Er liebt mich nicht und wird das wohl nie tun.
Das ist etwas, was ich lange befürchtet habe, und etwas, was ich irgendwie mittlerweile akzeptiert habe. Niemand wird wohl diese Gewissheit verstehen, die ich in dieser Angelegenheit habe, aber ich spüre es einfach. Ich weiß, dass zwischen uns nichts als eine Freundschaft entstehen kann, und irgendwie ist das okay. Es ist nicht so, dass ich nicht immer noch Hals über Kopf in ihn verliebt bin und mir wünsche, es wäre anders, aber irgendwie bin ich erleichtert über die für mich feststehende Tatsache, dass da einfach nichts ist oder je sein wird. Ich habe Angst davor, mit jemandem eine Beziehung einzugehen, weil es bedeutet, dass ich der Person eine Menge an Vertrauen entgegen bringen muss und ich weiß nicht, ob ich das kann. Außerdem ängstigt mich der Gedanke an eine solche Bindung an einen Menschen. Vielleicht hat Julian damit Recht, dass ich mir mit dieser Angst alles kaputt mache, aber ich glaube, diese Sache hier mache ich nicht kaputt, weil diese Sache nicht existiert.
Die Ferien tun mir gut. Ich kann Abstand von allem nehmen und es ist entspannend, eine Pause von dem ganzen Trubel zu haben. Nach den Ferien habe ich drei Tage Schule und dann drei Wochen Praktikum. Auf der einen Seite sehne ich mich schrecklich nach Paul und wünschte, wir hätten Schule, damit ich ihn jeden Tag sehen kann - aber auf der anderen Seite bin ich froh, keinen von meinen Freunden allgemein und vor allem ihn nicht sehen zu müssen, weil ich zurzeit einfach keine Nähe ertrage.
Julian sagt, Paul ist der Eine für mich. Ich hab in Tumblr einen Post rebloggt. "anonymously tell me the kind of person you think i'd fall in love with" und eine Person hat das gemacht. Und nicht nur das, denn die Beschreibung hat nicht nur absolut gestimmt, sie hat auch noch zu Paul gepasst. Das ist einer der Gründe, warum Julian meint, dass Paul es ist. Und er hat versucht mir klarzumachen, dass Paul nicht wie die Jungs vor ihm sind, dass ich nicht "einfach so" über ihn hinwegkomme, wie ich es behaupte. Aber das muss er gar nicht versuchen. Ich weiß es. Ich weiß, dass ich in diesen Jungen schrecklich lang verliebt sein werde und ihn noch länger lieben werde. Ich weiß, dass er einen besonderen Platz in meinem Herzen hat, weil er so besonders ist. Aber ich weiß auch, dass es immer "er" und "ich" sein wird und es nie ein "wir" geben wird und deswegen bin ich froh, dass Julian keine Lust mehr hat über das Thema zu reden und mich nicht mehr damit konfrontiert, damit ich mich ganz in Ruhe abwechselnd der Illusion hingeben kann, ich würde schon über Paul hinwegkomme, oder mich damit quälen kann, dass ich nie über ihn hinwegkommen werde. Weil mir das ohnehin keiner nehmen kann und auch, wenn ich eigentlich noch nie so allein gelassen wurde mit meinen Gefühlen, ist es seltsam vertraut und angenehm, weil das bedeutet, dass ich niemandem mein Vertrauen in die Hände legen muss. Und wenn ich ehrlich bin, dann muss ich noch gestehen, dass ich mir momentan nicht vorstellen kann, jemals jemand anderen als Paul zu lieben und dass ich das eigentlich auch gar nicht will.
Ich kenne dieses Gefühl so gut, wenn man zwischen Träumen und Hoffnungslosigkeit gefangen ist. Seine Gefühle werden nie erfüllt werden und doch kommt man nicht von "ihm" weg.
AntwortenLöschenIch hoffe, dass du nicht irgendwann in ein Loch fällst deswegen.