am Schreiben so viel Spaß macht. Ich nehme gerne Wörter auseinander, baue sie neu zusammen oder tue sie neben andere, die sie nicht gewohnt sind. Dann lernen die Wörter sich neu kennen, klingen zusammen ganz anders als allein oder mit ihren üblichen Partnern und kreieren ein völlig neues Bild. Und das gefällt mir.
Aber manchmal...manchmal scheint es mir unmöglich, meine Gefühle in so einen Text zu packen und andere machen das dann immer in ein paar Zeilen eines Gedichtes. Es scheint viel zu viel Platz zu geben auf dem Papier und es lassen sich keine Worte dafür finden.
Dabei würde ich so gerne darüber schreiben, wie mein Herz aufgeht und sich die Wärme darin ausbreitet, wenn ich dich ansehe oder du mich anlächelst.
Ich würde gerne darüber schreiben, wie deine Arme mein Zuhause sind und mich frei fühle.
Ich würde gerne darüber schreiben, wie gut du in mein Leben passt und was für eine Leere da wäre, wenn du nicht wärst.
Ich würde gerne dem Zitat gerecht werden, dass du nicht stirbst, wenn ein Schriftsteller sich in dich verliebt.
Ich würde gerne in einem Text beschreiben können, wie sehr ich dich liebe, aber ich weiß nicht, wo die Worte dafür zu finden sind und wie sie am besten zueinander passen, damit sie schön klingen und wahr sind.

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