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Mittwoch, 15. Januar 2014

#19

Ich drehe eine kleine Runde durch die Innenstadt meines Stadtteils. Es ist 8 Uhr morgens und ich habe nichts Besseres zu tun, als in der Kälte durch eine fast menschenleere Gegend zu laufen. Und das natürlich nur, weil mein Herz gegen meinen Kopf arbeitet und ich es irgendwie ja auch will und obwohl ich Kopf-Mensch bin und eigentlich auf meine Bahn warten sollte, vertreibe ich mir meine Zeit und warte auf Paul. Gestern habe ich mit ihm geschrieben und da ich wusste, dass er morgens etwa zur gleichen Zeit wie ich an der Haltestelle sein würde, wo wir beide umsteigen müssen, habe ich ihn gefragt wann er da ist. Er meinte um Viertel nach 8 und so habe ich mich heute Morgen früher auf den Weg gemacht, damit ich ihn abpassen kann.

Als ich seine Bahn entdecke laufe ich schließlich auf den Bahnsteig und spiele auf meinem Handy rum, während ich zu seiner Bushaltestelle laufe. Eigentlich müsste ich ja auf dem anderen Gleis sein, dem gegenüber, aber falls er fragen sollte, habe ich mir schon die passende Ausrede bereit gestellt: Ich sei aus Gewohnheit dieses Gleis entlang gelaufen.
Ich schaue hoch und auch er hat mich mittlerweile entdeckt, strahlend sehe ich ihn an und muss dann einfach loslaufen, um ihm in die Arme zu fallen. "Valle!", begrüßt er mich und umarmt mich, "warte kurz...". Ich löse mich von ihm und lasse ihn seine Kopfhörer einpacken. "Hübsche Kopfhörer", meine ich dann und lächle und umarme ihn direkt nochmal, als er sie eingesteckt hat. "Ich hab dich so lang nicht gesehen!", meint er, drückt mich und hebt mich ein Stück hoch. "...Freitag", erwidere ich dann stirnrunzelnd, grinse ihn dabei jedoch an. Mir kommt es eigentlich auch ewig vor, vor allem weil wir nur drei Tage Schule hatten nach den zweieinhalb Wochen Ferien. "Ja, sag ich doch!", mein Herz macht einen Satz, als er das sagt und schlägt danach gleich noch schneller. "Du hast deine Haare geschnitten", stelle ich fest. Es ist etwas ungewohnt, aber ich kann ihn trotzdem nur bewundern. "Ja, ich weiß, Samstag oder so, es sieht grässlich aus..." "Nein, ich finde du siehst gut aus", sage ich ihm und lächle wieder. Wir unterhalten uns eine Weile und ich fühle mich so glücklich wie schon seit Tagen nicht mehr. Es tut so gut, ihn wieder zu sehen und zu hören, ihn um mich zu haben. Am liebsten würde ich für immer bei ihm bleiben.




2 Kommentare:

  1. Das muss dir nicht leid tun, ist ja eigentlich ein Kompliment, obwohl du natürlich nicht weinen sollst.

    Liebe Grüße, Julian

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  2. Schönen Blog hast du ♥
    Würde mich freuen, wenn du einmal bei mir vorbei schauen würdest...

    Liebe Grüße
    Kathi von dasgluexkind.de

    P.S. Bei mir gibt es übrigens gerade ein Give Away!

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