"Ausziehen war schon echt heftig. Ich meine, ich war wirklich neidisch auf alle, die da bleiben konnten. Sogar auf die Müllmänner, weil sie eben dort jeden Tag da arbeiten." Mich erstaunt es fast, zu hören was Theo da sagt, aber das ist wohl doch irgendwie nachvollziehbar. Auch wenn ich diese kleine Stadt meine Heimat nenne, bin ich nicht mein ganzes Leben dort gewesen im Gegensatz zu ihm.
"Ich weiß was du meinst. Ich vermisse es immer noch und bin immer noch neidisch auf die Leute und der Umzug ist vier Jahre her", erwidere ich trocken und ein kleines Lachen begleitet den Satz.
"Du musst einfach mal wieder herkommen. Aber diesmal richtig. Wir kommen beide gleichzeitig und dann gehen wir alle abends mal auch feiern und so." Bei dieser Vorstellung breitet sich ein glückliches Lächeln auf meinem Gesicht aus. "Ja. Das machen wir auf jeden Fall." Es ist schön, wieder mit ihm zu reden, auch wenn wir nicht in einem Bus nebeneinander sitzen oder uns im Klassenzimmer gegenüberstehen; auch wenn wir keine süßen 14 Jahre mehr sind; auch wenn wir uns so verändert haben und irgendwie auch gleich geblieben sind. Unseren Gesprächsrhythmus haben wir wie von ganz allein wiederaufgenommen und ich muss daran denken, wie Theo eben zu mir sagte, dass es ihm gut tut, mal wieder mit jemandem so gut reden zu können wie mit mir und daran, dass ich diese Freundschaft wirklich vermisst habe. Vielleicht muss ich das ja in Zukunft nicht mehr so sehr.
Nur eine Geschichte :)
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