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Freitag, 27. März 2015

#56

Triumphierend greift Paul nach meiner Mütze, die auf meinem Bett lag, und hält sie so weit es geht von mir weg. Angesichts der Tatsache, dass wir auf einer großen Matratze liegen und keiner verletzt werden kann, schnelle ich ohne zu zögern hinterher und werfe ihn dabei um, um die Mütze ergreifen zu können. Mit einer Hand bekomme ich sie schließlich zu fassen, doch Paul lässt nicht los. So liege ich also direkt auf ihm, während wir beide an der Mütze festhalten. "Wenn wir nicht zusammen wären, ist das hier voll die gute Möglichkeit, um dich auf mich zu bringen", witzelt er und grinst. "Oder für dich, um dich auf mich zu legen."
"Stimmt", erwidere ich und beuge mich zu ihm runter, "aber vielleicht hast du es ja trotzdem genau deswegen getan?"
"Bestimmt", murmelt er an meinen Lippen, bevor er mich küsst. Sonderlich lange genießen wir beide den Kuss nicht, da ich nach einigen Sekunden meine Chance sehe und an der Mütze ziehe - aber Paul lässt noch immer nicht los. Wir fangen beide an zu lachen. "Aber weil wir zusammen sind, lässt keiner die Mütze los, um den Kuss zu vertiefen", kichert er und ich kann ihm da nur zustimmen. Gott, wie ich diesen Jungen und unsere Beziehung liebe.

Donnerstag, 19. März 2015

#55

Ich sitze im Biounterricht, während wir über die Bergmann'sche und Allen'sche Klimaregel sprechen. Nachdem wir diese schließlich korrekt formuliert haben, meine ich dann mehr zu mir als zu jemand anderem: "Ah gut, dann schreibe ich das mal direkt auf. Extra schön und verständlich für Esther."
"Ehh, wie unnötig, dass du das für Esther aufschreibst", kommentiert Olivia zwei Plätze neben mir in einem nachahmenden, kindlichen Ton. Sie spielt darauf an, dass ich sie letzte Woche darauf aufmerksam gemacht habe, dass ich Esther meine Hefteinträge von Bio ausleihen würde und sie nicht extra für sie mitschreiben müsste. Seitdem ist eine Woche vergangen und die ganze Woche war sie nicht gut auf mich anzusprechen. Wenn wir miteinander sprachen - was ich nach einigen Versuchen möglichst vermieden hatte -, hatte sie mich nur grundlos angegiftet oder war aus heiterem Himmel genervt, ohne dass ich etwas getan hätte.
Und dann platzt mir der Kragen.
"Weißt du, im Gegensatz zu dir bemühe ich mich immer und in jedem Unterricht und das für mich. Das beinhaltet auch, dass ich mein Heft ordentlich führe, wovon du wohl nichts verstehst", erwidere ich also patzig, weil ich genug davon habe, dass sie die beleidigte Leberwurst spielt. Und das auch noch wegen so einer Kleinigkeit und ohne Klartext zu sprechen. Nein, lieber nutzt sie Alltagssituationen, um mich ohne ersichtlichten Grund anzumotzen. "Und es ist verdammt kindisch von dir, wegen letzter Woche immer noch so beleidigt zu sein und mich eine Woche lang deswegen anzugiften." Daraufhin ist sie ruhig und wir sprechen den Rest des Tages nicht mehr miteinander. Besser so.

Mittwoch, 21. Januar 2015

#54

Mein Kichern unterdrückend binde ich Pauls Schnürsenkel zusammen, sodass seine beiden Schuhe miteinander verbunden werden. Er unterhält sich mit den anderen, sodass er nichts davon merkt.
Nach einer Weile stehe ich schließlich auf und gehe einen Schritt von ihm weg, er macht Anstalten sich ebenfalls zu erheben und deswegen merke ich breit grinsend an: "Ich würde an deiner Stelle nicht aufstehen." Zunächst scheint er verwirrt zu sein, doch dann blickt er nach unten und schaut mich daraufhin böse an. Lachend trete ich noch einen Schritt zurück und als er doch aufsteht, renne ich durch die Tür zur Eingangshalle. Er gibt jedoch schnell auf und geht zurück. Ganz traue ich der Sache nicht, deswegen versuche ich vorsichtig zurückzugehen. Durch die Glastür kann ich ihn nicht entdecken, was mich verwirrt, aber im nächsten Moment klärt es sich, denn er springt von der Seite in mein Blickfeld. Meine Reaktion ist ein nochmaliges Wegrennen, aber er bleibt wieder zurück.
Diesmal nähere ich mich von der anderen Seite, sodass ich ihn sofort sehe. Ich grinse ihn frech an, aber dann kommt er auf mich zu und scheint sich in der Zwischenzeit befreit zu haben, will mich diesmal wohl wirklich jagen, woraufhin ich durch die Eingangstür renne. Paul verfolgt mich und ich kann mein Lachen nicht unterdrücken, was es mir schwer macht, ordentlich Luft zu holen beim Laufen. Ich schlage einen Haken und husche durch die Eingangstür und bewege mich Richtung Schulhof. Nach einigem Hin- und Hergehetze fängt Paul mich schließlich doch ein. "Du bist so unmöglich", sagt er grinsend und gibt mir einen Kuss. Ich kann beides nur erwidern. Einen Moment bleiben wir so, die Arme um den jeweils anderen gelegt, stehen, beschließen dann jedoch zu den anderen zurückzukehren. "Du bist unmöglich", wiederholt Paul und ich kichere. "Aber wenigstens wird es mit dir nie langweilig." Daraufhin muss ich lächeln.

Montag, 19. Januar 2015

#53

Wir betreten den Raum und schauen uns nach Sitzplätzen um. Paul läuft vor mir her und deutet fragend auf zwei, die am Ende der Reihe sind, direkt an der Wand. Sie befinden sich etwa in der Mitte und sind bereits auf der ersten Erhöhung, also eine perfekte Lage. Ich nicke und er geht vor. Mir schießt der Gedanke durch den Kopf, dass ich hätte zuerst gehen müssen, damit ich auf dem Randplatz sitzen kann. Zu meiner Überraschung wählt Paul aber gar nicht der Logik nach diesen, sondern den näheren, sodass ich mich doch auf meinem gewünschten Platz niederlassen kann, sobald ich mich an ihm vorbei gestohlen habe.
"Woher wusstest du, dass ich hier sitzen will?", frage ich erstaunt. Er grinst mich an. "Du willst immer rechts sitzen und nicht neben einem fremden Menschen." Ein amüsiertes Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus und ich muss lachen. "Du kennst mich so gut."

Sonntag, 4. Januar 2015

#52

Gespannt verfolgen wir die Uhr auf meinem Handy. Ich habe extra eine App mit Sekundenanzeige heruntergeladen, da mein Handy die genauste Uhrzeit hat. Lächelnd greife ich schon mal nach Pauls Hand und wir sehen uns einen Moment an.
Es ist 23:59 Uhr.
"Zehn...neun...acht...", zähle ich langsam runter und stecke das Handy bei sieben verbleibenden Sekunden des alten Jahres in meine Tasche und ein vorfreudiges Grinsen breitet sich auf unseren Gesichtern aus, als unsere Lippen sich zu einem letzten Kuss in diesem Jahr nähern. Es ist dunkel und ich kann sein Gesicht nur vage erkennen, aber ich sehe das Funkeln in seinen grün-blauen Augen trotzdem.
Das Feuerwerk fängt an, aber wir küssen uns noch einige Sekunden länger. "Frohes neues Jahr", flüstere ich ihm zu, als wir uns voneinander lösen und lächle ihn an. Er lehnt seine Stirn an meine und erwidert es. "Frohes neues Jahr." Ich hatte noch nie einen schöneren Abschluss oder einen wundervolleren Anfang eines Jahres als diesen.

Dienstag, 25. November 2014

#51

"Da bist du ja!", begrüßt Paul mich erfreut und ich grinse breit. "Jaa, wir haben noch mit unserer Lehrerin über unsere Zukunft geredet", erkläre ich und stelle meine Tasche neben ihm ab. Es ist die zweite große Pause und gerade hatte ich Latein. Unsere Lehrerin mag total verpeilt sein, etwas zu oft neben sich, aber sie ist trotzdem nett und ich glaube, sie mag unseren Kurs sehr. Sie hat uns ans Herz gelegt, bei ihrem Unterricht oft mitzumachen, um ihr die Chance zu geben, uns gute mündliche Noten zu geben, da es manchmal passiert, dass man kurz vor seinem Abi weiß, was man machen will - und dann feststellt, dass der NC dafür viel zu hoch ist. Aus Neugier hatte sie uns dann gefragt, was wir tun wollen und tja, so war ich in dem Gespräch einfach hängen geblieben.
"Find ich nicht gut", murmelt Paul und zieht mich zu sich, während er sein Gesicht in meinen Haaren vergräbt. Lächelnd lege ich meine Arme um ihn und atme seinen Geruch ein. "Das heißt, sie hat über dich geredet", kommentiert Tim in einem spöttischen Ton. "Das wiederum finde ich gut", lacht Paul und sein Griff um mich wird fester, während wir uns verliebt angrinsen. Ich kann ihm da nur zustimmen.

Dienstag, 11. November 2014

Blogaward 2 + 3

Die liebe Liesl und Novelist haben mir je einen Blogaward verliehen. Vielen Dank dafür, das freut mich unheimlich! :)

Die Regeln
- Verlinke die Person, die dich nominiert hat
- Beantworte die 11 Fragen
- Verleihe den Award an bis zu 11 Blogger und gib ihnen Bescheid
- Stelle selbst 11 Fragen

Liesls Fragen
1. Wie würdest du deine zukünftige Tochter nennen? - Ehm. Spontan würde ich sofort "Caitlin" sagen, weil ich den Namen schön finde. Aber das würde ich mir im Ernstfall natürlich genaustens überlegen. Aber gegen Caitlin spricht an sich nichts. Man kann einen niedlichen Spitznamen daraus machen, aber es ist so'n Name, der mit 30 nicht total blöd kommt, weil er so kindlich klingt... :D
2. Auf was freust du dich in der nächsten Woche? - Hm. Nächste Woche fiele mir nichts ein. Also nichts besonderes. Ich muss glaub ich keine Klausuren schreiben und hab vier Freistunden oder so, das ist ganz nett. Aber wenn ich das Wochenende noch mitzählen darf: Ich hab am Samstag ein Date mit Paul und wir gehen ins Theater! :3 (Ich musste es loswerden, sorry. :D)
3. Hast du die letzten 3 Küsse von der gleichen Person bekommen? - Ja. :)

5. Vermisst du die Zeit, wie sie vor 6 Monaten war? - Nöö. Da war ich noch so aufgeregt und unwissend, was Paul angeht. Wobei es vor 6 Monaten nicht mehr lange hin war. :p
6. Versteckst du deine wahren Gefühle? - Situationsabhängig.
7. Hast du jemals vorgegeben jemanden zu mögen, obwohl dies nicht der fall war? - Jap.
8. Was bedeutet für dich Glück? - Eine günstige Begebenheit und eine zufriedenstellende Situation.
9. Hast du es jemals bereut, jemanden deine Gefühle gezeigt zu haben? - Ich beneide die Menschen, die das nicht getan haben.
10. Denkst du das es für jede Person nur die eine wahre Liebe gibt, oder das es mehrere Personen gibt? - Hm. Dazu hab ich sogar mal n Text geschrieben. Ich glaube nicht an die wahre Liebe in Form einer Person, sondern in Form des Gefühls. Und das Gefühl kannst du meiner Meinung nach bei vielen Personen haben. Wenn einfach "die Chemie stimmt". Wahre Liebe muss nichts Romantisches sein, es kann auch eine tiefe Freundschaft sein. Finde ich. Aber die Frage ist ja auf das Romantische ausgelegt, also: die wahre Liebe kann ich durchaus bei mehreren Personen spüren, es gibt nicht nur eine. (Nebenbei finde ich den Gedanken zu gruselig. Einfach die Möglichkeit, dass man sich nie trifft oder der eine dem anderen zu früh wegstirbt...)
11. Bist du jetzt gerade glücklich? - In diesem Moment nicht wirklich. Zu stressig alles. Aber allgemein bin ich mit meiner aktuellen Lebenssituation glücklich, ja. Auch wenn mir das mit Julian zu schaffen macht, zugegeben.

Novelists Fragen
1. Bist du Rechts- oder Linkshänder? - Rechts. :) (aber meine Linkshänderschrift hat sich vom Kindergartenkind zum 4. Klässler hochgearbeitet! Ja, manchmal übe ich das aus Spaß. Außerdem musste ich das in der 8 ein paar Wochen lang machen, da meine rechte Hand nicht dazu fähig war.)
2. Wonach bist du süchtig? - Musik. Büchern. Paul. :3
3. Reich und unglücklich oder arm und glücklich? Und warum? - Davon ausgehend, dass das ein Zustand wäre, der sich dann nicht mehr ändern ließe...ich tendiere zu "arm und glücklich", weil mein "arm" sein mir wohl dann nichts mehr ausmacht. "Reich und unglücklich" bedeutet ja, dass ich trotz meines Reichtums nicht zufrieden bin.
4. Was war das romantischste was dir bisher passiert ist? - Oh eh. Weiß ich nicht. Ehrlich nicht... :D Ich hätte sonst darüber gebloggt :'D
5. Welcher Spruch bewegt dich? (Auch gerne mehrere Beispiele :) )
  • "You know you've read a good book when you turn the last page and feel a little as if you have lost a friend." (mir unbekannt, ist aus Tumblr)
  • "Wir sind jederzeit in der Lage, uns zu verändern und unserem besseren Ich näherzukommen." (Cassandra Clare: Clockwork Princess)
  • "If you want to learn what someone fears losing, watch what they photograph." (anonym, meine ich)
  • "Du glaubst, alle deine guten Taten seien nur Selbstbetrug." (Derek Landy: Skulduggery Pleasant - Duell der Dimensionen)
  •  "Airports see more sincere kisses than wedding halls. The walls of hospitals have heard more prayers than the walls of churches." (anonym, meine ich... :D)
  • "Dieses Argument fand ich schon immer total daneben - dass wir Leute brauchen, die arm sind, damit wir anderen nicht vergessen, dankbar zu sein. Das bedeutet doch im Grunde nur, dass irgendwer leiden muss, damit sich die anderen Leute besser fühlen. Was für eine selbstsüchtige Art, die Welt zu betrachten." (Josephine Angelini: Göttlich verliebt)
Mehr fallen mir spontan nicht ein. 
6. Was ist wichtiger: Lieben oder geliebt werden? Und warum? - Lieben, finde ich. Weil man die Liebe dann...naja, am eigenen Leib spürt. Man weiß genau, was Liebe ist, weil man es aus den eigenen Erfahrungen zieht. Außerdem finde ich persönlich die Vorstellung, unglücklich verliebt zu sein/jemanden zu lieben angenehmer, als die Vorstellung, dass jemand unglücklich in mich verliebt ist/mich liebt.
7. Dein Flugzeug stürzt ab: Wem schreibst du die letzte SMS? - Ich habe lange darüber nachgedacht. Meine Antwort ist folgende: Ich kann keine SMS schreiben, weil mein Handy auf Flugmodus ist. (Aber sollte ich es in der Absturzzeit schaffen dies zu ändern und doch noch smsen können, dann zuerst meiner Cousine und dann Paul. JA ich würde das schaffen an beide zu schreiben!)
8. Die beste nächtliche Aktion die dir je passiert ist? - Oh, das ist leicht zu beantworten, aber schwer zu erzählen. Naja, gut. Es ist ohne Zweifel eine Nacht, die ich mit meiner exbesten Freundin in einer Jugendherbergendusche verbracht habe. Es war Streitschlichterausbildung, wofür eine kleine Gruppe von Menschen, zu der wir gehörten, in eine Jugendherberge ging. Die letzte Nacht waren wir beide aufgedreht und wollten nicht schlafen, konnten es gar nicht. Zuerst haben wir auf meinem Bett UNO gespielt, bis unsere Mitbewohnerinnen genervt waren. Also zogen wir in die Dusche, die gerade groß genug war, dass wir drei Hocker hinstellen konnten, um zu sitzen und zu spielen. Nach einigen Stunden beschlossen wir, da zu übernachten. Mit einer Decke und zwei Kissen zogen wir also da ein. Es kam, wie es kommen musste: Sie stand auf, betätigte beim Aufschütteln des Kissens den Wasserhahn und bekam eine Ladung ab. Und tja, dann sind wir zu zweit in mein Bett gegangen, weil die eine Decke, ihre, ja nass war. Joa. Stumpf erzählt, aber egal.
9. Wenn du dein ganzes Leben nur noch ein Lied hören könntest, welches wäre es? - Ehm, gute Frage, nächste Frage. Ich hab keine Antwort dafür. Spontan hätte ich "Saying Goodbye" von Every Avenue genannt, einfach weil es eines der Lieder ist, die ich NIEEE überspringe, wenn es kommt...xD
10. Was würdest du an der Gesellschaft ändern wenn du könntest? - Die Intoleranz ^^
11. Glaubst du an Wunder? - Hm...ich weiß, dass ich gerne an Wunder glauben möchte, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es tue, weswegen ich mal vermute, dass ich eher zu "nein" tendiere.

Meine Fragen
  1. Was ist dein größter Traum und warum?
  2. Mit wem bist du am längsten befreundet und was, glaubst du, hat euch so lange zusammengehalten bzw. euch nicht auseinander gerissen?
  3. Wofür wärst du gerne berühmt? Oder willst du es gar nicht sein? Warum?
  4. Würdest du gerne anders heißen? Warum? Wie?
  5. Wie flüchtest du vor der Realität?
  6. Was bedeutet Musik für dich?
  7. Schenkst du lieber oder bekommst du lieber Geschenke?
  8. Welcher ist dein Lieblingstag im Jahr und wieso?
  9. Wie ist dein Verhältnis zu deiner Familie?
  10. Wie stehst du zu Schule?
  11. Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
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